Bauwirtschaft: DIW sieht erstes Wachstum seit Jahren
01.02.2026 - 02:44:12Die deutsche Bauwirtschaft könnte 2026 endlich die Talsohle verlassen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert erstmals wieder ein leichtes Plus im Wohnungsneubau. Andere Institute bleiben skeptisch und warnen vor weiter sinkenden Fertigstellungszahlen.
Ein Hoffnungsschimmer nach fünf Krisenjahren
Das DIW erwartet für dieses Jahr ein reales Wachstum des Bauvolumens um 1,7 Prozent. Getrieben wird dies vor allem vom öffentlichen Bau. Im speziell kriselnden Wohnungsneubau sagt das Institut für 2026 ein Plus von 2,4 Prozent voraus, das sich 2027 auf 6,1 Prozent beschleunigen soll.
Als Gründe für die leicht optimistischere Lage nennen die Forscher:
* Stabilisierende Finanzierungsbedingungen und Baupreise
* Zunehmende öffentliche Investitionen
* Mehr Planungssicherheit für private Haushalte und Investoren
Skepsis bei Konkurrenzinstituten
Andere Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die Entwicklung deutlich pessimistischer. Ihre Prognosen basieren auf dem drastischen Einbruch bei den Baugenehmigungen in den Vorjahren, der sich nun zeitverzögert auf die Fertigstellungen auswirkt.
Das ifo Institut rechnet für 2026 mit nur noch 185.000 fertiggestellten Wohnungen. Im Worst-Case-Szenario sind sogar nur 175.000 Einheiten möglich – ein Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ging Ende 2025 von einem weiteren Rückgang auf etwa 215.000 Wohnungen aus.
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Massive Lücke zum politischen Ziel
Eines ist allen Prognosen gemein: Die Bautätigkeit bleibt weit hinter dem Bedarf zurück. Das Regierungsziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wird auch 2026 krachend verfehlt. Selbst im optimistischen DIW-Szenario liegt das Volumen dann noch etwa 25 Prozent unter dem Niveau von 2021.
Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Ballungszentren bleibt eine der größten sozialen Herausforderungen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) verweist auf ein grundlegendes Problem: Bei aktuellen Kosten und Mieten rechnet sich der Neubau für viele Entwickler schlicht nicht.
Stabilisierung, aber kein Durchbruch
Kann 2026 also zum Jahr der Trendwende werden? Die Zeichen deuten eher auf eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau hin. Die strukturellen Bremsklötze sind weiterhin massiv:
* Lange Genehmigungsverfahren
* Anhaltend hohe Baukosten
* Eklatanter Fachkräftemangel
Branchenverbände fordern deshalb einen „Neustart in der Baupolitik“ mit schnelleren Genehmigungen und gezielteren Förderungen. Für einen echten Aufschwung müssten die Baugenehmigungen in diesem Jahr spürbar zulegen – erst dann könnte sich ab 2027 eine deutlichere Erholung bei den Fertigstellungen zeigen. Bis dahin bleibt der Druck auf die Mietmärkte hoch.
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