BEG-Förderung, Geld

BEG-Förderung 2026: Weniger Geld, strengere Regeln

18.01.2026 - 17:01:12

Die Bundesregierung kürzt die Fördermittel für Gebäudesanierungen um Milliardenbeträge und verschärft gleichzeitig die technischen Anforderungen an Heizsysteme.

Die Bundesregierung kürzt die Fördermittel für Gebäudesanierungen um Milliarden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Technik und Effizienz. Für Hausbesitzer wird die Planung komplexer.

Die Mittel für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) schrumpfen 2026 um rund 3,36 Milliarden Euro auf knapp 12 Milliarden. Der Fokus liegt jetzt stärker auf gezielten Anreizen statt Gießkannenförderung. Der grundsätzliche Zuschuss für den Heizungstausch bleibt aber bei 30 Prozent der Kosten.

So sieht die neue Finanzierung aus

Trotz des kleineren Topfes bleibt die Grundstruktur erhalten. Wer seine alte Öl- oder Gasheizung gegen ein klimafreundliches System tauscht, erhält weiterhin 30 Prozent Zuschuss. Diesen Basisbetrag kann man mit Boni aufstocken:
* Klimageschwindigkeits-Bonus: 20 Prozent für den frühen Austausch von Öl-, Kohle- oder Gasetagenheizungen (bis Ende 2028).
* Effizienz-Bonus: 5 Prozent für besonders effiziente Wärmepumpen.
* Einkommensbonus: 30 Prozent für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro.

Die maximale Förderquote liegt bei 70 Prozent. Die förderfähigen Kosten für einen Heizungstausch sind auf 30.000 Euro für die erste Wohneinheit gedeckelt.

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Neue Hürden für Sanierer und Handwerker

Nicht nur das Geld ist knapper, auch die Regeln werden strenger. Ab sofort gelten schärfere Grenzwerte für die Geräuschemissionen von Wärmepumpen. Ziel ist eine höhere Akzeptanz in Wohngebieten, doch die Auswahl an förderfähigen Modellen könnte schrumpfen.

Ab 2028 kommt die nächste Hürde: Dann werden nur noch Wärmepumpen gefördert, die ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betrieben werden. Eine frühzeitige und professionelle Planung wird damit immer entscheidender. Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) lohnt sich doppelt: Er verdoppelt die förderfähigen Kosten für Effizienzmaßnahmen auf 60.000 Euro und bringt einen Extra-Bonus von fünf Prozent.

Warum der Sanierungsdruck weiter wächst

Auch unabhängig von der Förderung wird das Heizen mit fossilen Brennstoffen teurer. Der CO₂-Preis steigt 2026 auf 55 bis 65 Euro pro Tonne. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpe und Co.

Aus Brüssel kommt zusätzlicher Druck: Deutschland muss die verschärfte EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) bis Mai 2026 umsetzen. Sie sieht unter anderem eine schrittweise Solarpflicht für Neubauten vor, die für neue Wohngebäude spätestens 2029 gilt. Ab 2030 soll der Nullemissions-Standard für alle Neubauten verpflichtend werden.

Warten auf das große Reformpaket

Die größten Veränderungen stehen noch bevor. Die Bundesregierung arbeitet an einer umfassenden Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), das künftig Gebäudemodernisierungsgesetz heißen soll. Erste Eckpunkte werden Ende Januar erwartet, ein Kabinettsbeschluss soll im Februar folgen.

Ein konkreter Stichtag ist der 30. Juni 2026. Dann tritt in Großstädten über 100.000 Einwohner die 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Pflicht für neue Heizungen in Kraft – sofern dort ein kommunaler Wärmeplan existiert. Für Hausbesitzer bleibt die Lage dynamisch: Die Richtung ist klar, doch die genauen Regeln formen sich erst.

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