Bitcoin-ATMs, US-Behörde

Bitcoin-ATMs: US-Behörde warnt vor Betrugsflut

29.01.2026 - 06:27:12

Die US-Verbraucherschutzbehörde meldet einen massiven Anstieg von Betrugsfällen an Krypto-Geldautomaten. Besonders Senioren verlieren durch gezielte Anrufe hohe Summen, während erste Bundesstaaten Gegenmaßnahmen ergreifen.

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC schlägt Alarm: Betrug mit Kryptogeld-Automaten explodiert. Innerhalb von drei Jahren stiegen die gemeldeten Schäden um 1.000 Prozent. Besonders ältere Menschen werden gezielt in den Ruin getrieben.

Alarmierende Zahlen: 65 Millionen Euro Schaden in sechs Monaten

Das Ausmaß ist gewaltig. Allein in den ersten sechs Monaten 2024 meldeten Verbraucher Schäden von mehr als 65 Millionen Euro. Die durchschnittliche Summe, die ein Opfer verliert, liegt bei rund 10.000 Euro. Die Betrüger nutzen Tausende Bitcoin-Automaten in Supermärkten und Tankstellen als schnelle Abkassier-Station. Für die Opfer ist das Geld nach der Transaktion meist unwiederbringlich verloren.

Das perfide Muster: Panikmache per Telefon

Die Masche folgt einem bewährten, aber effektiven Drehbuch. Die Anrufer geben sich als Mitarbeiter des FBI, des Finanzamts (IRS) oder von Tech-Support-Firmen aus. Sie erzeugen künstlichen Druck: Ein Haftbefehl stehe bevor, das Bankkonto sei gehackt oder eine Rechnung dringend zu begleichen.

Unter diesem Druck weisen sie das Opfer an, Bargeld abzuheben und zu einem Bitcoin-Automaten zu gehen. Per Telefon geleitet, scannt das Opfer einen QR-Code des Betrügers. Sekunden später landet die gekaufte Kryptowährung in der digitalen Brieftasche der Kriminellen. Die Masche ist einfach, die Erfolgsquote hoch.

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Ältere Menschen im Visier: 85 Prozent der Gesamtschäden

Die Zahlen offenbaren eine brutale Zielgruppen-Strategie. Menschen über 60 sind dreimal so häufig betroffen wie jüngere. In Fällen, in denen das Alter bekannt war, entfielen 85 Prozent des gesamten verlorenen Geldes auf diese Altersgruppe. Die Kombination aus Autoritätsglaube, weniger Technik-Affinität und der erzeugten Panik macht sie besonders verwundbar. Für viele bedeutet der Betrug den Verlust lebenswichtiger Ersparnisse.

US-Bundesstaaten reagieren mit neuen Gesetzen

Während die Bundesbehörden warnen, gehen erste Bundesstaaten in die Offensive. In Alabama brachte eine Umfrage erschreckende Ergebnisse ans Licht: 64 Prozent der Nutzer von Krypto-Automaten gaben an, bereits Opfer von Betrug geworden zu sein. Die Antwort ist ein neuer Gesetzentwurf, der Warnhinweise auf den Geräten und tägliche Transaktionslimits vorschreibt.

Auch Washington State plant schärfere Regeln. Ein Gesetz soll den täglichen Umtausch auf 1.000 US-Dollar begrenzen und gut sichtbare Betrugswarnungen vorschreiben. Die Politik erkennt: Bloße Appelle reichen nicht aus. Der Handel an den Automaten muss selbst sicherer werden, um Opfern einen kritischen Moment der Besinnung zu verschaffen.

So schützen Sie sich: Skepsis ist der beste Schutz

Verbraucherschützer betonen eine einfache Regel: Keine seriöse Behörde verlangt je Zahlungen in Kryptowährung. Wer per Telefon unter Druck gesetzt wird, sofort Geld über einen Bitcoin-Automaten zu überweisen, sollte stutzig werden.

Der wichtigste Rat lautet: Legen Sie auf und rufen Sie die vermeintliche Institution über eine offizielle Telefonnummer zurück. Zahlen Sie nie auf Anweisung eines Dritten per Krypto-Automat. Im Zweifel gilt: Pausieren, nachdenken und die Identität des Anrufers unabhängig überprüfen. Wer betrogen wurde, sollte den Vorfall bei der lokalen Polizei und der FTC melden.

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