Betrugswelle in Tirol kostet Opfer Hunderttausende Euro
22.01.2026 - 09:40:12Eine Serie hochprofessioneller Betrugsfälle erschüttert derzeit Tirol. Innerhalb weniger Tage meldeten mehrere Opfer massive finanzielle Schäden. Besonders eine neue Masche, bei der bereits Geschädigte erneut ins Visier genommen werden, alarmiert die Ermittler.
Die perfide “Recovery Scam”-Falle
Eine besonders hinterlistige Methode wurde Mitte Januar bekannt. Ein 48-jähriger Tiroler verlor zunächst Geld in einem angeblichen Krypto-Investment über eine Dating-Plattform. Anschließend kontaktierten ihn vermeintliche Helfer, die sein Geld zurückholen wollten – gegen Vorauszahlungen. In seiner Verzweiflung überwies der Mann erneut einen sechsstelligen Betrag.
Diese als “Recovery Scam” bekannte Masche nutzt gezielt die Verzweiflung von Betrugsopfern aus. Die Täter sitzen oft im Ausland und arbeiten mit professionell gestalteten Webseiten.
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Systematische Täuschung im Außerfern und Innsbruck
Im Bezirk Reutte wurde eine 72-jährige Pensionistin über mehr als eineinhalb Jahre systematisch getäuscht. Die Täter bauten ein langfristiges Vertrauensverhältnis auf. Der Gesamtschaden liegt im niedrigen sechsstelligen Bereich.
Parallel dazu erbeuteten Kriminelle in Innsbruck durch eine gefälschte Krypto-Wallet-E-Mail rund 50.000 Euro von einer 32-Jährigen. Die Bandbreite der Methoden reicht von langfristiger psychologischer Manipulation bis zum technischen Schnellangriff.
Unternehmen und Senioren als leichte Ziele
Auch Unternehmen sind betroffen. In Hopfgarten im Brixental gelang Betrügern im Dezember ein Schlag gegen ein lokales Unternehmen. Durch eine gefälschte interne E-Mail wiesen sie einen Mitarbeiter an, 50.000 Euro auf auslandische Konten zu überweisen. Diese Methode ist als “CEO-Fraud” bekannt.
In Innsbruck überwies ein 79-jähriger Senior zwischen November und Januar mehrfach Geld auf europäische Auslandskonten. Geblendet von unrealistischen Renditeversprechen verlor er einen mittleren fünfstelligen Betrag.
KI und Krypto: Die neue Waffe der Betrüger
Die aktuelle Welle zeigt eine deutliche Professionalisierung. Kriminelle Netzwerke nutzen zunehmend KI-gestützte Kommunikation und täuschend echte Handelsplattformen. Oft bauen sie wochenlang Vertrauen auf, bevor sie zuschlagen – eine Methode, die als “Pig Butchering” bekannt ist.
Ein beunruhigender Trend ist die Nutzung von Kryptowährungen als Zahlungskanal. Diese Transaktionen sind schwerer nachzuverfolgen und kaum rückgängig zu machen. Banken haben ihre Warnsysteme zwar verschärft, doch wenn Kunden Überweisungen selbst autorisieren, sind die Möglichkeiten zum Eingreifen begrenzt.
Die Polizei warnt eindringlich vor Angeboten mit ungewöhnlich hohen Gewinnversprechen. Sie rät: Brechen Sie bei Verdacht sofort den Kontakt ab und erstatten Sie Anzeige – auch wenn die Scham groß ist.
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