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Black Friday 2025: KI-Betrug explodiert um 620 Prozent

28.11.2025 - 06:49:12

Cyberkriminelle setzen auf künstliche Intelligenz – und das mit erschreckendem Erfolg. Während heute Millionen Schnäppchenjäger online nach Black-Friday-Deals suchen, schlagen Sicherheitsexperten Alarm: Die Zahl ausgefeilter Phishing-Angriffe erreicht in dieser Saison ein nie dagewesenes Niveau.

Was steckt dahinter? Der entscheidende Unterschied zu früheren Jahren: Betrüger nutzen nun ChatGPT und ähnliche Sprachmodelle, um perfekt formulierte Fake-Mails zu erstellen – ohne Rechtschreibfehler, ohne holprige Formulierungen, kaum noch vom Original zu unterscheiden.

Das Cybersecurity-Unternehmen Darktrace veröffentlichte gestern brisante Zahlen: In den Wochen vor dem heutigen Black Friday stieg die Zahl der Phishing-Attacken um 620 Prozent im Vergleich zum normalen Datenverkehr. Noch alarmierender: 27 Prozent aller analysierten Betrugs-Mails stammen offenbar von KI-Systemen – erkennbar an komplexen Satzstrukturen und Texten mit über 1.000 Zeichen.

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Doch E-Mails sind nur ein Teil des Problems. Das Sicherheitsunternehmen Guardio meldete am Mittwoch eine dreißigfache Zunahme betrügerischer Shopping-SMS innerhalb des letzten Monats.

Die Masche für 2025? Gefälschte „dringende Kontobenachrichtigungen”. Betrüger bombardieren Smartphone-Nutzer mit KI-generierten Textnachrichten, die angeblich gesperrte Amazon-Konten oder abgelehnte Zahlungen melden. Die psychologische Taktik: Im Stress limitierter Black-Friday-Angebote übersehen Opfer Warnsignale.

Die Zahlen sprechen für sich: US-Verbraucher verloren 2024 bereits über 432 Millionen Euro durch Online-Shopping-Betrug. Analysten rechnen für 2025 mit deutlich höheren Verlusten, sollte der aktuelle Trend anhalten.

Finanzbranche reagiert: Neue Sicherheitsprotokolle

Die Zahlungsdienstleister ziehen nach. Visa identifizierte in einer Mitteilung vom 21. November die „fünf größten Betrugsbedrohungen” für das laufende Quartal und fordert Echtzeitüberwachung sowie verstärkte Tokenisierung sensibler Kartendaten.

Globaler Vorstoß gegen Überweisungsbetrug
Einen interessanten Ansatz verfolgt Großbritannien: Das „Confirmation of Payee”-System überprüft vor jeder Überweisung, ob der angegebene Kontoname mit der Kontonummer übereinstimmt. Neuseeland startete im November 2024 mit der Einführung eines ähnlichen Systems – bis April 2025 soll es landesweit verfügbar sein.

Auch Tech-Giganten verschärfen die Sicherheit: Google Wallet und vergleichbare digitale Geldbörsen setzen zunehmend auf biometrische Verifizierung bei Zahlungen. Eine zusätzliche Hürde, die Angreifer selbst mit gestohlenen Zugangsdaten kaum überwinden können.

Die meistgefälschten Marken 2025

Bitdefender analysierte zwischen Oktober und Mitte November das Spam-Aufkommen rund um Black Friday. Das Ergebnis: 53 Prozent aller Shopping-Mails waren betrügerisch. Die beliebtesten Ziele der Fälscher?

  • Amazon: Unangefochtene Nummer eins bei Markenimitation
  • Temu: Massenhaft gefälschte Gutschein-Mails
  • MediaMarkt & IKEA: Besonders in Europa stark betroffen
  • United Healthcare: Überraschender Angriffsvektor mit angeblichen „Black-Friday-Smile-Upgrades”

„Wir erleben die Industrialisierung des Phishings”, erklärt Branchenanalystin Sarah Jenkins. „Was früher ein Team von Betrügern tagelang beschäftigte, generiert eine KI heute in Sekunden – personalisiert für Millionen Empfänger.”

Auch die Verteidigung wird smarter

Doch es gibt einen Lichtblick: Die Abwehrmaßnahmen entwickeln sich parallel weiter. Großbritanniens im Oktober 2024 eingeführte Pflicht zur Rückerstattung bei Überweisungsbetrug zwingt Banken zu massiven Investitionen in Erkennungssysteme.

Die Haftungsverlagerung vom Verbraucher zum Anbieter treibt Innovationen bei Verhaltensbiometrie und Echtzeit-Transaktionsüberwachung voran. Ergebnis: Selbst wenn Zugangsdaten gestohlen werden, wird ihre tatsächliche Nutzung immer schwieriger.

Was kommt als Nächstes?

Experten erwarten eine zweite Betrugswelle im Dezember – Stichwort „Lieferangst”. Gefälschte Versandbenachrichtigungen und erfundene Zollgebühren dürften dann die dominierenden Maschen sein.

Für 2026 zeichnet sich ein Wendepunkt ab: KI wird verstärkt zur Verteidigung eingesetzt. Autonome Sicherheitssysteme, die eigenständig verdächtige Transaktionen mit Händlern und Banken abklären, könnten den menschlichen Faktor – und damit menschliche Fehler – aus der Sicherheitskette eliminieren.

Der wichtigste Rat für jetzt? Offizielle Apps nutzen statt Links anzuklicken, „dringende” Anfragen über direkte Kanäle verifizieren und digitale Wallets mit Tokenisierung verwenden. Denn eines ist klar: Die Betrüger werden nicht müde – aber ihre Werkzeuge verraten sie oft noch.

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