Bauwirtschaft: DIW prognostiziert Ende der Talfahrt
01.02.2026 - 06:25:11Die deutsche Bauwirtschaft wächst 2026 erstmals seit fünf Jahren wieder. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet einen Anstieg des realen Bauvolumens um 1,7 Prozent. Für 2027 sagen die Forscher sogar ein Plus von 3,4 Prozent voraus.
Öffentliche Milliarden als Rettungsanker
Den entscheidenden Impuls liefert der Staat. Massive Investitionen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität befeuern vor allem den Tiefbau. Hier prognostiziert das DIW für dieses Jahr ein kräftiges Wachstum von 7,3 Prozent. Straßen, Brücken und Schienen werden so zum Konjunkturmotor.
Der Hochbau für Fabriken und Büros hinkt dagegen noch hinterher. Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage könnte er 2026 leicht schrumpfen.
Passend zum Thema Arbeitssicherheit auf Baustellen – Fremdfirmen im Einsatz bergen hohe Haftungsrisiken. Als Auftraggeber haften Sie bei Unfällen; eine fehlende Unterweisung kann teuer werden. Holen Sie sich jetzt das kostenlose Vorlagenpaket zur Unterweisung von Fremdfirmen: fertige Word-Vorlage, Nachweisformulare, Checklisten und 13 Prüf-Fragen zur rechtssicheren Einweisung. Sofort einsetzbar und zeitsparend für Ihre Projektleitung. Ideal für Tiefbau- und Wohnungsbauunternehmen. Der Download kommt per E-Mail; unverbindlich und gratis. Unterweisung-Fremdfirmen-Vorlage kostenlos herunterladen
Kommt jetzt die Wende am Wohnungsmarkt?
Auch der krisengeschüttelte Wohnungsbau sendet wieder Lebenszeichen. Nach einem Einbruch um 6,4 Prozent im Vorjahr erwartet das DIW für 2026 ein Wachstum von 2,4 Prozent. 2027 soll sich das Plus auf 6,1 Prozent beschleunigen.
- Stabilisierung: Geringere Zinsschwankungen und moderatere Baupreise machen Projekte für private Bauherren wieder kalkulierbarer.
- Frühindikator: Die Zahl der Baugenehmigungen stieg bereits in der zweiten Hälfte 2025 an – ein klassisches Vorlaufsignal.
Dennoch bleibt der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in den Städten eine drängende gesellschaftliche Aufgabe.
Warum ein Rückfall drohen könnte
Trotz der positiven Prognose warnen die Experten vor zu viel Euphorie. Zwei große Risiken könnten die zarte Erholung schnell wieder ersticken:
- Kapazitätsengpässe: Die Produktivität im Bausektor ist zuletzt gesunken. Wenn die Nachfrage jetzt stark anzieht, könnten viele Firmen an ihre Grenzen stoßen – was die Preise wieder in die Höhe treiben würde.
- Fachkräftemangel: Dieser strukturelle Problem bleibt ungelöst und bremst das Potenzial der Branche aus.
Selbst nach der prognostizierten Erholung wird das Bauvolumen deutlich unter dem Rekordniveau von 2021 liegen. Verlässliche Rahmenbedingungen sind der Schlüssel, um den Aufschwung nachhaltig zu machen.


