BKA-Warnung: Neue Welle gefälschter Droh-Mails im Umlauf
21.01.2026 - 03:52:12Kriminelle verschicken massenhaft gefälschte E-Mails im Namen des Bundeskriminalamts. Sie beschuldigen die Empfänger fälschlicherweise schwerster Straftaten wie Besitz von Kinderpornografie, um sie unter Druck zu setzen. Ziel ist es, persönliche Daten, Geld oder Klicks auf schädliche Links zu erpressen.
So bauen die Betrüger Druck auf
Die Täter geben sich professionell: Sie nutzen echte Namen von BKA-Beamten wie Präsident Holger Münch, fälschen offizielle Logos und erstellen täuschend echte Aktenzeichen. In den Nachrichten, oft als PDF getarnt, setzen sie kurze Fristen und drohen mit sofortigen Haftbefehlen oder Gerichtsverfahren. Diese Taktik soll Panik auslösen und die Opfer zu unüberlegten Handlungen treiben – der perfekte Nährboden für Identitätsdiebstahl oder weitere Erpressung.
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Daran erkennen Sie die Fälschung
Das BKA stellt klar: Die Behörde kontaktiert Bürger niemals auf diesem Weg bei strafrechtlichen Vorwürfen. Eindeutige Warnsignale sind:
* Falsche Absender: E-Mails kommen von privaten Adressen (GMX, Gmail, Web.de), nie von einer offiziellen BKA-Domain.
* Unübliche Kommunikation: Deutsche Behörden laden bei schweren Vorwürfen per Post vor, nicht per E-Mail.
* Zahlungsaufforderungen: Die Aufforderung, eine Geldsumme zu überweisen, um ein Verfahren abzuwenden, ist ein sicheres Betrugsmerkmal.
* Sprachliche Mängel: Oft finden sich unpersönliche Anreden, Grammatikfehler oder die Aufforderung, auf eine private E-Mail-Adresse zu antworten.
Das sollten Sie jetzt tun
Wer eine solche Mail erhält, muss besonnen handeln. So schützen Sie sich:
* Nicht reagieren. Antworten Sie nicht, rufen Sie keine angegebenen Nummern an.
* Nicht öffnen. Klicken Sie auf keinen Link und öffnen Sie keine Anhänge – sie könnten Schadsoftware enthalten.
* Löschen und melden. Markieren Sie die Mail als Spam, löschen Sie sie und erstatten Sie Anzeige bei der örtlichen Polizei oder Onlinewache. Schon der Versuch ist strafbar.
* Bei Schaden sofort handeln. Falls Sie bereits reagiert oder gezahlt haben, ist eine umgehende Anzeige unerlässlich.
Die Masche ist ein bekanntes, aber wandlungsfähiges Phänomen im Bereich Cyberkriminalität. Die Täter passen ihre Methoden ständig an, um glaubwürdiger zu wirken. Ihr Erfolg basiert auf der gezielten Ausnutzung von Angst und Autorität. Die beste Abwehr bleibt eine gesunde Skepsis gegenüber unerwarteten Drohungen per E-Mail.


