Berliner Immobilienmarkt: Bauträger beenden Preisaktionen in Pankow
31.01.2026 - 02:12:12Für Kaufinteressenten in Berlin-Pankow schließt sich ein Zeitfenster. Zahlreiche Bauträger beenden ihre Rabattaktionen für Neubauwohnungen. Das signalisiert eine klare Trendwende.
Die Phase großzügiger Verkaufsanreize geht zu Ende. Sie war in den vergangenen, von Zinsunsicherheit geprägten Jahren üblich. Jetzt spiegelt das Vorgehen das gestiegene Vertrauen der Entwickler in den Markt wider.
Besonders im begehrten Bezirk Pankow zeigt sich die veränderte Lage. Stabilisierte Rahmenbedingungen und die hohe Anziehungskraft der Hauptstadt machen intensive Werbung weniger nötig. Für potenzielle Käufer bedeutet das: Zügiges Handeln ist erforderlich.
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Preise steigen, Nachfrage bleibt robust
Der Immobilienmarkt in Pankow zeigt Anfang 2026 eine gefestigte Erholung. Aktuelle Daten belegen einen spürbaren Preisanstieg.
- Neubauwohnungen kosten im Median rund 7.380 Euro pro Quadratmeter. Das ist eine Steigerung von über fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
- Bestandswohnungen ziehen nach und notieren bei durchschnittlich 6.165 Euro.
Diese positive Entwicklung wird durch eine robuste Nachfrage untermauert. Sie übersteigt das knappe Angebot bei Weitem. Experten sehen im stabilisierten Zinsniveau einen entscheidenden Faktor für das neue Käufervertrauen.
Rabatte werden entbehrlich
Ein klares Indiz für das neue Selbstbewusstsein der Entwickler ist das Auslaufen von Sonderkonditionen. Ein Beispiel: Die Preisaktion für ein exklusives Penthouse-Projekt am Bucher Forst endete heute.
Solche Aktionen waren in den letzten Jahren oft notwendig, um zögerliche Käufer zu überzeugen. Jetzt werden sie seltener. Die hohe Nachfrage in attraktiven Lagen macht Rabatte oder Zugaben wie Einbauküchen für Bauträger entbehrlich.
Marktbeobachter werten dies als Zeichen, dass die Talsohle durchschritten ist. Der Markt tritt in eine Phase ein, in der Verkäufer wieder eine stärkere Position einnehmen.
Großprojekte kurbeln die Nachfrage an
Pankow bleibt einer der wichtigsten Entwicklungsstandorte Berlins. Mehrere Großprojekte untermauern das.
Das Vorhaben „Pankower Tor“ steht dabei an erster Stelle. Nach langwierigen Verhandlungen wurde im vergangenen Jahr der städtebauliche Vertrag unterzeichnet. Auf dem riesigen Areal sollen entstehen:
- Rund 2.000 Wohnungen
- Eine Schule
- Umfangreiche Infrastruktur
Ein Baustart wird frühestens für 2026 erwartet. Solche Leuchtturmprojekte steigern die Attraktivität des gesamten Bezirks und befeuern die Nachfrage weiter. Pankow verzeichnete zuletzt eine der höchsten Transaktionszahlen in Berlin.
Ein Verkäufermarkt etabliert sich
Die Beendigung der Preisaktionen ist Symptom eines berlinweiten Trends. Nach einer Phase der Unsicherheit hat sich der Markt stabilisiert.
Die Nachfrage nach Wohneigentum ist ungebrochen hoch. Das Angebot im Neubau wächst nur langsam. Diese Schere verschiebt die Marktmacht zurück zu den Verkäufern.
Waren Bauträger vor zwei Jahren oft zu Zugeständnissen gezwungen, können sie nun wieder selbstbewusster agieren. Die hohe Zuwanderung und der Wunsch vieler Mieter, sich vor steigenden Mieten zu schützen, befeuern die Lage zusätzlich.
Was Käufer jetzt erwartet
Für die kommenden Monate ist mit einer Fortsetzung des Preisanstiegs zu rechnen. Die Dynamik dürfte aber moderater ausfallen als in den Boomjahren.
Kaufinteressenten müssen sich auf kleinere Verhandlungsspielräume einstellen. Attraktive Objekte verschwinden schnell vom Markt. Die Zeit der großzügigen Rabatte ist vorerst vorbei.
Stattdessen werden Lage, Bauausführung und Energieeffizienz wieder zum entscheidenden Kriterium. Projekte in Pankow, die von der exzellenten Infrastruktur und den Grünflächen profitieren, bleiben besonders gefragt.
Langfristig werden Großprojekte für Entlastung sorgen. Kurz- bis mittelfristig bleibt das Angebot knapp und das Preisniveau hoch.
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