Betrüger, Anleger

Betrüger locken Anleger mit gefälschten Festgeld-Angeboten

18.01.2026 - 22:10:12

Finanzaufsicht warnt vor professionellen Betrugsmaschen mit gefälschten Banken-Webseiten. Kriminelle nutzen attraktive Zinsen, um Anleger beim Mobile Banking zu täuschen und Geld abzugreifen.

Finanzaufsicht und Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Welle professioneller Betrugsversuche. Kriminelle ködern Anleger mit attraktiven Festgeld-Zinsen auf gefälschten Webseiten und Vergleichsportalen. Die perfide Masche zielt gezielt auf Nutzer von Mobile Banking ab.

So funktioniert die perfide Masche

Die Betrüger locken ihre Opfer über Werbung in sozialen Medien, Messenger-Dienste oder manipulierte Suchergebnisse auf täuschend echte Plattformen. Diese kopieren die Internetauftritte seriöser Banken oder Finanzvermittler. Das Ziel: das Vertrauen der Anleger gewinnen.

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  • Die angebotenen Zinsen liegen knapp über dem Marktdurchschnitt – hoch genug, um Interesse zu wecken, aber nicht so utopisch, dass sie sofort misstrauisch machen.
  • Nach der Kontaktaufnahme erhalten die Opfer gefälschte Vertragsunterlagen.
  • Die finale Aufforderung: eine Überweisung auf ein Konto mit meist ausländischer IBAN. Das Geld landet dann direkt bei den Kriminellen.

Diese Warnsignale sollten Sie kennen

Wie können Anleger die Falle erkennen? Behörden wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nennen klare Alarmzeichen.

Ein zentraler Hinweis ist das Fehlen einer ordnungsgemäßen Legitimationsprüfung. Seriöse Banken sind gesetzlich verpflichtet, die Identität per Video- oder Post-Ident-Verfahren zu prüfen. Betrüger begnügen sich oft mit einer einfachen Ausweiskopie. Zudem bauen sie Druck auf, indem sie mit “nur kurzfristig verfügbaren” Angeboten locken.

Vor einer Investition ist eine gründliche Prüfung unerlässlich:
* BaFin-Datenbank: Hat der Anbieter eine Erlaubnis für Deutschland?
* Impressum: Ist es vollständig und plausibel?
* Internetrecherche: Finden sich Warnungen oder Erfahrungsberichte?

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es das meist auch.

Was tun, wenn das Geld schon weg ist?

Seit Oktober 2025 hilft der verpflichtende IBAN-Namensabgleich. Banken müssen prüfen, ob Empfängername und Kontoinhaber übereinstimmen. Weist Ihre Bank auf eine Abweichung hin, stoppen Sie die Überweisung sofort.

Haben Sie bereits Geld überwiesen und vermuten einen Betrug, müssen Sie schnell handeln:
1. Bank kontaktieren: Versuchen Sie, die Zahlung zu stoppen.
2. Polizei einschalten: Erstatten Sie umgehend Strafanzeige.
3. Beweise sichern: Heben Sie alle E-Mails, Chats und Dokumente auf.

Die Chancen, das Geld zurückzuerhalten, sind zwar oft gering. Schnelles Handeln ist aber die einzige Möglichkeit.

Warum die Betrugswelle jetzt zunimmt

Die Landeskriminalämter melden steigende Fallzahlen und Schäden in Millionenhöhe. Die Täter agieren international und sind psychologisch geschickt. Ihre Methoden werden ständig perfider.

Diese Entwicklung bedroht nicht nur einzelne Sparer, sondern untergräbt das Vertrauen in digitale Finanzdienstleistungen insgesamt. Die effektivste Waffe dagegen bleibt Aufklärung. Wer die typischen Maschen und Warnsignale kennt, macht es den Betrügern deutlich schwerer.

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