Benjamin, Bernheim

Benjamin Bernheim begeistert als Des Grieux an der Wiener Staatsoper

17.01.2026 - 23:44:12

Der französische Star-Tenor feierte mit einer intensiven Darstellung in der Wiener Staatsoper einen großen Erfolg und belebte das französische Repertoire neu.

Benjamin Bernheim lieferte an der Wiener Staatsoper eine Glanzleistung ab. Der französische Startenor überzeugte in der Titelrolle von Massenets “Manon” und bestätigte seinen Ruf als führender Interpret des französischen Fachs. An seiner Seite gestaltete Sopranistin Kristina Mkhitaryan die Partie der Manon Lescaut.

Unter der Leitung von Bertrand de Billy zog die Vorstellung das Publikum sofort in ihren Bann. Bernheim verkörperte den in die unglückselige Manon verliebten Chevalier Des Grieux mit einer seltenen stimmlichen und darstellerischen Intensität. Das Orchester der Staatsoper entfaltete die ganze emotionale Tiefe von Massenets Partitur.

Eine düstere, filmische Ästhetik

Die Inszenierung von Andrei Serban verlegt die Handlung aus dem 18. Jahrhundert in die Zeit zwischen den Weltkriegen. Dieser Ansatz verleiht der Geschichte um Liebe und gesellschaftlichen Abstieg eine gangsterfilmhafte Ästhetik. Seit ihrer Premiere 2007 ist die Produktion ein fester Bestandteil des Spielplans.

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Kritische Stimmen merken an, dass die zeitliche Verortung nicht immer stringent wirkt. Dennoch bietet der visuelle Rahmen eine wirkungsvolle Leinwand für die psychologische Entwicklung der Figuren. Die Regie fokussiert stark auf die Zerrissenheit der Protagonisten in einer Welt, in der Glanz und Elend nah beieinanderliegen.

Ein tenorales Glanzlicht

Im Zentrum des Abends stand unbestritten Benjamin Bernheim. Sein Auftritt wurde als Leuchtturm der Aufführung beschrieben. Mit seinem butterweichen, stilsicheren Tenor meisterte er die anspruchsvolle Partie scheinbar mühelos.

Besonders in den berühmten Arien glänzte er:
* “En fermant les yeux” (Der Traum des Grieux)
* “Ah, fuyez, douce image” im St. Sulpice-Akt

Bernheim verbindet stimmliche Schönheit mit leidenschaftlichem Ausdruck – von zartesten Pianopassagen bis zu kraftvollen Spitzentönen. Seine engagierte schauspielerische Leistung trug maßgeblich zur Glaubwürdigkeit der Figur bei. Für viele Beobachter wurde der Abend so zu einem “Abend des Benjamin Bernheim”.

Starkes Ensemble komplettiert den Erfolg

Kristina Mkhitaryan überzeugte an Bernheims Seite in der Titelpartie. Sie verkörperte überzeugend die Wandlung der Manon von der naiven jungen Frau zur luxusliebenden Dame. In den dramatischen Momenten und der berührenden Sterbeszene fand sie zu großer Form.

Ein erfahrenes Ensemble des Hauses rundete die Aufführung ab:
* Stefan Astakhov als Lescaut
* Dan Paul Dumitrescu als Graf Des Grieux
* Andrea Giovannini als Guillot de Morfontaine
* Clemens Unterreiner als Brétigny

Bertrand de Billy am Pult sorgte für einen dramatischen Fluss und hielt die Spannung über den gesamten Abend aufrecht.

Neue Blüte für die französische Oper

Aufführungen wie diese unterstreichen die Bedeutung des französischen Repertoires im internationalen Opernbetrieb. Mit Interpreten wie Benjamin Bernheim erlebt es derzeit eine neue Blüte. Sein Wiener Rollendebüt in dieser Partie wurde von der Kritik als herausragendes Ereignis gewürdigt.

Die aktuelle “Manon”-Serie ist Teil des Spielplans der Saison 2025/2026. Sie bietet die seltene Gelegenheit, einen der weltbesten Tenöre auf dem Höhepunkt seines Schaffens zu erleben. Der überwältigende Applaus am Ende des Abends war ein klares Votum des Wiener Publikums für diese außergewöhnliche Leistung.

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