Berlin steigt zum Steuer-Spitzenreiter auf
10.01.2026 - 17:42:12Die Berliner Finanzämter haben die schnellsten Bearbeitungszeiten für Steuererklärungen in ganz Deutschland erreicht. Die Hauptstadt überholt damit die bisherigen Vorreiter und setzt einen neuen Effizienzmaßstab.
In einer bemerkenswerten Wende hat sich Berlin zum Bundesland mit den schnellsten Finanzämtern entwickelt. Neue Daten, die dieses Wochenende veröffentlicht wurden, zeigen: Die Hauptstadt bearbeitete Einkommensteuererklärungen des Jahres 2025 im Schnitt in nur 46 Tagen. Damit löst Berlin Hamburg an der Spitze des Länderrankings ab. Der Stadtstaat an der Elbe und der Freistaat Sachsen folgen mit je 47 Tagen knapp auf Platz zwei.
Dieser Sprung an die Spitze markiert eine deutliche Verbesserung für Berlin, das im Vorjahr noch auf Rang vier lag. Beobachter werten den Aufstieg als besonders beachtlich – schließlich gilt die Berliner Verwaltung traditionell als komplex und mit hohem Fallaufkommen belastet. Offenbar zeigen nun interne Prozessoptimierungen und der Abbau von Altlasten Wirkung. Für die Steuerzahler in der Hauptstadt bedeutet das: schnellere Erstattungen und mehr Planungssicherheit.
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Der Berliner Erfolg passt in einen bundesweiten Trend. Der Durchschnitt aller Finanzämter sank auf 50 Tage. Das ist ein Tag weniger als im Vorjahr und ganze sieben Tage schneller als noch 2023. Fachleute führen diese Beschleunigung auf die Normalisierung nach den turbulenten Pandemie-Jahren und der aufwändigen Grundsteuerreform zurück.
Doch das Ranking offenbart weiterhin ein starkes Gefälle. Während die Spitzenreiter unter sieben Wochen bleiben, müssen Steuerzahler in anderen Regionen deutlich länger warten. Schlusslicht ist Bremen mit durchschnittlich 74 Tagen. Bürger der Hansestadt warten damit fast vier Wochen länger auf ihren Bescheid als Berliner. Steuerzahlerverbände kritisieren diese Ungleichheit seit langem: Die Geschwindigkeit der Verwaltung dürfe nicht so stark vom Wohnort abhängen.
Digitalisierung als Treiber des Fortschritts
Die Daten basieren auf einer Auswertung der Online-Plattform Lohnsteuer-kompakt. Rund 400.000 anonymisierte Steuererklärungen der vergangenen zwölf Monate flossen in die Analyse ein. Nur Finanzämter mit mindestens 50 bearbeiteten Fällen wurden berücksichtigt, um die statistische Relevanz zu gewährleisten.
Das Bundesfinanzministerium bestätigt den positiven Trend. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für 2025 werde sich voraussichtlich bei etwa 51 Tagen einpendeln, so Ministeriumsangaben. Die ambitionierte Zielmarke für 2026 liegt bei 49 Tagen. Erreicht werden soll dies vor allem durch optimierte Abläufe und eine höhere Autofallquote.
Der Aufstieg Berlins zeigt das Potenzial modernisierter Verwaltung. Experten sehen den Abbau des „Krisen-Backlogs“ aus Pandemie und Grundsteuerreform als entscheidenden Faktor. Nun gehe es darum, das Tempo durch konsequente Digitalisierung zu halten. Die Lücke zwischen schnellsten und langsamsten Ämtern könnte schrumpfen, wenn digitale Standards bundesweit einheitlicher umgesetzt werden.
Für das Steuerjahr 2026 steht Berlin unter Druck: Die Hauptstadt muss ihre Pole Position gegen hartnäckige Verfolger wie Hamburg und Sachsen verteidigen. Die Nachzügler im Ranking stehen ihrerseits am Pranger – sie müssen die Effizienzmaßnahmen der Spitzenreiter nun endlich umsetzen.
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