Bitcoin-ATMs, FBI

Bitcoin-ATMs: FBI meldet Betrugsrekord mit 333 Millionen Euro Schaden

04.01.2026 - 01:53:12

Der Schaden durch Betrug an Krypto-Geldautomaten stieg 2025 auf 333,5 Millionen Euro. Besonders ältere Menschen fallen auf raffinierte Telefontricks herein, was zu schärferen Regulierungen führt.

Kryptobetrug an Geldautomaten erreicht 2025 neuen Höchststand – vor allem Senioren werden Opfer raffinierter Tricks. Die Behörden fordern schärfere Regeln für die boomende Branche.

Die US-Bundespolizei FBI schlägt Alarm: Im vergangenen Jahr haben Betrüger an sogenannten Bitcoin-Automaten einen Rekordschaden von rund 333,5 Millionen Euro verursacht. Das geht aus aktuellen Daten hervor, die das FBI zwischen dem 1. und 3. Januar 2026 veröffentlichte. Trotz verschärfter Aufsicht beschleunige sich die kriminelle Aktivität an den geschätzt 45.000 Kryptoterminals in den USA weiter. Die Behörden sehen „keine Anzeichen für ein Nachlassen“ und fordern dringend strengere Kontrollen.

Schockierende Zahlen: Schaden explodiert um ein Drittel

Die Verluste durch Betrug an Bitcoin-Geldautomaten stiegen von Januar bis November 2025 auf etwa 333,5 Millionen Euro. Das bedeutet einen dramatischen Anstieg um rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr (250 Millionen Euro) und fast eine Verdreifachung im Vergleich zu 2023.

Kriminelle nutzen die Geschwindigkeit und Unumkehrbarkeit von Kryptotransaktionen schamlos aus. Während Überweisungen auf Bankkonten oft gestoppt oder rückgängig gemacht werden können, ist Bargeld an einem Bitcoin-Automaten innerhalb von Minuten in digitale Währung getauscht und im Wallet der Betrüger verschwunden – eine Rückholung ist praktisch unmöglich.

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Besonders besorgniserregend: Die durchschnittliche Schadenssumme pro Opfer ist gestiegen. Viele Menschen verlieren an einem einzigen Nachmittag ihre gesamten Ersparnisse. Das FBI warnt, dass die gemeldeten Summen nur die Spitze des Eisbergs darstellen dürften. Aus Scham oder Unkenntnis des Meldewegs zeige ein Großteil der Betroffenen die Straftaten nicht an.

Senioren im Visier: So funktionieren die Betrugsmaschen

Die aktuellen Berichte zeigen ein klares Muster: Vor allem ältere Menschen werden gezielt Opfer dieser Betrugsmaschen. In einigen Regionen liegt das Durchschnittsalter der Geschädigten bei 71 Jahren.

Die Täter agieren nach einem ausgeklügelten Drehbuch. Sie geben sich am Telefon als vertrauenswürdige Autoritätspersonen aus – etwa als Mitarbeiter der Sozialbehörde, der Bankbetrugsabteilung oder des technischen Supports. Den Opfern wird eingeredet, ihre Konten seien kompromittiert oder sie stünden unter Verdacht, in eine Straftat verwickelt zu sein. Zum „Schutz“ ihres Vermögens sollen sie dann Bargeld abheben und an einem bestimmten Bitcoin-Automaten einzahlen.

Vor Ort lassen sich die Geschädigten oft dazu überreden, einen QR-Code der Betrüger zu scannen. Dieser leitet die gekaufte Kryptowährung direkt in die digitale Brieftasche der Kriminellen. Verbraucherschützer betonen, dass die vertraute Umgebung der Automaten – oft in Supermärkten, Tankstellen oder Kiosken – den Opfern fälschlich Sicherheit vorgaukelt und sie anfälliger für den Betrug macht.

Regulierungsdruck wächst: Klagen und Transaktionslimits

Als Reaktion auf die Betrugswelle rollt eine Welle regulatorischer und rechtlicher Schritte durch die USA, die sich zu Beginn des Jahres 2026 noch verstärkt.

Ein prominenter Fall: Die Staatsanwaltschaft von Washington D.C. verklagte Ende 2025 den großen Kiosk-Betreiber Athena Bitcoin. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe von Transaktionen profitiert, von denen es wissen musste oder hätte wissen müssen, dass sie betrügerisch waren. Bis zu 93 Prozent der Transaktionen an den Automaten des Unternehmens in der Hauptstadt sollen mit Betrug in Verbindung stehen. Athena Bitcoin weist die Vorwürfe zurück und verweist auf klar sichtbare Warnhinweise für Nutzer.

Auch Bundesstaaten und Kommunen ziehen die Zügel an. In Kalifornien gilt seit Juli 2025 ein verschärftes Digitalgeld-Gesetz. Es führt eine Tageslimit von 1.000 Euro für Transaktionen an Krypto-Kiosken ein und verpflichtet Betreiber zu speziellen Lizenzen. Einige Städte wie Spokane im Bundesstaat Washington gehen weiter und haben Bitcoin-Automaten im Juni 2025 komplett verboten – mit Verweis auf die hohe Zahl betrogener Senioren.

Auf Bundesebene wird weiter über den „Crypto ATM Fraud Prevention Act 2025“ debattiert. Das Gesetz würde strengere Geldwäsche-Prüfungen und möglicherweise bundesweite Transaktionsobergrenzen vorschreiben.

Freiwillige Maßnahmen reichen nicht, warnen Experten

Die Branche der Krypto-Kioske steht vor einem entscheidenden Jahr. Die Betreiber betonen ihre Rolle als legitime Finanzdienstleister, die insbesondere Menschen ohne Bankkonto Zugang zu digitalen Zahlungen verschaffen. Sie verweisen auf Warnmeldungen auf den Bildschirmen und eingerichtete Support-Hotlines.

Cybersicherheitsexperten halten diese freiwilligen Maßnahmen jedoch für völlig unzureichend. Analysen der Daten von 2025 legen nahe: Ohne verpflichtende Wartefristen („Cooling-off“-Perioden) oder Echtzeit-Überwachungssysteme, die verdächtige Aktivitäten erkennen – wie etwa wiederholte Maximal-Einzahlungen durch eine ältere Person –, wird die Betrugsrate weiter steigen.

Für 2026 kündigen FBI und die US-Wettbewerbsbehörde FTC verstärkte Aufklärungskampagnen an. Banken werden aufgefordert, ungewöhnliche Bargeldabhebungen konsequenter zu hinterfragen, wenn der Verdacht besteht, ein Kunde könnte zu einem Krypto-Automaten gehen. Beobachter erwarten im laufenden Jahr einen Flickenteppich neuer Regelungen auf Bundesstaaten-Ebene. Diese könnten das Geschäftsmodell der Bitcoin-Automaten grundlegend verändern und die Betreiber in stärkere Haftung für die an ihren Maschinen verlorenen Gelder nehmen.

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