Betrüger, Compliance-Warnungen

Betrüger nutzen gefälschte Compliance-Warnungen für Phishing

24.01.2026 - 01:52:12

Kriminelle verschicken gefälschte Warnungen vor Kontosperrungen, um an Banking-Daten zu gelangen. Die Masche ist besonders glaubwürdig, da sie auf echten gesetzlichen Pflichten der Banken aufbaut.

Eine neue Welle von Betrugsversuchen zielt auf Mobile-Banking-Nutzer ab. Kriminelle verschicken gefälschte Warnungen vor angeblichen Compliance-Sperren, um an Kontodaten zu gelangen. Die Masche ist besonders perfide, weil sie auf echten gesetzlichen Pflichten der Banken aufbaut.

So funktioniert die neue Phishing-Masche

Die Betrüger versenden E-Mails und SMS, die täuschend echt wirken. Sie behaupten, eine sofortige Überprüfung der Kundendaten sei aus Compliance-Gründen – etwa zur Geldwäschebekämpfung – zwingend. Wer nicht sofort reagiere, dem drohe die Kontosperrung. Die Nachrichten enthalten Links zu gefälschten Banking-Seiten.

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Die Masche nutzt aus, dass Banken tatsächlich bei Verdacht sperren müssen. Das macht die Warnungen glaubwürdig. Die Phishing-Seiten imitieren das Design der echten Bank und fordern zur Eingabe von:
* Anmeldedaten und Passwörtern
* Transaktionsnummern (TANs)

Mit diesen Daten tätigen die Täter dann Überweisungen.

Diese Warnsignale sollten Sie kennen

Echte Banken fordern Sie niemals per E-Mail oder SMS zur Eingabe sensibler Daten auf. Typische Merkmale der Betrugsversuche sind:
* Unpersönliche Anreden wie “Sehr geehrter Kunde”
* Rechtschreib- und Grammatikfehler
* Eine Absenderadresse, die der echten Bank-Domain nur ähnelt
* Der dringende Aufruf, einem Link zu folgen

Jede Nachricht, die mit sofortiger Sperrung droht und zum Klicken drängt, ist höchst verdächtig.

So schützen Sie sich wirksam

Der beste Schutz kombiniert technische Vorsicht mit Aufmerksamkeit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt:
* Nutzen Sie ausschließlich die offizielle App Ihrer Bank.
* Halten Sie die Banking-App und Ihr Smartphone-Betriebssystem immer aktuell.
* Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) mit modernen TAN-Verfahren.
* Führen Sie Bankgeschäfte nie über öffentliche WLAN-Netzwerke durch.
* Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen.

Was tun im Verdachtsfall?

Sollten Sie auf einen Betrugsversuch hereingefallen sein, handeln Sie sofort:
1. Kontaktieren Sie Ihre Bank über die offizielle Telefonnummer und lassen Sie das Konto sperren.
2. Ändern Sie alle betroffenen Passwörter.
3. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und sichern Sie Beweise wie Screenshots.

Je nach Umstand können Sie den finanziellen Schaden von der Bank erstattet bekommen, sofern keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

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