Bauwirtschaft, Branche

Bauwirtschaft: Österreichs Branche durchschreitet Talsohle

09.01.2026 - 15:12:12

Die österreichische Bau- und Immobilienbranche atmet auf. Aktuelle Marktanalysen bestätigen eine spürbare Trendwende, angetrieben von einer überraschenden Dynamik im Neubau.

Nach fast drei Jahren der Stagnation zeigen neue Daten eine klare Erholung. Experten sehen den Tiefpunkt der Krise endgültig als überwunden. Für 2026 prognostizieren sie nicht nur Stabilisierung, sondern nachhaltiges Wachstum.

Besonders der Neubaubereich erholt sich schneller als erwartet. Stabilere Finanzierungsbedingungen und eine zurückkehrende Investitionsbereitschaft könnten dieses Jahr zum Wendepunkt machen.

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Die neuesten Auswertungen, unter anderem vom Marktforschungsinstitut B+L Marktdaten, zeichnen ein optimistisches Bild für die DACH-Region. Konjunkturelle Frühindikatoren signalisieren eine Belebung der Bautätigkeit. Branchenkenner werten dies als klares Ende der Phase mit Auftragsrückgängen und Projektstopps.

Bereits 2025 hatten Institute wie das WIFO eine Erholung für 2026 vorhergesagt. Diese Prognosen scheinen sich nun zu bestätigen. Die Erholung greift nun auch auf den lange leidenden Hochbau über. Die Stimmung in den Chefetagen der Bauunternehmen hat sich deutlich aufgehellt.

Überraschende Dynamik: Neubau holt stark auf

Ein interessantes Detail ist das Verhältnis zwischen Neubau und Sanierung. Während die Sanierung in der Krise als Stabilitätsanker galt, deutet sich nun ein Paradigmenwechsel an.

Marktforscher prognostizieren, dass der Neubau in Westeuropa stärker wachsen könnte als der Renovierungsmarkt. Die Gründe:
* Baugenehmigungen in der DACH-Region zeigen wieder nach oben.
* Der Bedarf an neuem Wohnraum in Ballungszentren wie Wien, Graz und Linz ist ungebrochen hoch.
* Die “Pipeline” an genehmigten, aber noch nicht gebauten Projekten ist gut gefüllt.

Markttreiber: Finanzierung und Zinsumfeld entspannen sich

Die wiederkehrende Zuversicht hat vor allem finanzielle Gründe. Ein wesentlicher Faktor war das Auslaufen der strengen KIM-Verordnung zur Jahresmitte 2025. Diese Lockerung erleichterte den Zugang zu Wohnbaukrediten.

Zudem hat sich der Markt an das neue Zinsniveau von etwa 3 bis 3,5 Prozent gewöhnt. Die Schockstarre durch den rapiden Zinsanstieg 2022/2023 hat sich gelöst. Auch die Baukosten haben sich stabilisiert. Explodierende Materialpreise gehören der Vergangenheit an, was mehr Kalkulationssicherheit bringt.

Kontext und regionale Unterschiede

Die Erholung verläuft nicht überall gleich. Der Tiefbau profitiert weiter von öffentlichen Infrastrukturinvestitionen. Im Hochbau zeigt sich ein differenziertes Bild:
* Geförderter Wohnbau und Mietwohnungsbau springen als erste an.
* Der Markt für freifinanzierte Luxus-Eigentumswohnungen bleibt verhalten.
* In Wien stiegen die Preise für Eigentumswohnungen zuletzt wieder spürbar.

Ein möglicher limitierender Faktor könnte der Fachkräftemangel werden. Mit dem erwarteten Auftragsanstieg dürfte dieses Problem wieder in den Vordergrund rücken.

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