Beckenboden-Training, Geheime

Beckenboden-Training: Geheime Waffe gegen Rückenschmerzen

21.01.2026 - 07:32:11

Wissenschaftliche Studien belegen, dass gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur chronische Kreuzschmerzen effektiv lindern und vorbeugen kann. Ein ganzheitlicher Ansatz erweist sich als erfolgreicher.

Ein gezieltes Beckenbodentraining kann chronische Kreuzschmerzen lindern und vorbeugen. Neue Studien belegen die zentrale Rolle dieser oft unterschätzten Muskulatur für die Stabilität des unteren Rückens.

Das Fundament der Körpermitte

Der Beckenboden ist ein komplexes Muskelgeflecht zwischen Scham- und Steißbein. Er trägt die inneren Organe, sichert die Kontinenz und stützt gemeinsam mit tiefer Bauch- und Rückenmuskulatur die Wirbelsäule. Ist dieses System geschwächt oder verspannt, gerät das gesamte statische Gleichgewicht ins Wanken – chronische Schmerzen im Lendenbereich können die Folge sein.

Die Verbindung ist anatomisch klar: Die Muskeln sind direkt mit Steißbein und Lendenwirbelsäule verbunden. Ein dysfunktionaler Beckenboden kann das Becken instabil machen, was zu Fehlhaltungen und einer Überlastung der Rückenmuskulatur führt.

Was die Wissenschaft sagt

Die Datenlage ist eindeutig. Eine Studie von 2018 zeigte: 95 Prozent der Menschen mit Schmerzen im Lenden-Becken-Bereich hatten auch eine Beckenboden-Funktionsstörung. Eine weitere Untersuchung aus dem Jahr 2020 kam zum Schluss, dass eine Kombination aus Beckenbodentraining und konventioneller Therapie bei chronischen Rückenschmerzen besser wirkt als die Standardbehandlung allein.

Die Erkenntnis daraus? Eine isolierte Behandlung des Rückens reicht oft nicht aus. Ein ganzheitlicher Ansatz ist effektiver.

So stärken Sie Ihren Beckenboden

Das Training beginnt mit der Wahrnehmung. Viele Menschen müssen erst lernen, die tief liegenden Muskeln gezielt anzusteuern.

  • Grundübung: Stellen Sie sich vor, den Harnstrahl willentlich zu unterbrechen – ohne dabei Gesäß oder Bauch anzuspannen. So finden Sie die richtigen Muskeln.
  • Die Brücke: Legen Sie sich auf den Rücken, stellen Sie die Füße auf und heben Sie das Becken an, bis Oberschenkel und Oberkörper eine Linie bilden. Ziehen Sie währenddessen den Beckenboden bewusst nach innen und oben.
  • Beckenwiegen: In Rückenlage drücken Sie den unteren Rücken sanft gegen den Boden und lösen die Spannung wieder. Das mobilisiert die kleinen, wirbelsäulennahen Muskeln.

Sportarten wie Pilates und Yoga ergänzen das gezielte Training ideal, da sie stark auf die Körpermitte fokussieren.

Anzeige

Viele Menschen mit chronischen Kreuzschmerzen übersehen einfache Alltags‑Übungen, die sofort Entlastung bringen. Orthopäde Prof. Dr. Wessinghage stellt in seinem 3‑Minuten‑Programm 17 kurze, leicht durchführbare Übungen vor, die gezielt die Rumpf‑ und Beckenbodenmuskulatur stärken und Schmerzen mindern. Der Gratis‑PDF‑Report erklärt jede Übung Schritt für Schritt — perfekt für Büro, Sofa oder kurze Pausen unterwegs. Sofort umsetzbar und ideal als Ergänzung zum Beckenbodentraining. Jetzt den 3‑Minuten‑Plan gratis anfordern

Therapie und Alltag: Der Beckenboden ist immer dabei

Physiotherapeuten setzen den Beckenboden heute aktiv in der Schmerzbehandlung ein. Spezialisierte Beckenbodentherapie verbessert Wahrnehmung, Kraft und Koordination. Moderne Methoden wie Biofeedback geben Patienten sogar eine visuelle Rückmeldung über ihre Muskelaktivität.

Der langfristige Erfolg hängt aber von der Integration in den Alltag ab:
* Achten Sie auf eine aufrechte Haltung beim Sitzen und Gehen.
* Spannen Sie den Beckenboden bewusst an, wenn Sie schwere Gegenstände heben.
* Husten oder niesen Sie idealerweise über die Schulter nach hinten, um Druckstöße abzufedern.

Ein neuer Standard in der Rückentherapie?

Die wissenschaftliche Evidenz deutet auf einen Wandel hin. Künftig könnte die ganzheitliche Betrachtung der Rumpfmuskulatur als funktionelle Einheit zum Standard werden. Das erfordert eine engere Zusammenarbeit von Orthopäden, Physiotherapeuten und Beckenbodenspezialisten.

Für Betroffene eröffnet dieser Ansatz einen aktiven Weg aus den Schmerzen. Statt sich nur auf passive Maßnahmen zu verlassen, können sie mit gezieltem Training selbst zur Stabilisierung ihres Rückens beitragen. Die unsichtbaren Muskeln im Becken entpuppen sich so als geheime Waffe für mehr Lebensqualität.

Anzeige

PS: Wer seinen Rücken langfristig stabilisieren möchte, profitiert von kurzen, täglichen Einheiten. Der Gratis‑PDF‑Spezialreport von Prof. Wessinghage enthält 17 drei‑Minuten‑Übungen, mit denen Sie gezielt Muskulatur aufbauen und Beschwerden vorbeugen — ohne Geräte und ohne viel Zeitaufwand. Mit bebilderten Anleitungen und praktischen Alltagstipps, damit Sie jede Übung sicher ausführen können. Perfekt für Büro, Zuhause oder unterwegs und ideal als Ergänzung zu Physiotherapie und Beckenbodentraining. Jetzt kostenlosen 17‑Übungen‑Report sichern

@ boerse-global.de