Biowetter, Kälteeinbruch

Biowetter heute: Kälteeinbruch und Tiefdruck setzen Gelenken zu

28.11.2025 - 11:34:12

Die aktuelle Wetterlage mit Sturm im Norden und Frost im Süden führt bei Arthrose- und Rheumapatienten zu deutlich verstärkten Gelenkschmerzen. Experten erklären die physiologischen Ursachen.

Millionen Menschen spüren es heute in den Knochen: Die aktuelle Wetterlage sorgt für massive Belastungen. Während im Norden stürmische Böen dominieren, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Süden vor Glatteis und strengem Frost. Eine Kombination, die Rheuma- und Arthrose-Patienten besonders zusetzt.

Der Blick aus dem Fenster verheißt wenig Gutes, und der erste Schritt aus dem Bett bestätigt die Befürchtung: Gelenke schmerzen, alte Narben ziehen, der Kopf dröhnt. Meteorologen melden eine hohe Gefährdung für Menschen mit rheumatischen Beschwerden und Herz-Kreislauf-Problemen. Die Kombination aus nasskaltem Tiefdruckeinfluss im Norden und klirrender Kälte im Süden stellt den Körper vor besondere Herausforderungen.

Tiefdruck und Frost verstärken Gelenkschmerzen massiv

Die biometeorologische Situation zeigt sich zweigeteilt – mit negativen Folgen für beide Landesteile. Besonders betroffen sind heute Menschen mit Arthrose und entzündlichen Gelenkserkrankungen.

Die Wetterlage führt bei sensiblen Personen zu spürbar verstärkten chronischen Schmerzen. Biowetter-Dienste melden verbreitet hohe Belastungen bei Schmerzempfindlichkeit und Migräneanfälligkeit.

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Experten erklären das Phänomen: Der fallende Luftdruck lässt das Gewebe minimal anschwellen. Was Gesunde nicht bemerken, erhöht bei Arthrose-Patienten den Druck auf entzündete Gelenkkapseln. Hinzu kommt der Kältereiz: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ziehen sich die Gefäße zusammen, die Durchblutung wird gedrosselt, Schmerzrezeptoren reagieren empfindlicher.

Auch das Herz-Kreislauf-System steht unter Druck. Menschen mit niedrigem Blutdruck leiden unter Schwindel und Müdigkeit, Bluthochdruck-Patienten müssen aufgrund der Kältereize mit Blutdruckspitzen rechnen.

Von Sturmböen bis Glatteiswarnung: Die regionale Lage

Norden und Nordwesten:
Die Ausläufer eines Sturmtiefs greifen mit milder, aber sehr feuchter Meeresluft über. Der DWD warnt an der Nordsee vor steifen bis stürmischen Böen, auf Helgoland und den Nordfriesischen Inseln drohen Sturmböen.

Der Windchill-Effekt lässt die gefühlten Temperaturen deutlich sinken. Diese nasskalte Witterung triggert besonders Fibromyalgie-Symptome und Phantomschmerzen.

Süden und Südosten:
Hier dominiert kalte Hochdruckluft. Der DWD warnt vor Frost und örtlicher Glätte. Besonders brisant: Gefrierender Regen sorgt für Glatteis. Die gefühlten Temperaturen können auf bis zu -10°C fallen – ein Auslöser für spastische Beschwerden und Muskelverspannungen.

Deutschlands Mitte:
Im Übergangsbereich zwischen Sturm und Frost schwanken die Bedingungen stark. Diese Schwankungen belasten das vegetative Nervensystem und äußern sich in Konzentrationsstörungen und allgemeiner Wetterfühligkeit.

Warum der Körper heute Alarm schlägt

An einem Tag wie heute, an dem Sturm und Frost gleichzeitig auf den Organismus einwirken, läuft die Thermoregulation auf Hochtouren. Für chronisch Kranke bedeutet das Schwerstarbeit.

Die drei Hauptfaktoren:

  • Gelenkflüssigkeit: Bei Kälte wird die Synovialflüssigkeit zäher. Das Gelenk läuft unrunder, die Reibung steigt, der Schmerz nimmt zu.
  • Durchblutung: Um die Kerntemperatur zu halten, drosselt der Körper bei Kälte die Durchblutung in den Extremitäten. Weniger Durchblutung bedeutet schlechteren Abtransport schmerzauslösender Stoffwechselprodukte.
  • Psychologie: Die dunkle Jahreszeit und das trübe Wetter senken den Serotoninspiegel. Dies kann die Schmerztoleranz herabsetzen – Schmerzen werden subjektiv stärker wahrgenommen.

Apothekerverbände berichten an solchen Tagen von erhöhter Nachfrage nach Schmerzsalben, Wärmepflastern und rezeptfreien Schmerzmitteln. Auch die Unfallchirurgien im Süden sind in erhöhter Alarmbereitschaft – Stürze sind bei Arthrose-Patienten eine gefürchtete Komplikation.

Besserung zum ersten Advent?

Wie geht es nach diesem schmerzhaften Freitag weiter? Die Wettermodelle deuten auf eine Milderung zum Advent hin. Das Wetter soll wechselhaft, aber weniger frostig werden. Mildere Luftmassen vom Atlantik könnten auch den Süden erreichen.

Dies würde Kälteschmerzen lindern, könnte aber durch den raschen Temperaturanstieg wiederum Kreislaufprobleme und Migräne begünstigen.

Was heute hilft: Warmhalten, ruckartige Bewegungen auf glattem Untergrund vermeiden und dem Körper Ruhe gönnen. Experten raten zu moderater Bewegung im Warmen – etwa Dehnübungen oder Schwimmen. Wer nach draußen muss, sollte dem Zwiebelprinzip folgen, um Auskühlung zu vermeiden.

Der heutige Tag ist ein Härtetest für alle Wetterfühligen. Doch das Wissen um die Ursachen kann helfen, die Beschwerden besser einzuordnen und mit angepasstem Verhalten schmerzfreier durch den Tag zu kommen.

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