Beyond Meat Aktie: Klagewelle
31.01.2026 - 03:27:33Beyond Meat bekommt es erneut mit juristischem Gegenwind zu tun. Aktionäre haben eine geplante Sammelklage eingereicht und werfen dem Unternehmen vor, den Bedarf für eine größere Wertberichtigung zu spät offengelegt zu haben. Entscheidend ist dabei vor allem die Frage, ob Anleger dadurch ein zu positives Bild der Lage bekamen.
Wichtigste Punkte auf einen Blick:
– Sammelklage in Los Angeles (Bundesgericht) eingereicht
– Vorwurf: Notwendigkeit einer Wertberichtigung über langfristige Vermögenswerte verschwiegen
– Späterer Abschreiber: 77,4 Mio. US-Dollar
– Q3/2025-Verlust: 112,3 Mio. US-Dollar
– Kursreaktion laut Klage: -23% an einem Tag, später insgesamt -61% in wenigen Wochen
Was die Kläger Beyond Meat vorwerfen
Laut Reuters wurde die Klage am Freitag vergangener Woche vor einem Bundesgericht in Los Angeles eingereicht. Die Klägerseite wirft Beyond Meat vor, 2025 öffentlich vor allem Kostensenkungen und eine Verbesserung der Margen betont zu haben, ohne zugleich offenzulegen, dass möglicherweise eine erhebliche Wertberichtigung ansteht.
Konkret geht es um „long-lived assets“, also langfristige Vermögenswerte wie Produktionsanlagen, Ausrüstung und Leasingverträge. Aus Sicht der Kläger hätten diese Informationen früher kommuniziert werden müssen.
Nach Darstellung der Klage kam die Wahrheit im vergangenen Herbst ans Licht: Beyond Meat verschob zunächst die Veröffentlichung von Finanzzahlen und nahm dann eine Wertberichtigung von 77,4 Mio. US-Dollar vor. Diese belastete das Ergebnis im dritten Quartal 2025 deutlich und trug zu einem Quartalsverlust von 112,3 Mio. US-Dollar bei.
Kursrutsch als Kern der Sammelklage
Im Mittelpunkt stehen die Kursbewegungen nach den jeweiligen Offenlegungen. Laut Reuters fiel die Aktie vom Schlusskurs 2,84 US-Dollar am 23. Oktober 2025 auf 2,19 US-Dollar am 24. Oktober 2025 – ein Rückgang von rund 23%, nachdem das Unternehmen am Vortag vor einem möglichen Abschreiber gewarnt hatte.
Später ging es weiter abwärts: Nach offizieller Bekanntgabe der Wertberichtigung fiel die Aktie bis zum 12. November 2025 auf 1,12 US-Dollar. Das entspricht einem Minus von rund 61% gegenüber dem Schlusskurs vom 23. Oktober.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Beyond Meat?
Die Aktionäre um Mustafa Aljendan argumentieren, sie hätten zu künstlich überhöhten Kursen gekauft, weil Aussagen über die Aussichten des Unternehmens irreführend gewesen seien. Gefordert wird Schadenersatz in nicht bezifferter Höhe.
Operativ weiter unter Druck
Die Klage trifft Beyond Meat in einer Phase anhaltender finanzieller Schwierigkeiten. Im Q3-Bericht (veröffentlicht im November 2025) meldete das Unternehmen 70,2 Mio. US-Dollar Umsatz, 13,3% weniger als im Vorjahresquartal. In den USA gingen die Erlöse im selben Zeitraum um 21% zurück.
Zudem: Seit dem Börsengang 2019 hat Beyond Meat laut Reuters kein Jahresergebnis mit Gewinn ausgewiesen. Und der Umsatz steuert auf das vierte Jahr in Folge mit Rückgang zu.
Trotzdem versucht Beyond Meat, das Portfolio zu erweitern. Am 15. Januar 2026 startete das Unternehmen „Beyond Immerse“, ein pflanzenbasiertes Protein-Getränk in drei Geschmacksrichtungen (Peach Mango, Lemon Lime, Orange Tangerine) – der erste Schritt außerhalb des Kerngeschäfts mit Fleischalternativen.
Im Zusammenhang mit der Klage reagierte Beyond Meat laut Reuters zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Beyond Meat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Beyond Meat-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Beyond Meat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Beyond Meat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Beyond Meat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


