Betriebsrente: Höhere Freigrenzen ab sofort in Kraft
13.01.2026 - 23:09:12Ab Januar 2026 können Beschäftigte mehr Geld steuer- und sozialversicherungsfrei in ihre betriebliche Altersvorsorge (bAV) einzahlen. Die neue monatliche Freigrenze liegt bei 338 Euro – ein deutlicher Sprung, der für viele ein Plus auf dem Gehaltszettel und im Rententopf bedeutet.
Grundlage für die Anhebung ist die gestiegene Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie beträgt 2026 nun 8.450 Euro im Monat. Von diesem Wert können Arbeitnehmer vier Prozent, also 338 Euro monatlich, per Entgeltumwandlung in ihre bAV einzahlen, ohne dass darauf Sozialabgaben fällig werden.
Noch größer ist der steuerliche Vorteil: Bis zu acht Prozent der Bemessungsgrenze, also 676 Euro im Monat, können komplett von der Einkommensteuer befreit werden. Allerdings gilt die Sozialversicherungsfreiheit nur für die ersten 338 Euro. Diese Regelung macht die betriebliche Altersvorsorge zu einem der effizientesten Instrumente für die private Vorsorge.
Viele Beschäftigte wissen nicht, wie die neuen Grenzwerte ihre Nettolöhne und bAV-Sparraten beeinflussen — gerade die Sozialversicherungsfreiheit der ersten 338 Euro ist entscheidend. Unser kostenloser Download erklärt verständlich die Beitragsbemessungsgrenze, zeigt Rechenbeispiele (inkl. 338 €/Monat und der 676 €-Steuergrenze) und hilft Ihnen, sofort die besten Entgeltumwandlungs‑Schritte zu planen. Ideal für Personaler, Betriebsräte und Arbeitnehmer. Der Leitfaden ist als PDF gratis verfügbar und sofort downloadbar. Jetzt die Beitragsbemessungsgrenzen‑Übersicht herunterladen
Mehr Netto für Arbeitnehmer, attraktivere Jobs für Arbeitgeber
Die höheren Freigrenzen bringen konkrete finanzielle Vorteile. Wer den vollen Betrag von 338 Euro umwandelt, spart sofort Steuern und Sozialabgaben. Mehr Brutto fließt direkt in die langfristige Altersvorsorge – und profitiert vom Zinseszinseffekt.
Für Unternehmen bleibt die bAV ein zentraler Baustein im Employer Branding. Sie unterstützen die finanzielle Sicherheit ihrer Mitarbeiter und sparen zugleich ihren Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungen. Zudem sind sie verpflichtet, die Entgeltumwandlung mit mindestens 15 Prozent zu bezuschussen. Durch die höheren Grenzwerte kann auch dieser Zuschuss steigen und das Altersvermögen der Beschäftigten weiter stärken.
Was Beschäftigte jetzt tun sollten
Die neuen Grenzen gelten für alle gängigen Durchführungswege wie Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds. Experten raten Arbeitnehmern mit bestehenden Verträgen, ihre aktuellen Beitragshöhen zu prüfen. Eine Beratung durch die Personalabteilung oder einen unabhängigen Finanzberater kann helfen, die Entgeltumwandlung optimal an die neuen Möglichkeiten anzupassen.
Während die jährliche automatische Anpassung der Grenzwerte positiv aufgenommen wird, gibt es in der Politik weiterhin Diskussionen über eine grundlegende Reform. Im Fokus stehen vor allem eine Vereinfachung der bAV und höhere Teilnahmequoten in kleinen und mittleren Unternehmen.
Ausblick: Die Säule der betrieblichen Vorsorge wächst
Die regelmäßige Erhöhung der Freigrenzen zeigt eine klare politische Richtung: Die private Vorsorge soll die gesetzliche Rente ergänzen. Angesichts des demografischen Wandels gewinnt diese zweite Säule immer mehr an Bedeutung.
Das Jahr 2026 bietet die Chance, die eigene Altersvorsorge deutlich zu optimieren. Wer die neuen Freigrenzen voll ausschöpft, kann langfristig ein wesentlich höheres Rentenvermögen aufbauen. Für die Zukunft erwarten Marktbeobachter weitere Debatten über Anreize, insbesondere für Geringverdiener, um die betriebliche Altersvorsorge für alle attraktiver zu machen.
PS: Sie möchten genau wissen, wie viel Netto und Altersvermögen Sie durch die neue Regel wirklich gewinnen? Der kostenlose Leitfaden zur Beitragsbemessungsgrenze liefert Tabellen, Praxisbeispiele und eine einfache Schritt-für-Schritt‑Anleitung, damit Sie Ihre Entgeltumwandlung optimal anpassen können. Außerdem finden Sie Musterrechnungen für Arbeitgeber und Beschäftigte sowie Hinweise zum Zuschussrecht. Jetzt Gratis‑Übersicht und Beispiele herunterladen


