Bio-Boom, Preisgrenze

Bio-Boom stößt an Preisgrenze: Nur 10 Prozent mehr sind drin

14.01.2026 - 13:23:12

Eine Untersuchung zeigt, dass die Mehrheit der Verbraucher zwar gesund einkaufen will, aber nur geringe Preisaufschläge akzeptiert. Discounter profitieren von dieser Entwicklung.

Die Deutschen wollen gesund einkaufen, aber kaum mehr dafür zahlen. Eine aktuelle Studie zeigt eine tiefe Kluft zwischen Gesundheitsbewusstsein und Zahlungsbereitschaft.

Berlin/München – Der Wille ist da, das Budget begrenzt. Eine heute veröffentlichte Untersuchung von Shopfully und YouGov offenbart das Dilemma der Verbraucher: 63 Prozent achten gezielt auf Bio und Gesundheit im Supermarkt. Doch für die Mehrheit endet die Nachhaltigkeit am Preis.

Die harte Schmerzgrenze der Kunden

Die Studie beziffert die Grenzen der Bio-Begeisterung genau. Für ein Drittel der Befragten kommt ein Aufpreis nicht in Frage. 40 Prozent akzeptieren maximal zehn Prozent mehr. Nur eine kleine Nische von 15 Prozent wäre bereit, bis zu einem Viertel mehr zu zahlen.

„Der Inflationsschock sitzt tief“, analysieren Branchenbeobachter. Der Reflex, Preise zu vergleichen, bleibt trotz stabiler Teuerungsraten dominant. Nachhaltigkeit muss bezahlbar sein.

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Discounter erobern den Bio-Markt

Wo wächst der Markt dann noch? Die Umsätze mit Bio-Lebensmitteln steigen auf Rekordniveau – Prognosen sahen für 2025 rund 18,7 Milliarden Euro voraus. Doch das Wachstum findet vor allem bei Aldi, Lidl und in Drogeriemärkten statt.

Diese profitieren von ihrer aggressiven Preisstrategie. Kunden wollen das Bio-Siegel, aber zum Eigenmarken-Preis. Der klassische Naturkostladen hat es in diesem Umfeld schwer. Drogerien verzeichneten zuletzt Bio-Wachstumsraten von fast 20 Prozent.

„Healthy-Label“ als Kauf-Trigger

Was bewegt die Kunden dann doch? Die Studie zeigt: Begriffe wie „Bio“, „Ohne Zusatzstoffe“ oder „Natürlich“ wirken stark. Über die Hälfte der Verbraucher lässt sich von solchen Claims leiten.

„Der Handel muss Vertrauen schaffen und den Nutzen klar kommunizieren – direkt am Regal“, sagt Julian Klein von Shopfully. Die Entscheidung fällt im Supermarkt: 70 Prozent kaufen ihre gesunden Produkte dort, nur ein Viertel geht in den Bioladen.

Junge Käufer setzen auf Siegel, nicht auf Marken

Gibt es Hoffnungsträger? Daten legen nahe, dass die 18- bis 29-Jährigen eine besondere Affinität zu Bio haben. Für fast die Hälfte von ihnen ist das Logo wichtiger als der Markenname.

Doch auch diese junge Zielgruppe hat oft ein begrenztes Budget. Ihre Loyalität gilt dem Versprechen „nachhaltig zum kleinen Preis“. Das setzt etablierte Bio-Hersteller unter Druck. Sie müssen ihren höheren Aufwand und faire Erzeugerpreise glaubhaft vermitteln.

2026 wird zum Jahr der Preiskämpfe

Was bedeutet das für das laufende Jahr? Der Verdrängungswettbewerb wird sich verschärfen. Da die Mehrheit nicht mehr als zehn Prozent Aufpreis akzeptiert, müssen alle Beteiligten reagieren.

  • Supermärkte werden ihre günstigen Bio-Eigenmarken weiter ausbauen.
  • Der Preisdruck wird in der Lieferkette an die Landwirte weitergegeben.
  • Markenhersteller müssen den emotionalen Mehrwert ihrer Produkte besser kommunizieren.

Das Fazit ist klar: Bio ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Aber es muss ein Massenprodukt bleiben – zu einem Preis, der an der Kasse nicht wehtut.

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