Betrüger locken Studenten mit gefälschten Jobangeboten
21.01.2026 - 07:53:12Eine neue Welle raffinierter Phishing-Angriffe zielt auf Schüler und Studierende. Die Betrüger ködern mit verlockenden, aber gefälschten Stellenausschreibungen, um persönliche Daten und Geld zu stehlen. Hochschulen und Cybersicherheitsexperten warnen eindringlich vor den immer überzeugenderen Methoden.
Besonders zu Jahresbeginn, wenn viele junge Menschen nach Nebenjobs oder Praktika suchen, ist die Gefahr groß. Die Täter geben sich dabei als echte Hochschulabteilungen, Professoren oder renommierte Unternehmen aus. Ihr Ziel: Sie wollen an sensible Daten gelangen oder die Opfer zu Komplizen in kriminellen Machenschaften machen.
So funktionieren die modernen Jobfallen
Die aktuellen Phishing-Angriffe sind vielschichtig und tückisch. Oft beginnen sie mit E-Mails, die scheinbar von der offiziellen Hochschuldomain oder einem vertrauenswürdigen Dozenten stammen. Darin werden Studierende zu perfekt klingenden Stellen wie „Remote-Personalassistent“ eingeladen.
Eine gängige Masche ist der gefälschte Scheck. Nach einer oft nur scheinbaren „Einstellung“ erhält das Opfer einen wertlosen Scheck. Es soll ihn einlösen und einen Teil des Geldes für angebliche Arbeitsmaterialien überweisen. Wenn die Bank den Betrug bemerkt, hat der Studierende bereits eigenes Geld an die Kriminellen geschickt und haftet für den vollen Betrag.
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Eine andere Methode zielt direkt auf Datenabgriffe. Die Bewerbung führt auf eine gefälschte Website, die wie ein seriöses Unternehmensportal aussieht. Dort werden unter dem Vorwand von „Einstellungsunterlagen“ Sozialversicherungsnummer, Führerscheindaten und Bankinformationen abgefragt – alles, was für Identitätsdiebstahl nötig ist.
Hochschulen in Alarmbereitschaft
Bildungseinrichtungen sind aufgrund ihrer großen, wechselnden Nutzerbasis und wertvollen Daten ein lukratives Ziel für Cyberkriminelle. Erst am 15. Januar warnte die südafrikanische Tshwane University of Technology (TUT) vor einem starken Anstieg von Betrugsversuchen während der Immatrikulationsphase.
Die Bedrohungslage ist allgemein angespannt. Ein Cyberangriff auf eine Schule in Großbritannien Anfang Januar legte dort für zwei Wochen alle digitalen Dienste lahm. Die Monroe University in New York musste über 320.000 Personen darüber informieren, dass ihre persönlichen Daten bei einem Netzwerkangriff Ende 2024 gestohlen wurden.
Diese Vorfälle zeigen: Hochschulen sind ein attraktives Ziel für Ransomware-Gruppen wie Qilin und INC Ransom, die in den letzten sechs Monaten besonders aktiv waren.
Vom Opfer zum unfreiwilligen Komplizen
Besonders alarmierend ist ein neuer Trend: Gefälschte Jobanzeigen rekrutieren junge Menschen direkt für Cyberkriminalität. Berichte aus Januar 2026 deuten darauf hin, dass scheinbar harmlose Stellenangebote mit schnellem Geld und flexiblen Stunden tatsächlich für Erpressungssoftware-Operationen anwerben.
Die Anzeigen locken Studierende in Rollen, in denen sie etwa Social-Engineering-Anrufe tätigen. Die Bezahlung erfolgt oft in Kryptowährung, um die Spur zu verwischen. Was als einfacher Online-Job beginnt, kann schwere rechtliche Konsequenzen bis hin zu Gefängnisstrafen nach sich ziehen. Die Betrüger verwandeln so das Opfer zum Täter.
Warum Studierende im Visier stehen
Mehrere Faktoren machen Schüler und Studierende besonders verwundbar. Sie sind oft auf der Suche nach ihrem ersten Job oder einem flexiblen Nebenjob und daher offener für unerwartete Angebote. Ihre mangelnde Berufserfahrung erschwert es, die Warnsignale eines Betrugs zu erkennen.
Die weit verbreitete Nutzung von Hochschul-E-Mail-Konten und Online-Jobbörsen gibt den Betrügern zudem einen direkten und glaubwürdig wirkenden Kanal. Der Druck, einen Job zur Finanzierung des Studiums zu finden, spielt den Kriminellen zusätzlich in die Hände.
Laut dem Better Business Bureau sind Jobbetrügereien allgegenwärtig: Schätzungsweise 14 Millionen Menschen werden jährlich damit konfrontiert, der direkte Schaden beläuft sich auf zwei Milliarden Dollar. Studierende und Arbeitssuchende gehören zur Hauptzielgruppe.
Digitale Aufklärung als beste Verteidigung
Cybersicherheitsexperten rechnen damit, dass die Betrugsmaschen mit Hilfe von KI noch personalisierter und überzeugender werden. Hochschulen verstärken daher ihre Aufklärungsarbeit.
Wichtige Tipps für Studierende:
* Quelle prüfen: Unternehmen unabhängig über offizielle Kanäle kontaktieren, um ein Jobangebot zu verifizieren.
* Unerwartete Kontakte skeptisch sehen: Unaufgeforderte Jobangebote per E-Mail oder Social Media, die zu gut klingen, um wahr zu sein, sind höchst verdächtig.
* Nie im Voraus zahlen: Seriöse Arbeitgeber verlangen kein Geld für Ausbildung, Equipment oder Bewerbungsgebühren.
* Persönliche Daten schützen: Sozialversicherungsnummer oder Bankdaten gehören nicht in die erste Bewerbungsphase.
* Auf Warnsignale achten: Schlechte Rechtschreibung, private E-Mail-Adressen (wie Gmail) und sofortiger Handlungsdruck deuten auf Betrug hin.
Verdächtige Angebote sollten bei der IT- oder Karriereberatung der Hochschule, der Plattform, auf der sie geschaltet wurden, und bei der zuständigen Strafverfolgungsbehörde gemeldet werden.
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