Baufinanzierungen, Jahren

Baufinanzierungen erreichen höchsten Stand seit vier Jahren

22.01.2026 - 15:44:12

Die durchschnittliche Darlehenssumme für Immobilienkäufe stieg Ende 2025 auf rund 283.000 Euro. Stabilisierte Bauzinsen und steigende Preise in Metropolen treiben die Nachfrage an.

Deutsche Immobilienkäufer nehmen wieder deutlich mehr Geld auf. Die durchschnittliche Darlehenssumme kletterte Ende 2025 auf rund 283.000 Euro – fast so viel wie zum Rekordhoch Anfang 2022. Dieser Trend markiert eine deutliche Wende nach der Zinswende und der anschließenden Marktkorrektur.

Was die Zahlen verraten

Laut dem Trendindikator des Vermittlers Dr. Klein stieg die durchschnittliche Kreditsumme allein im Dezember 2025 um über 5.000 Euro. Mit 282.829 Euro wurde der höchste Wert seit Januar 2022 erreicht. Dieser Anstieg wird von einer generellen Marktbelebung begleitet: Das gesamte Neugeschäftsvolumen erreichte Anfang 2025 mit fast 20 Milliarden Euro den höchsten Stand seit Juli 2022.

Die Stabilisierung der Bauzinsen bei etwa 3,5 bis 4,2 Prozent gibt Käufern wieder Planungssicherheit. Nach einer Phase der Zurückhaltung treten offenbar wieder mehr Investoren aktiv in den Markt ein.

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Warum die Kreditsummen steigen

Die Gründe für die höheren Finanzierungen sind vielschichtig:
* Wieder anziehende Preise: Nach der Korrektur in den Vorjahren ziehen die Immobilienpreise in Metropolregionen wieder an. Analysten erwarten für 2026 moderate Steigerungen von 2 bis 4 Prozent.
* Hohe Sanierungskosten: Die gestiegenen Anforderungen an die Energieeffizienz, getrieben durch Vorgaben wie die EU-Gebäuderichtlinie, verursachen erheblichen zusätzlichen Finanzierungsbedarf.
* Weniger Eigenkapital: Beobachter stellen fest, dass Käufer tendenziell wieder weniger Eigenkapital einsetzen, was die benötigte Darlehenssumme in die Höhe treibt.

Staatliche Förderung wird immer wichtiger

Im Kampf gegen die hohen Kosten rücken staatliche Programme verstärkt in den Fokus. Die Nachfrage nach Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat spürbar zugenommen. Ihr Anteil am gesamten Baufinanzierungsvolumen kletterte im vierten Quartal 2025 auf 8,4 Prozent – den höchsten Wert des gesamten Jahres.

Energetische Standards sind damit nicht nur eine ökologische, sondern eine zentrale finanzielle Komponente beim Immobilienerwerb geworden. Die professionelle Integration von Fördermitteln gilt als entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Finanzierung.

Der Markt findet ein neues Gleichgewicht

Die aktuelle Entwicklung markiert eine Phase der Normalisierung auf hohem Niveau. Käufer haben sich an das neue Zinsumfeld gewöhnt, doch die Situation unterscheidet sich grundlegend von den Boomjahren vor 2022.

Der Markt hat sich gewandelt: Vom Verkäufer- zum Käufermarkt, in dem gut informierte und finanzstarke Interessenten im Vorteil sind. Besonders gefragt sind modernisierte, energieeffiziente Objekte. Bestandsimmobilien mit hohem Sanierungsbedarf könnten hingegen unter Preisdruck geraten.

Was kommt 2026 auf Käufer zu?

Für den weiteren Verlauf des Jahres prognostizieren Experten eine Fortsetzung der aktuellen Trends:
* Stabile Zinsen: Die Bauzinsen dürften sich voraussichtlich in einem Korridor zwischen 3,5 und 4,0 Prozent bewegen. Eine Rückkehr zu den Extremzinsen der Nullzins-Ära wird ausgeschlossen.
* Preisdifferenzierung: In Metropolen und „Schwarmstädten“ werden weiter steigende Preise erwartet. In ländlichen und strukturschwachen Regionen könnten die Preise dagegen stagnieren.

Für Kaufinteressenten bedeutet das: Das Warten auf deutlich fallende Preise oder Zinsen lohnt sich wahrscheinlich nicht mehr. Eine solide Finanzierungsstrategie bleibt der Schlüssel zum Wohneigentum.

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