Bayer und VW starten radikales Bürokratie-Jahr
09.01.2026 - 15:31:12Die erste Arbeitswoche 2025 bringt einen fundamentalen Wandel in deutschen Chefetagen. Getrieben von wirtschaftlichem Druck und neuen Gesetzen schlanken Konzerne wie Bayer und Volkswagen ihre Verwaltung radikal ab. Das Ziel: Schneller entscheiden, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.
Bayers Revolution: Abschied vom mittleren Management
Unter CEO Bill Anderson testet Bayer in Leverkusen ein aggressives Modell namens “Dynamic Shared Ownership” (DSO). Es zielt darauf ab, die klassische Hierarchie-Pyramide zu köpfen. Laut internen Berichten sollen künftig rund 95 Prozent aller Entscheidungen direkt in den Teams fallen – ohne langwierige Freigabeschleifen.
Das ehemals über 1.300 Seiten starke Management-Regelwerk wurde durch einen schlanken, 14-seitigen “Code of Conduct” ersetzt. Analysten sehen darin einen direkten Angriff auf die deutsche “Absicherungsmentalität”. Es geht nicht primär um Personalabbau, sondern um die Beseitigung einer “organisatorischen Lähmung”. Könnte dieses Experiment die Innovationszyklen im Konzern wirklich drastisch beschleunigen?
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VWs Notoperation: Sparen um zu überleben
Bei Volkswagen läuft die Entschlackung unter deutlich härteren Vorzeichen. Im Rahmen des “Zukunft Volkswagen”-Programms muss der Autoriese seine Verwaltungskosten um 20 Prozent senken. Das trifft auch die Management-Boni.
Die Krise der deutschen Autoindustrie zwingt VW, komplexe Berichtswege zu kappen und Doppelstrukturen aufzulösen. Im Gegensatz zu Bayers Philosophie des “Empowerments” wirkt der Schritt in Wolfsburg wie eine Notoperation. Das Ziel ist klar: Die “Fettpolster” aus den erfolgreichen Verbrenner-Jahren müssen weg, um Kapital für die Elektro-Transformation freizusetzen.
Gesetzlicher Rückenwind: Das BEG IV ist da
Seit dem 1. Januar 2025 unterstützt der Gesetzgeber diesen Trend aktiv. Das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) ist in Kraft und bringt sofortige Erleichterungen:
* Die zwingende Schriftform (“Nassunterschrift”) entfällt in vielen Bereichen. Arbeitsverträge können nun digital abgewickelt werden.
* Die Aufbewahrungsfrist für steuerliche Belege wurde von zehn auf acht Jahre verkürzt.
Rechtsexperten betonen, dass dies die Archivierungskosten senkt und Prozesse deutlich beschleunigt. Das Gesetz soll den Standort Deutschland endlich aus der “Papierfalle” befreien.
Globaler Trend: Der “DOGE-Effekt” schwappt über
Die deutschen Entwicklungen sind Teil eines globalen Effizienz-Trends. Die Rhetorik von US-Tech-Milliardären wie Elon Musk über radikale Bürokratieabbau findet ihren Widerhall in europäischen Vorständen.
Der Status eines Managers misst sich nicht mehr an der Größe seiner Abteilung, sondern an “Lean-Metriken” wie Umsatz pro Mitarbeiter oder Entscheidungsgeschwindigkeit. Der Unterschied: Während US-Firmen auf “Hire-and-Fire” setzen, müssen europäische Konzerne den Weg über Strukturveränderungen oder sozialverträgliche Programme gehen.
Die nächste Stufe: KI als Bürokratiekiller
Die aktuelle Welle könnte erst der Anfang sein. Experten prognostizieren, dass generative KI den nächsten Schub bringt. Wenn KI-Systeme Routine-Berichte, Compliance-Checks und Datenanalysen übernehmen – klassische Aufgaben des mittleren Managements –, werden ganze Verwaltungsebenen obsolet.
Unternehmen, die jetzt ihre Entscheidungswege verkürzen, sind bestens aufgestellt, um diese technologische Dividende einzufahren. Für alle anderen gilt: Wer jetzt nicht entschlackt, riskiert, von der eigenen Trägheit überrollt zu werden.
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