Betrüger, Wohngeld-Portalen

Betrüger locken mit gefälschten Wohngeld-Portalen in Abofallen

27.01.2026 - 00:10:12

Kriminelle nutzen die mobile Suche nach Sozialleistungen wie Wohngeld aus, um Bürger auf täuschend echte Portale zu locken und teure Abonnements zu erschleichen.

Kriminelle nutzen die digitale Behördensuche aus, um Bürger in teure Abonnements zu locken. Besonders bei der mobilen Suche nach Anträgen für Sozialleistungen wie Wohngeld tappen viele in die Falle. Statt auf der Seite der Kommune landen sie auf täuschend echten Portalen privater Anbieter.

Verbraucherschützer warnen seit Langem vor dieser Masche. Die Betrüger zielen gezielt auf Menschen in finanziell angespannten Situationen ab. Ihre professionell gestalteten Seiten erscheinen in Suchmaschinen oft weit oben und imitieren offizielle Antragsportale. Auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm sind die verräterischen Details besonders schwer zu erkennen.

So funktioniert der Abo-Trick

Die Vorgehensweise ist raffiniert: Wer mobil nach “Wohngeld online beantragen” sucht, stößt auf Seiten, die schnelle Hilfe versprechen. Offiziell wirkende Logos und Formulierungen sollen Seriosität vortäuschen. Nutzer werden aufgefordert, persönliche Daten einzugeben.

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Viele Betroffene erkennen die Tricks der Abo-Portale zu spät. Kriminelle nutzen psychologische Täuschungen und versteckte Kosten, sodass auch erfahrene Nutzer in Fallen tappen. Ein kostenloses Anti-Phishing-Paket erklärt in vier Schritten, wie Sie gefälschte Behördenseiten erkennen, typische Manipulationstaktiken entlarven und sich vor ungewollten Abbuchungen schützen. Ideal für alle, die online Anträge stellen oder sensible Daten eingeben. Anti-Phishing-Paket jetzt kostenlos herunterladen

Der entscheidende Haken liegt im Verstecken der Kosten. Der Preis für ein monatliches Abonnement steht oft nur unauffällig am Rand oder in winziger Schrift. Der Absende-Button trägt Beschriftungen wie “Jetzt beantragen”. Der rechtlich nötige Hinweis “kostenpflichtig bestellen” wird dagegen leicht übersehen. So schließen Nutzer unwissentlich einen teuren Vertrag – einen gültigen Antrag stellen sie nicht.

Ein Fall zeigt das ganze Ausmaß

Ein Lehrstück aus dem Jahr 2024 war die Seite “online-wohngeld.de”. Tausende Bürger gingen der Firma SSS Software Special Service GmbH auf den Leim. Diese erstellte lediglich formlose Schreiben und leitete sie an das falsche Ministerium weiter. Für diesen nutzlosen Service kassierte sie rund 30 Euro.

Die Folgen für Betroffene waren doppelt bitter: Sie verloren nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Zeit. Denn Wohngeld wird erst ab dem Monat der Antragstellung bei der korrekten Stelle gezahlt. Obwohl diese spezielle Seite nicht mehr aktiv ist, tauchen ständig neue Portale mit derselben Masche auf.

So schützen Sie sich vor den Fake-Portalen

Experten von Polizei und Verbraucherschutz raten zu erhöhter Vorsicht. Diese Punkte helfen, unseriöse Angebote zu erkennen:

  • URL prüfen: Offizielle Behördenseiten enden meist auf “.de” und enthalten oft den Namen der Stadt oder Gemeinde. Misstrauen Sie ungewöhnlichen Domain-Endungen.
  • Impressum checken: Fehlt das Impressum oder sind die Angaben lückenhaft, ist das ein klares Warnsignal.
  • Kostenfreiheit beachten: Anträge auf staatliche Sozialleistungen sind grundsätzlich kostenlos. Private Anbieter, die dafür Gebühren verlangen, sind fast immer unseriös.

Was tun, wenn es schon passiert ist?

Wer bereits in die Falle getappt ist, sollte schnell handeln. Widerrufen Sie den Vertrag schriftlich und erteilen Sie Ihrer Bank einen Widerspruch gegen die Einzugsermächtigung. Holen Sie sich Unterstützung bei einer Verbraucherzentrale.

Wichtig: Den eigentlichen Wohngeldantrag müssen Sie umgehend bei Ihrer kommunalen Wohngeldstelle nachholen. Melden Sie die betrügerische Webseite außerdem bei der Polizei und dem Suchmaschinenbetreiber. So schützen Sie vielleicht andere vor dem gleichen Schaden.

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@ boerse-global.de