Betrügerische Trading-Apps kapern Identitäten seriöser Firmen
12.01.2026 - 18:30:12Deutsche Anleger geraten zunehmend in die Falle raffinierter Betrugs-Apps, die über Messenger verbreitet werden. Die BaFin verschärft ihre Warnungen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ihre Alarmstufe erhöht. Grund ist eine Welle koordinierter Betrugsversuche, bei denen Kriminelle die Identitäten angesehener Finanzunternehmen kapern. Mit gefälschten Apps wie „NYLI“, „NYLIPLUS“ oder „PayDenPro“ locken sie ahnungslose Anleger in die Falle. Die Apps werden gezielt über WhatsApp- und Telegram-Gruppen verbreitet. Das Ziel ist nicht nur der Diebstahl von Geld, sondern auch von persönlichen Identitätsdaten für weitere Straftaten.
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Die Masche folgt einem psychologisch ausgeklügelten Drehbuch. Der erster Akt spielt in Messenger-Gruppen mit Namen wie „Cantor Akademie-10“. Hier erzeugen angebliche Experten mit gefälschten Erfolgsstorys gezielt Druck und Angst, eine Chance zu verpassen.
Im zweiten Schritt bauen die Täter Vertrauen auf, indem sie reale Firmenidentitäten missbrauchen. In aktuellen Fällen wurden die Namen der US-Investmentfirma Payden & Rygel und der Unternehmensgruppe Cantor Fitzgerald gestohlen. Sogar Profile echter Mitarbeiter werden kopiert. Fiktive Figuren wie ein gewisser „Leopold Schneider“ sollen die Glaubwürdigkeit untermauern und zum Download einer App überreden.
Den finalen Zug bildet die gefälschte Handels-App selbst. Sie ist das Herzstück des Betrugs.
Die perfide Falle der gefälschten Trading-Apps
Apps wie „PayDenPro“ oder „CDAfin“ sehen täuschend echt aus und sind oft in offiziellen Stores zu finden. Nach der Installation fordern sie zur Einzahlung auf ausländische Konten auf, um mit CFDs, Forex oder Kryptowährungen zu handeln. Die Oberfläche simuliert Gewinne und animiert zu weiteren Einzahlungen.
Der Betrug fliegt auf, sobald ein Anleger sein Geld abheben will. Auszahlungen werden verweigert. Stattdessen kommen Forderungen nach weiteren Zahlungen für angebliche Steuern, Gebühren oder Liquiditätsnachweise. Danach brechen die Täter den Kontakt ab – das Geld ist weg.
Identitätsdiebstahl: Die langfristige Gefahr
Die größte Gefahr liegt oft nicht im sofortigen Geldverlust. Um Konten zu eröffnen, locken die Betrüger Opfer zur Herausgabe sensibler Daten. Teilweise nutzen sie sogar Video-Ident-Verfahren aus, um Ausweisdokumente zu erbeuten.
Mit diesen Daten können im Namen der Geschädigten Bankkonten eröffnet oder Kredite aufgenommen werden. Die Folge sind langwierige rechtliche und finanzielle Probleme. Die BaFin warnt: Diese Angebote unterliegen keiner Aufsicht und haben keine Erlaubnis für den deutschen Markt.
Wachsendes Misstrauen der Verbraucher
Die Betrugswelle trifft auf einen sensiblen Markt. Laut einer Studie von Fico ist der Betrugsschutz für ein Drittel der deutschen Bankkunden das wichtigste Kriterium bei der Bankwahl – noch vor Kosten oder Nutzerfreundlichkeit. Identitätsdiebstahl wird als eine der größten Sorgen wahrgenommen.
Für die Finanzbranche unterstreichen die Vorfälle die kritische Bedeutung robuster „Know Your Customer“ (KYC)-Prozesse. Die Betrüger zeigen, dass selbst etablierte Verifizierungsmethoden angreifbar sind. Dies erfordert eine ständige technologische Nachrüstung der Sicherheitssysteme.
So können sich Anleger schützen
Die BaFin wird ihre Warnungen fortsetzen. Anleger müssen jedoch selbst wachsam sein. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen:
- Extreme Skepsis bei unaufgeforderten Investment-Angeboten, besonders über Messenger.
- Vor jeder Einzahlung die Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen, ob der Anbieter eine Erlaubnis hat.
- Nie unter Druck setzen lassen und keine sensiblen Daten wie Ausweiskopien oder Banking-Zugänge weitergeben.
- Bei Verdacht sofort den Kontakt abbrechen, keine weiteren Zahlungen leisten und Anzeige bei der Polizei erstatten. Eine Meldung an die BaFin hilft der Aufsicht.
Die Chancen, verlorenes Geld zurückzuholen, sind gering. Schnelles Handeln kann aber verhindern, dass gestohlene Identitätsdaten für weiteren Schaden missbraucht werden.
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