Black, Friday

Black Friday: Polizei warnt vor Smartphone-Betrug mit Attrappen

28.11.2025 - 04:09:12

Polizei und Verbraucherschützer schlagen Alarm: Kriminelle verkaufen zum Black Friday täuschend echte Smartphone-Dummys in versiegelten Originalverpackungen. Die Masche ist so professionell, dass selbst aufmerksame Käufer oft erst zu Hause den Betrug bemerken.

Der Kaufrausch wird zum Albtraum. Behörden im gesamten deutschsprachigen Raum melden einen massiven Anstieg von Betrugsfällen. Statt High-End-Smartphones von Apple, Samsung oder Google finden Käufer wertlose Attrappen oder mit Sand gefüllte Kartons. Die Polizei spricht von einer “Industrialisierung des Betrugs” – die Zeiten plumper Ziegelstein-Tricks sind vorbei.

Die Dummys entsprechen in Gewicht und Haptik fast exakt den Originalen. Ursprünglich für Ladenauslagen produziert, landen sie nun in den Händen von Betrügern. Ein aktueller Fall aus dem Märkischen Kreis zeigt die Dreistigkeit: Ein Käufer erstand ein vermeintliches Flaggschiff-Modell über ein Kleinanzeigen-Portal. Persönliche Übergabe, versiegelte Verpackung, alles wirkte authentisch. Erst zu Hause der Schock: Das Gerät lässt sich nicht einschalten.

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Noch perfider: Täter legen mittlerweile gefälschte Rechnungen großer Elektronikketten bei. “Die Betrüger nutzen den Zeitdruck und die Gier nach dem vermeintlichen Super-Schnäppchen gnadenlos aus”, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Kleinanzeigen-Portale als Betrugs-Hotspot

Während große Online-Händler ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärften, verlagerte sich das Geschäft auf private Marktplätze wie Kleinanzeigen, Facebook Marketplace oder Vinted. Die Täter locken mit Preisen, die 20 bis 30 Prozent unter dem Marktniveau liegen – verlockend genug für Schnäppchenjäger, aber nicht so tief, um sofort Verdacht zu erregen.

Die typische Betrugsmasche läuft nach diesem Schema:

  • Lockangebot: Aktuelles Top-Smartphone als “Fehlkauf” oder “ungewolltes Geschenk”
  • Vertrauensaufbau: Persönliche Übergabe wird vorgeschlagen
  • Der Trick: Versiegelte Box wird übergeben, Öffnung vor Ort meist abgelehnt

Besonders dreist: In manchen Fällen funktionieren die Geräte sogar. “Android-Klone” imitieren das neueste iPhone perfekt, laufen aber mit billiger Hardware und manipulierter Software. Sicherheitsupdates? Fehlanzeige.

Digitale Fallen: Fakeshops und Smishing-Welle

Die Polizei Lippe warnt vor einer Flut betrügerischer Online-Shops, die nur wenige Tage existieren. Sie kopieren Designs bekannter Marken und kassieren Vorkasse – die Ware kommt nie an. Der “Fakeshop-Finder” der Verbraucherzentrale verzeichnet Rekordzugriffe.

Parallel rollt eine Smishing-Welle (SMS-Phishing). Vermeintliche Paketbenachrichtigungen von DHL oder Hermes fordern zur Datenaktualisierung auf. Wer auf den Link klickt, landet auf gefälschten Seiten, die Kreditkartendaten oder Login-Informationen abgreifen.

Professionalisierung der Kriminalität

Die Entwicklung zeigt ein Wettrüsten der Täuschung. Versiegelungsmaschinen und täuschend echte Verpackungsmaterialien sind frei im Online-Handel erhältlich. Die hohen Preise für Flaggschiff-Smartphones – oft über 1.000 Euro – machen den Betrug lukrativ. Gleichzeitig sinkt die Hemmschwelle der Käufer, Risiken einzugehen.

KI als neuer Risikofaktor

Experten erwarten eine Verschärfung der Lage. KI-Tools generieren mittlerweile perfekte Produktfotos und vertrauenswürdige Verkaufstexte. Die Unterscheidung zwischen echten und gefälschten Angeboten wird zunehmend schwieriger.

So schützen Sie sich:

  • Ware vor Geldübergabe immer auspacken und einschalten – auch bei versiegelten Verpackungen
  • Bei Online-Käufen den Fakeshop-Finder nutzen
  • Vorsicht bei zu günstigen Preisen auf Kleinanzeigen-Portalen
  • Niemals auf SMS-Links von Paketdiensten klicken

Die goldene Regel bleibt: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.

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