Betrüger, Polizisten

Betrüger geben sich als Polizisten aus und fordern Geld

29.01.2026 - 06:13:12

Betrüger geben sich als Polizei aus und fordern unter Drohungen Geld für angebliche versäumte Jury-Pflichten. Die Zahl der Meldungen ist zuletzt stark gestiegen.

Eine neue Welle aggressiver Telefonbetrügereien erschüttert die USA. Die Anrufer geben sich als Polizisten oder Gerichtsbeamte aus und fordern unter Androhung sofortiger Verhaftung Geld für angebliche versäumte Jury-Pflichten.

Die Masche ist einfach, aber wirkungsvoll: Ein angeblicher Sheriff oder Detective informiert das Opfer telefonisch über einen Haftbefehl wegen Nichterscheinens bei der Jury-Pflicht. Nur eine sofortige Zahlung könne die Verhaftung verhindern. Die Betrüger nutzen echte Namen lokaler Beamter und manipulieren die Rufnummernanzeige, um seriös zu wirken. In den letzten 72 Stunden ist die Zahl der Meldungen stark gestiegen.

Druck, Drohungen und nicht nachverfolgbare Zahlungen

Die Täter setzen auf Angst und Zeitdruck. Sie verbieten dem Opfer, das Gespräch zu beenden oder Dritte zu kontaktieren, und fordern die Zahlung über nicht rückverfolgbare Kanäle. Dazu zählen Überweisungsdienste wie Western Union, Prepaid-Gutscheinkarten, Zahlungs-Apps wie Zelle oder Kryptowährungen. Echte Behörden fordern niemals Geld per Telefon für angebliche Strafen ein.

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„Das ist ein absolutes Warnzeichen“, betonen Ermittler. „Kein Gericht und keine Polizeibehörde wird Sie jemals auffordern, iTunes-Karten zu kaufen, um einen Haftbefehl zu löschen.“ In einigen Fällen wurden den Opfern bereits mehrere tausend Dollar abgepresst.

Immer dreister: Die perfekte Tarnung

Die Betrüger werden immer dreister. In Jackson County gab sich ein Anrufer als ein real existierender Detective-Sergeant der örtlichen Sheriff-Behörde aus. In Okanogan County erfanden die Täter einen Sergeant samt Dienstnummer, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.

Oft haben sie bereits persönliche Daten der Opfer wie Adresse oder Geburtsdatum parat. Doch offizielle Mitteilungen zur Jury-Pflicht erfolgen fast ausschließlich per Post. Jeder unerbetene Anruf oder E-Mail mit Zahlungsaufforderung ist höchst verdächtig.

Warum die Masche immer wieder funktioniert

Das „Jury Duty“-Scam nutzt das Pflichtgefühl der Bürger und die Angst vor dem Gesetz. Viele wissen, dass das Ignorieren einer Vorladung Konsequenzen haben kann. Die Betrüger schaffen eine Hochdruck-Situation, in der das Opfer glaubt, sofort handeln zu müssen.

Besonders gefährdet sind Seniorinnen und Senioren sowie Migranten, die mit dem Justizsystem weniger vertraut sind oder Autoritätsfiguren gegenüber besonders respektvoll sind. Die Technik der Rufnummernmanipulation macht es zudem fast unmöglich, einen echten von einem gefälschten Anruf zu unterscheiden.

So schützen Sie sich vor den Betrügern

  • Einfach auflegen. Legen Sie sofort auf, wenn ein Unbekannter Geld für angebliche Jury-Pflichten fordert.
  • Keine Daten preisgeben. Geben Sie niemals Sozialversicherungsnummern, Kreditkartendaten oder Bankinformationen am Telefon heraus.
  • Zahlungsart als Alarmsignal. Geschenkkarten, Überweisungen oder Krypto sind sichere Hinweise auf einen Betrug.
  • Selbst prüfen. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie das zuständige Gericht direkt über eine offizielle Nummer von dessen Website an.
  • Anzeige erstatten. Melden Sie den Vorfall bei Ihrer örtlichen Polizei und der US-Handelsaufsicht FTC.
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