Betrüger, Zahlung

Betrüger täuschen Zahlung mit gefälschten Banking-Screenshots vor

23.01.2026 - 21:09:12

Eine raffinierte Betrugsmasche bringt Verkäufer bei Privatgeschäften um Geld und Ware. Täter zeigen gefälschte Screenshots aus Smartphone-Banking-Apps, um eine erfolgte Überweisung vorzutäuschen. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Methode.

Die Masche läuft oft über Kleinanzeigen-Portale ab. Nach der Einigung trifft man sich zur Übergabe. Der Käufer präsentiert dann einen täuschend echten Screenshot, der eine sofortige Überweisung anzeigt. Viele Verkäufer übergeben die Ware im Glauben, das Geld sei unterwegs. Es kommt jedoch nie an – der Beleg ist gefälscht.

Die Betrüger nutzen geschickt Zeitdruck und Alltagshektik aus. Oft wählen sie belebte Orte wie Bahnhöfe oder Einkaufszentren für die Übergabe. Dort soll der Trubel eine genaue Prüfung des Screenshots erschweren.

Anzeige

Gefälschte Banking‑Screenshots werden gezielt eingesetzt, um Verkäufer bei Kleinanzeigen zu täuschen. Das kostenlose Sicherheitspaket zeigt die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Ihr Android‑Smartphone – von sicheren Banking‑Einstellungen über App‑Prüfung bis zu Live‑Checks vor der Übergabe. Mit klaren Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen schützen Sie Ihre Konten und verhindern, dass Betrüger Sie mit falschen Überweisungsbelegen hereintäuschen. Jetzt kostenloses Sicherheitspaket für Android anfordern

Manchmal geben sich die Täter als Reisende in einer Notlage aus. Sie behaupten, Bargeld zu benötigen, und bieten eine sofortige Online-Überweisung an. Die gefälschten Bestätigungen sollen dann Vertrauen erwecken. Die Schadenssummen liegen häufig zwischen 1.000 und 2.000 Franken.

Diese Schutzmaßnahmen schützen Verkäufer wirksam

Der wichtigste Grundsatz lautet: Ware erst herausgeben, wenn das Geld sicher auf dem eigenen Konto ist. Ein Screenshot ist kein gültiger Zahlungsnachweis. Die Polizei rät zu diesen konkreten Schritten:

  • Eigenes Banking-Check: Verlangen Sie, den Geldeingang live in Ihrer eigenen Banking-App zu sehen. Moderne Echtzeit-Überweisungen machen das sofort möglich.
  • Sichere Bezahlsysteme nutzen: Bei Online-Plattformen bieten sich integrierte Bezahldienste an. Diese geben das Geld erst nach erhaltener Ware frei.
  • Zeitdruck ignorieren: Lassen Sie sich nicht hetzen. Ein dringender Käufer ist ein klassisches Warnsignal.
  • Daten schützen: Geben Sie niemals TANs oder Kreditkartendaten auf externen Seiten ein, die Ihnen per Link geschickt werden.

Warum diese Masche so gefährlich ist

Die Fälschungen sind Teil eines größeren Trends in der Cyberkriminalität. Täter passen ihre Methoden ständig an neue Technologien an. Diese Masche ist besonders perfide, weil sie das grundlegende Vertrauen zwischen Privatpersonen ausnutzt.

Sie macht sich eine Schwachstelle zunutze: die zeitliche Lücke zwischen Überweisungsauftrag und endgültiger Gutschrift. Selbst eine tatsächlich getätigte Überweisung kann in manchen Fällen noch storniert werden. Der einzig sichere Beweis bleibt der verbuchte Betrag auf dem eigenen Konto.

@ boerse-global.de