Betrüger, Jahresstart

Betrüger nutzen Jahresstart für neue Phishing-Welle

07.01.2026 - 05:04:12

Verbraucherschützer und Finanzaufsicht warnen vor einer neuen Qualität von Betrugsangriffen zu Jahresbeginn, darunter gefälschte SMS von Banken und unseriöse Festgeldangebote.

Eine massive Betrugswelle rollt zum Jahresstart 2026 über Deutschland. Verbraucherschützer und Finanzaufsicht warnen vor einer perfiden Kombination aus gefälschten Sicherheits-SMS und dubiosen Festgeld-Portalen. Besonders Kunden der Consorsbank und Targobank stehen im Fokus.

Die Kriminellen nutzen den Zeitpunkt, an dem viele Verbraucher ihre Finanzen ordnen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Verbraucherzentralen melden eine neue Qualität der Angriffe. Statt schlechter E-Mails setzen die Täter vermehrt auf SMS und Messenger-Dienste.

“Smishing”-Alarm: Gefälschte Bank-SMS im Umlauf

Das Phishing-Radar schlägt seit dem 6. Januar Alarm. Im Visier stehen vor allem Kunden großer Direktbanken.

Unter dem Deckmantel der Consorsbank behaupten massenhaft versendete Nachrichten, das “SecurePlus-Verfahren” werde eingestellt. Ein Link soll zur Datenaktualisierung führen – doch er endet auf einer täuschend echten Fake-Website.

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Parallel läuft eine Kampagne gegen Targobank-Kunden. Hier nutzen Betrüger das Szenario angeblicher “ungewöhnlicher Aktivitäten”. Kurze Fristsetzungen erhöhen den psychologischen Druck.

Wichtig: Echte Banken fordern niemals per SMS oder E-Mail auf, sensible Daten wie PINs oder TANs über einen Link einzugeben.

BaFin warnt vor gefälschten Festgeld-Portalen

Während “Smishing” Zugangsdaten abgreift, zielt eine zweite Masche direkt auf das Ersparte: der Anlagebetrug mit vermeintlichem Festgeld.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt aktuell vor mehreren Anbietern:
* AjiRock Credit Union (ajirockcreditunion.com) bietet unerlaubte Bankgeschäfte an.
* BKM Markets (bkm-markets.com) steht wegen unerlaubter Finanzdienstleistungen im Fokus.
* Saxocapital (saxocapital.io) ködert Anleger oft über soziale Medien.

Die Masche ist perfide: Es werden Zinsen knapp über dem Marktdurchschnitt versprochen – glaubwürdig genug, um Gier zu wecken. Nach der Überweisung bricht der Kontakt ab.

Die perfide “Finanzagenten”-Falle

Ein beunruhigender Trend ist die Rekrutierung unwissender Helfer für Geldwäsche. Die BaFin warnte am 1. Januar explizit vor der Website franke-it.solutions.

Hier locken vermeintliche Jobangebote als “Finanzagent”. Die Aufgabe: Gelder – oft aus Phishing-Angriffen – über das private Konto empfangen und weiterleiten. Wer sich darauf einlässt, riskiert Schadensersatzklagen und eine Anzeige wegen Geldwäsche.

KI macht Betrug schwerer erkennbar

Das BSI weist darauf hin, dass Künstliche Intelligenz die Bedrohungslage verschärft. Betrüger nutzen KI für fehlerfreie Texte und täuschend echte Websites in Rekordzeit.

Die gefälschten Seiten erkennen sogar, ob der Nutzer mobil oder am Desktop zugreift. Sie passen das Design an, um Sicherheitsmerkmale des Browsers auszublenden.

Was Verbraucher jetzt wissen müssen

Experten rechnen damit, dass die “Smishing”-Welle in den kommenden Wochen anhält. Viele Banken aktualisieren zum Jahresbeginn tatsächlich ihre AGB – die perfekte Tarnung für Kriminelle.

Für 2026 wird zudem eine Zunahme von “Deepfake”-Anrufen erwartet. Dabei imitiert KI die Stimme von Bankmitarbeitern oder sogar Angehörigen.

Die goldene Regel: Bei jedem unerwarteten Kontakt, der finanzielle Handlungen fordert, extrem skeptisch sein. Im Zweifel den Vorgang immer über die offizielle Bank-App oder manuell eingegebene Webadresse verifizieren.

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