Bayern saniert Staatsgebäude für Klimaneutralität 2040
02.02.2026 - 02:03:12Der Freistaat Bayern treibt die energetische Sanierung seiner tausenden Gebäude mit einem Millionenprogramm voran. Ziel ist es, die eigene Staatsverwaltung bis 2030 und das ganze Land bis 2040 klimaneutral zu machen – fünf Jahre vor dem Bund.
Sonderprogramm spart Millionen Tonnen CO₂
Das Herzstück ist das „Sonderprogramm Energetische Sanierung staatlicher Gebäude“. Seit 2008 flossen rund 425 Millionen Euro in über 1.300 Projekte. Gefördert werden Sanierungen an Universitäten, Hochschulen und Verwaltungsgebäuden, die die größtmögliche Energie- und CO₂-Einsparung versprechen.
Die Maßnahmen reichen von Fassadendämmung über den Fenstertausch bis zur Modernisierung der Heiztechnik. Seit 2014 wird das Programm auch durch EU-Mittel kofinanziert.
Bei energetischen Sanierungen treten häufig neue Sicherheitsrisiken auf – und die Dokumentationspflichten sind umfangreich. Ein kostenloser Download bietet praxiserprobte Vorlagen, Checklisten und einen Leitfaden, mit dem Facility Manager und Sicherheitsbeauftragte Gefährdungsbeurteilungen rechtssicher und zeitsparend erstellen können. Praktisch für öffentliche Auftraggeber, die Bau- und Modernisierungsprojekte begleiten. Kostenlose GBU-Vorlagen & Checklisten herunterladen
Staatliche Bauprojekte gewinnen Architekturpreise
Die Sanierungswelle überzeugt nicht nur ökologisch, sondern auch ästhetisch. Staatliche Projekte wie ein saniertes Institutsgebäude der TU München erhalten regelmäßig Auszeichnungen wie den „Preis Bauen im Bestand“.
Damit zeigt Bayern, dass Denkmalschutz, moderne Nutzung und höchste Energieeffizienz zusammenpassen. Mit eigenen Preisen wie dem „Staatspreis Dorferneuerung und Baukultur“ fördert die Regierung zudem das Bewusstsein für nachhaltiges Bauen.
Warum der Gebäudesektor so entscheidend ist
Die Sanierungsoffensive ist ein zentraler Baustein der bayerischen Klimastrategie. Die Begründung ist einfach: Gebäude sind für einen erheblichen Teil der CO₂-Emissionen verantwortlich.
Da rund 80 bis 85 Prozent der Gebäude, die 2045 stehen, bereits heute gebaut sind, ist die Sanierung des Bestands unvermeidlich. Der Staat geht dabei als Bauherr mit gutem Beispiel voran.
Nächste Schritte: Wärmewende und Digitalisierung
Aktuell liegt ein Fokus auf der Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien. Parallel digitalisiert Bayern das Gebäudemanagement.
Systeme zur Gebäudeautomation und zum Energiemonitoring sollen den Verbrauch weiter optimieren. Die Herausforderung bleibt, das Sanierungstempo hochzuhalten – doch die bisherigen Erfolge machen Mut.


