Berlin: Streiks und Demografie belasten Psychotherapie
13.02.2026 - 13:00:12Warnstreiks und eine überalterte Ärzteschaft verschärfen die Versorgungskrise bei Psychotherapie in Berlin. Die Lage spitzt sich besonders in den östlichen Bezirken zu.
Warnstreiks legen Kliniken lahm
Beschäftigte des öffentlichen Dienstes legten diese Woche in Berlin und Brandenburg die Arbeit nieder. Der Streik traf auch die psychiatrischen und psychosomatischen Abteilungen der Universitätskliniken. Für viele Patienten bedeutete das verschobene Therapietermine. Nur Notdienste sicherten die Akutversorgung. Der Ausstand zeigt die angespannte Personalsituation in den Kliniken, die oft erste Anlaufstelle in Krisen sind.
KV warnt vor Lücke im Osten
Während in den Kliniken gestreikt wird, schlägt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin Alarm. Ihre aktuelle Analyse zeigt eine wachsende Versorgungslücke, besonders in den östlichen Bezirken wie Marzahn-Hellersdorf oder Lichtenberg. Das Hauptproblem: Viele Psychotherapeuten sind über 60 Jahre alt. Junge Kollegen bevorzugen oft Teilzeit. Das führt zu weniger verfügbarer Behandlungszeit pro Patient. Können die Lücken überhaupt noch geschlossen werden?
- Demografie: Großer Teil der Therapeuten ist im Rentenalter.
- Nachwuchs: Junge Ärzte wollen oft weniger arbeiten.
- Folge: Wartezeiten auf Therapieplätze steigen weiter.
KBV lehnt neue Finanzierung ab
Auf Bundesebene gab es eine klare Absage. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) lehnt Pläne ab, die Patientensteuerung aus den Honoraren der Ärzte zu finanzieren. Diese Steuerung soll Patienten schneller zur richtigen Behandlung führen – etwa zur Kognitiven Verhaltenstherapie. Die KBV fordert stattdessen bessere digitale Praxis-Systeme und weniger Bürokratie. Das würde Kapazitäten für die eigentliche Behandlung freimachen.
KI als Retter in der Not?
Kann Künstliche Intelligenz die Lücken füllen? Die Psychotherapeutenkammer Berlin stellt genau diese Frage Ende Februar in den Mittelpunkt einer Tagung. Experten diskutieren, ob KI-gestützte Tools Wartezeiten überbrücken oder Therapie-Übungen begleiten können. Die technischen Voraussetzungen sind da: Digitale Gesundheitsanwendungen und die elektronische Patientenakte sind etabliert.
Während Experten prüfen, wie KI Therapie unterstützen kann, lassen sich Wartezeiten heute schon mit einfachen, wissenschaftlich erprobten Übungen überbrücken. Der kostenlose Report „Gehirntraining leicht gemacht“ liefert 11 alltagstaugliche Übungen, 7 Praxis‑Tipps und einen kurzen Selbsttest, mit dem Sie Konzentration und Gedächtnis schnell einschätzen können – ideal, um die Zeit bis zum Therapieplatz sinnvoll zu nutzen. Jetzt kostenlosen Report herunterladen
Doch wie verträgt sich KI mit der sensiblen therapeutischen Beziehung? Die Debatte ist eröffnet.
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