Becken-Schaukel mobilisiert den Rücken und lindert Verspannungen
02.02.2026 - 18:24:12Eine einfache Übung hilft gegen Rückenschmerzen vom Sitzen. Die Becken-Schaukel mobilisiert die Lendenwirbelsäule und lockert Verspannungen – ohne Geräte und fast überall.
Physiotherapeuten und Fitnessexperten setzen zunehmend auf diese sanfte Methode. Sie aktiviert die tiefe Bauchmuskulatur, schult die Körperwahrnehmung und wirkt dem Bewegungsmangel des Alltags entgegen.
So funktioniert die wirkungsvolle Mikrobewegung
Die Becken-Schaukel ist eine rhythmische Vor- und Rückbewegung des Beckens. Diese kontrollierte Kippung bringt die Wirbelsäule sanft in Beugung und Streckung.
Sitzt Ihr Rücken oft steif und zwickt nach einem langen Arbeitstag? Orthopäde Prof. Dr. Wessinghage zeigt in seinem kostenlosen PDF 17 einfache 3‑Minuten‑Übungen, die Sie überall ohne Geräte durchführen können – ideal, um Becken, Lendenwirbelsäule und tiefe Rumpfmuskulatur zu mobilisieren und akute Verspannungen zu lösen. Perfekt als Ergänzung zur Becken‑Schaukel. Der kompakte Übungsplan kommt gratis per E‑Mail und lässt sich direkt in den Alltag integrieren. Jetzt den 3‑Minuten‑Plan gratis anfordern
Die Bewegung spricht gezielt die Muskulatur des unteren Rückens und des Bauches an. Sie löst Verspannungen, verbessert die Durchblutung und fördert die Flexibilität. Experten sehen in der Übung ein wirksames Mittel zur Schmerzlinderung und Vorbeugung.
Diese Vorteile bringt die regelmäßige Ausführung
Die Vorteile der Becken-Schaukel gehen über die reine Mobilisation hinaus:
* Stabilisierung: Sie aktiviert die tiefe Rumpfmuskulatur für einen stabileren Rücken.
* Bessere Haltung: Die Koordination des Beckens verbessert sich, was essenziell für eine aufrechte Körperhaltung ist.
* Entspannung: Die Verbindung von Bewegung und Atmung vertieft die Zwerchfellatmung und fördert allgemeine Entspannung.
* Grundlagenarbeit: Sie dient als Basis für komplexere Übungen und kräftigt den schützenden Beckenboden.
Schritt-für-Schritt: Die korrekte Ausführung im Liegen
Die schonendste Variante führt man auf dem Rücken durch. So geht’s:
- Ausgangsposition: Legen Sie sich auf eine Matte. Stellen Sie die Füße hüftbreit auf, die Knie sind gebeugt. Die Arme liegen entspannt neben dem Körper.
- Bewegung beginnen: Atmen Sie aus und spannen Sie sanft die Bauchmuskeln an. Kippen Sie das Becken nach hinten, sodass sich der untere Rücken leicht gegen die Matte drückt.
- Gegenbewegung: Atmen Sie ein und kippen Sie das Becken langsam nach vorne. Ein leichtes Hohlkreuz entsteht, der Rücken löst sich vom Boden.
- Wiederholen: Führen Sie die schaukelnde Bewegung kontrolliert im Atemrhythmus 30 bis 60 Sekunden lang aus. Die Bewegung sollte flüssig und schmerzfrei sein.
Wichtig: Bei Schmerzen die Bewegung reduzieren oder abbrechen. Im Zweifel ärztlichen Rat einholen.
Einfach integrierbar: Üben im Sitzen und Stehen
Der große Pluspunkt der Übung ist ihre Vielseitigkeit. Sie passt sich jedem Alltag an:
- Am Schreibtisch: Setzen Sie sich aufrecht hin, Füße flach am Boden. Bewegen Sie das Becken vor und zurück, die Sitzhöcker rollen mit.
- In der Pause: Stellen Sie sich hüftbreit hin, Knie leicht gebeugt. Kippen Sie das Becken aus der Hüfte heraus, der Oberkörper bleibt stabil.
Diese Variationen helfen, die negativen Effekte langen Sitzens auch untertags auszugleichen.
Warum solche Mikrobewegungen immer wichtiger werden
In einer Zeit der sitzenden Tätigkeiten gewinnen einfache Übungen wie die Becken-Schaukel stark an Bedeutung. Sie stehen für einen Trend zu achtsamen, präventiven Mikrobewegungen.
Die Mobilisation der kleinen Wirbelgelenke ist entscheidend für Beweglichkeit und Verletzungsvorbeugung. Daher setzen nicht nur Physiotherapeuten, sondern auch betriebliche Gesundheitsprogramme zunehmend auf solche effektiven Selbsthilfe-Techniken.


