Berlin Fashion Week startet mit strengen Nachhaltigkeits-Regeln
30.01.2026 - 02:39:11Die Berlin Fashion Week für Herbst/Winter 2026 hat heute begonnen. Bis zum 2. Februar setzt die Veranstaltung einen klaren Schwerpunkt auf verbindliche Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Damit will sich die deutsche Modewoche als glaubwürdige Plattform für „Green Fashion“ etablieren.
Organisiert vom Fashion Council Germany und dem Berliner Senat, geht es in diesem Jahr nicht nur um ästhetische Impulse. Das Programm ist voll mit Formaten, die konkrete Lösungen für die ökologischen und sozialen Herausforderungen der Branche suchen. Der Eröffnungstag zeigt bereits, wie ernst es den Organisatoren damit ist.
Ein zentraler Unterschied zu früheren Jahren: Die Nachhaltigkeitskriterien für teilnehmende Marken wurden verschärft. Diese Saison beendet eine dreijährige Pilotphase. Für die Gewinner des renommierten „Berlin Contemporary“-Wettbewerbs ist die Einhaltung ökologischer und sozialer Mindeststandards nun verpflichtend.
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Die 19 geförderten Designer erhalten jeweils 25.000 Euro und rücken damit gezielt ins Rampenlicht. Sie müssen kreative Exzellenz mit einem ernsthaften Bekenntnis zu nachhaltigen Praktiken verbinden. Diese Regeln sind in der „Berlin Fashion Week Charter“ festgeschrieben, einem Wertekatalog für Fairness, Vielfalt und ökologische Verantwortung.
Kreislaufwirtschaft im Fokus
Der heutige Auftakt spiegelt die neue Agenda wider. Zu den Highlights gehören:
* Der Launch des Whitepapers „DON’T CALL IT: CIRCULAR SOCIETY MALL“ im VORN – The Berlin Fashion Hub.
* Die Veranstaltung „Fashion Beyond Waste by ZEROW“, die Designern eine Plattothek bietet, die ausschließlich mit Restbeständen und recycelten Materialien arbeiten.
* Die Diskussionsreihe „METAMORPHOSIS“, bei der Experten über den notwendigen Wandel in der Modeindustrie sprechen.
Diese Formate zeigen: Die Berlin Fashion Week will mehr sein als eine reine Modeschau. Sie versteht sich zunehmend als Ort des Austauschs und der Wissensvermittlung für eine ressourcenschonende Zukunft.
Talente fördern, Publikum einbeziehen
Neben der Nachhaltigkeit bleibt die Förderung junger Designer eine zentrale Säule. Programme wie der Konzeptwettbewerb bieten finanzielle und mediale Unterstützung für aufstrebende Kreative.
Gleichzeitig öffnet sich die Modewoche stärker für die Öffentlichkeit. Die Initiative „Studio2Retail“ unterstützt sechs Berliner Labels mit je 5.000 Euro, um Veranstaltungen in ihren eigenen Geschäften zu realisieren. Pop-up-Stores und öffentliche Ausstellungen in der ganzen Stadt sollen die Mode abseits der exklusiven Laufstege erlebbar machen.
Berlins strategische Nische
Mit dieser konsequenten Ausrichtung sucht Berlin seine Rolle im globalen Modegeschäft. Während Paris oder Mailand von Luxuskonzernen dominiert werden, hat sich die Hauptstadt als Plattform für kreativen und verantwortungsbewussten Nachwuchs positioniert.
Die verschärften Standards sind eine Antwort auf die wachsende Nachfrage der Konsumenten und regulatorische Vorgaben der EU. In den kommenden Tagen werden besonders die Kollektionen der „Berlin Contemporary“-Gewinner wie GmbH oder SF1OG beobachtet. Sie müssen beweisen, wie sich kommerzieller Erfolg und nachhaltiger Anspruch vereinen lassen.
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