Bewegung bremst Alzheimer-Proteine im Gehirn
29.01.2026 - 21:22:12Schon 3.000 Schritte täglich können schädliche Tau-Proteine verlangsamen. Das belegt eine aktuelle Studie im Fachjournal Nature Medicine. Die Forschungsergebnisse bieten eine einfache Strategie gegen den kognitiven Abbau.
Die Analyse zeigt: Bei Menschen mit ersten Alzheimer-Anzeichen bremste mehr Bewegung den Tau-Anstieg in der Gedächtnisregion des Gehirns. Der größte Nutzen lag bei 5.000 bis 7.500 Schritten pro Tag. Mehr Schritte brachten kaum zusätzlichen Effekt.
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Warum Tau-Proteine so gefährlich sind
Bei Alzheimer verklumpen Tau-Proteine in den Nervenzellen. Diese Ablagerungen stören die Kommunikation im Gehirn und lassen Neuronen absterben. Die Folge ist der fortschreitende Gedächtnisverlust. Die Verlangsamung dieser Tau-Pathologie ist ein zentrales Ziel der Forschung.
Die aktuelle Studie liefert nun einen direkten Beleg beim Menschen: Bewegung wirkt genau auf diesen Prozess.
So lief die Langzeitstudie ab
Forschende begleiteten fast 300 kognitive gesunde Ältere über bis zu 14 Jahre.
* Sie erfassten die tägliche Schrittzahl objektiv mit Aktivitätstrackern.
* Mittels PET-Scans maßen sie die Protein-Ablagerungen im Gehirn.
* Das Ergebnis: Mehr Schritte gingen mit weniger Tau-Anstieg einher – besonders in der kritischen Temporallappen-Region.
„Diese Studie zeigt erstmals den direkten Effekt von Bewegung bei Menschen mit präklinischen Alzheimer-Veränderungen“, betonen Experten.
Bewegung schützt das Gehirn auf mehreren Ebenen
Der positive Effekt geht über die Tau-Reduktion hinaus. Regelmäßige Aktivität:
* Fördert die Durchblutung und versorgt das Gehirn besser mit Sauerstoff.
* Reduziert Entzündungen und setzt Wachstumsfaktoren frei.
* Trainiert kognitive Fähigkeiten wie Navigation und Orientierung.
Die Lancet-Kommission schätzt, dass bis zu 45 Prozent der Demenzfälle durch Lebensstilfaktoren beeinflussbar sind. Körperliche Aktivität ist dabei eine der wichtigsten Säulen.
Jeder Schritt zählt – auch die kleinen
Die Botschaft der Forschung ist klar: Das oft überwältigende Ziel von 10.000 Schritten ist nicht nötig. Schon moderate, aber regelmäßige Bewegung bietet einen messbaren Schutz für das Gehirn.
Die Erkenntnisse liefern eine niedrigschwellige, wissenschaftlich fundierte Empfehlung. Sie motiviert dazu, einfach anzufangen – jeder Schritt ist eine Investition in die kognitive Gesundheit.


