Beckenkippung, Sanfte

Beckenkippung: Sanfte Übungen gegen quälende Rückenschmerzen

31.01.2026 - 08:31:11

Eine Fehlstellung des Beckens durch langes Sitzen kann zu Rückenbeschwerden führen. Gezielte Mobilisation und Kräftigung der Muskulatur können die Haltung korrigieren.

Ein gekipptes Becken ist oft die verborgene Ursache für Schmerzen im unteren Rücken. Gezielte Mobilisation und Kräftigung können die Fehlstellung korrigieren und Blockaden lösen.

Die sogenannte Beckenkippung beschreibt eine Neigung des Beckens aus seiner optimalen Position. Sie entsteht meist durch unseren modernen Lebensstil: Langes Sitzen verkürzt die Hüftbeugemuskeln und schwächt gleichzeitig Gesäß- und Bauchmuskulatur. Dieses muskuläre Ungleichgewicht zwingt die Wirbelsäule in eine Fehlhaltung – mit schmerzhaften Folgen.

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Wie entsteht das muskuläre Ungleichgewicht?

Die Hauptursache liegt in der Sitzhaltung. Der Hüftbeuger verkürzt, während die Gesäßmuskeln, die das Becken aufrichten sollen, an Kraft verlieren. Die geschwächte Bauchmuskulatur kann das Becken nicht mehr stabilisieren. Die Folge: Die Rückenstrecker müssen die ganze Arbeit übernehmen und geraten unter Dauerspannung. Verhärtungen und stechende Schmerzen sind oft das Resultat.

Sanfte Mobilisation für mehr Beweglichkeit

Der erste Schritt zur Besserung ist die Mobilisation. Eine einfache Grundübung ist die Beckenkippung im Liegen:
* Man liegt auf dem Rücken mit angewinkelten Beinen.
* Das Becken wird langsam vor und zurück gekippt, ohne den Boden zu verlassen.
* Diese Bewegung schult das Körpergefühl und lockert erste Verspannungen in der Lendenwirbelsäule.

Ebenso wichtig ist das Dehnen des verkürzten Hüftbeugers, beispielsweise im Ausfallschritt.

Gezielte Kräftigung für stabile Verhältnisse

Nach der Mobilisation folgt der Aufbau. Nur starke Muskeln halten das Becken langfristig in der richtigen Position. Effektive Übungen sind:
* Die Brücke (Glute Bridge) zur Stärkung der Gesäßmuskulatur.
* Der Unterarmstütz (Plank) zur Aktivierung der tiefen Bauch- und Rumpfmuskulatur.

Diese Übungen entlasten die Wirbelsäule und beugen neuen Blockaden vor. Doch reicht das allein?

Ganzheitlicher Ansatz statt isolierter Behandlung

Experten betonen: Die reine Symptombekämpfung greift zu kurz. Die Korrektur der Beckenkippung ist ein zentraler Baustein in einem umfassenden Konzept. Dazu gehören auch Haltungsschulung und ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz. Studien bestätigen, dass aktive Bewegungstherapien zu den wirksamsten Methoden gegen unspezifische Rückenschmerzen zählen. Die Beckenübungen setzen genau an der mechanischen Ursache an.

Könnten uns in Zukunft digitale Helfer unterstützen? Das Bewusstsein für präventive Maßnahmen wächst. Wearables und Apps könnten künftig Fehlhaltungen erkennen und individuelle Übungsprogramme vorschlagen. Das Ziel ist klar: Schmerzen nicht erst behandeln, wenn sie chronisch sind, sondern ihnen durch Wissen und regelmäßige Bewegung aktiv vorbeugen.

@ boerse-global.de