BAuA-Workshop: PFAS-Regulierung auf der Zielgeraden
08.01.2026 - 13:58:12Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) schließt heute die Anmeldung zu einem entscheidenden Workshop, der Unternehmen und Experten durch die komplexe PFAS-Regulierung der EU führen soll. Der Termin fällt auf einen kritischen Moment: Die Europäische Chemikalien-Agentur (ECHA) hat ein 3.000-seitiges Dossier vorgelegt, das die Grundlage für die strengste Chemikalienrestriktion in der EU-Geschichte bildet.
Das 3.000-Seiten-Dossier: Orientierung im Regelwerk-Dschungel
Das revidierte Hintergrunddokument ist eine Materialsammlung biblischen Ausmaßes. Fünf europäische Länder – Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Norwegen und Schweden – haben jahrelang daran gearbeitet. Sie haben über 5.600 Stellungnahmen aus der öffentlichen Konsultation 2023 verarbeitet und nun eine umfassende Bewertung vorgelegt.
Für viele Unternehmen ist das Dossier der erste Moment der Wahrheit: Wurde die eingereichte Argumentation zur Notwendigkeit von PFAS akzeptiert oder abgelehnt? Die BAuA-Schulung am 13. Januar soll deshalb helfen, die Textwüste praktisch zu navigieren. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben erhebliche Schwierigkeiten mit dem Umfang. Der Workshop verspricht Strategien zur effizienten Dossier-Suche und zur Identifikation branchenspezifischer Bewertungen.
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Das Rennen um die Derogationen verschärft sich
Warum die Eile? Die nächste Konsultationsrunde kommt schneller als erwartet. Im März 2026 wird der Ausschuss für die Auswirkungen auf Sozio-Ökonomie (SEAC) eine neue öffentliche Anhörung starten. Das ist die finale Chance für die Industrie, Gegenargumente einzureichen oder zusätzliche Daten zu liefern.
Experten warnen: Unternehmen, die jetzt nicht identifizieren, wie ihre Produktanwendungen im aktuellen Dossier bewertet wurden, verpassen eine kritische Frist. Der SEAC wird in der März-Konsultation nicht alter Argumente wiederkäuen – nur neue, substanzielle Beweise werden berücksichtigt. Wer hier leerausgehen, riskiert später ein striktes Verbot ohne Übergangsfrist.
Die PFAS-Universalrestriktion nimmt Fahrt auf
Die geplante Universalrestriktion soll über 10.000 PFAS-Substanzen verbieten – mit eng definierten, zeitlich befristeten Ausnahmen für Anwendungen, für die es keine Alternativen gibt. Der Risikobewertungsausschuss (RAC) finalisiert derzeit die Umwelt- und Gesundheitsaspekte, während SEAC die wirtschaftliche Seite analysiert.
Das revidierte Dossier enthält nun deutlich detailliertere Bewertungen als der erste Entwurf von Januar 2023. Neue, spezifische Analysen für Maschinenbau, Transport und Energiesektor sind hinzugekommen. Die BAuA wird diese Neuerungen im Workshop gezielt hervorheben – für betroffene Branchen ein Signal, jetzt genau hinzuschauen.
Für die deutsche Industrie wird es ernst
Sektoren wie Automobilbau und Medizintechnik beobachten die Entwicklung intensiv. Der Unterschied zwischen einer 5-Jahres-, einer 12-Jahres-Derogation oder einem sofortigen Verbot hängt oft von Details ab, die in diesem 3.000-seitigen Dokument verborgen sind. Für manche Unternehmen könnte die BAuA-Schulung den Unterschied zwischen Handlungsfähigkeit und Lähmung bedeuten.
Die Analysten sind klar: Jedes Unternehmen muss ab jetzt prüfen, ob sein spezifischer Produktfall im Derogations-Katalog vorgesehen ist. Die März-2026-Konsultation ist die letzte echte Gelegenheit, das zu beeinflussen.
Zeitplan: Das Ziel rückt näher
Nach der SEAC-Konsultation im Frühling 2026 werden die Ausschüsse ihre finalen Stellungnahmen bis Jahresende abgeben. Die Europäische Kommission wird dann den Gesetzentwurf erarbeiten. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Abstimmung im Rat und Parlament 2027 stattfinden – mit einer Geltung ab 2028.
Die Stunde schlägt jetzt. Mit Anmeldeschluss heute wird jedem klar, dass die Zeit zum Handeln schrumpft. Die Details im 3.000-Seiten-Dokument werden die europäische Produktion für Jahrzehnte prägen. Wer jetzt nicht hinschaut, schaut später in die Röhre.
PS: Zusätzlich zur Workshop-Anmeldung sollten Unternehmen fertige Unterweisungsunterlagen bereithalten, um Fristen und Prüfungen zu bestehen. Die kostenlose Vorlage enthält editierbare Folien, ein Wissensquiz und einen Unterweisungsnachweis – damit Sie Schulungen in Minuten statt Stunden vorbereiten. Sofort einsetzbar für Automobil-, Medizin- und Maschinenbaubetriebe, die von den PFAS-Bewertungen betroffen sind. Jetzt Vorlagenset für Gefahrstoff-Unterweisungen sichern


