Baugrundstücke treiben Immobilienmarkt in Niederösterreich an
08.01.2026 - 17:42:12Baugrundstücke werden zum Hoffnungsträger des niederösterreichischen Immobilienmarkts. Aktuelle Analysen zeigen zum Jahresauftakt 2026 eine spürbare Trendwende, nachdem der Markt zwei Jahre lang korrigierte. Das Segment der Baugrundstücke legt bei Nachfrage und Preisen deutlich zu und sticht als dynamischster Bereich hervor.
Das Maklernetzwerk RE/MAX prognostiziert für Baugrundstücke überdurchschnittliche Zuwächse. Für 2026 wird ein Nachfrageplus von 2,6 bis über 4 Prozent erwartet. Die Preise könnten um 3,5 bis 4,0 Prozent steigen – und damit stärker als die Inflation.
Der Grund: eine Verknappung im Neubau. Weil in den Vorjahren weniger Projekte fertiggestellt wurden, weichen Kaufinteressenten auf Grundstücke aus, um ihr Eigenheim selbst zu bauen. Diese verschobene Nachfrage treibt die Preise in die Höhe.
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Nachfrage kehrt flächendeckend zurück
Die Erholung ist ein landesweites Phänomen. Niederösterreich liegt mit einer prognostizierten Gesamtnachfragesteigerung von 4,1 Prozent im österreichischen Spitzenfeld. Besonders heiß läuft es im Speckgürtel Wiens.
- In Bezirken wie Mödling, Korneuburg oder Baden treffen kaufkräftige Interessenten auf ein knappes Angebot.
- Aber auch ländlichere Regionen gewinnen an Attraktivität. Die Bereitschaft, für mehr Grünraum längere Pendelwege in Kauf zu nehmen, steigt wieder.
Warnung aus der Baubranche befeuert den Boom
Ein wesentlicher Treiber ist die angespannte Lage im gewerblichen Wohnbau. Berichte der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) prophezeien für die kommenden Jahre eine signifikante Lücke zwischen neu gegründeten Haushalten und verfügbaren Wohnungen.
Diese drohende Knappheit beeinflusst das Käuferverhalten bereits heute. Viele sichern sich jetzt noch verfügbares Bauland, bevor die Situation sich weiter zuspitzt. Auch die strengeren Kreditrichtlinien (KIM-Verordnung) spielen eine Rolle: Sie kühlten den Markt ab, doch die aufgestaute Nachfrage sucht sich nun neue Wege – direkt zum Grund und Boden.
Ein Jahr der Chancen und der Selektion
Für 2026 zeichnet sich eine Stabilisierung auf höherem Niveau ab. Während Eigentumswohnungen und ältere Häuser nur moderat zulegen dürften, bleiben Baugrundstücke und gute Gewerbeflächen die Preistreiber.
Analysten wie von Raiffeisen Immobilien sehen zwar einen guten Markteintrittszeitpunkt, warnen aber vor überzogenen Renditeerwartungen. Der Markt wird selektiver: Top-Lagen und baureife Grundstücke werden sich schnell verteuern, während Objekte mit Sanierungsstau oder in schwachen Lagen preislich stabil bleiben.
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