Basische Ernährung: Gesundheits-Trend mit wissenschaftlicher Debatte
19.01.2026 - 01:12:12Die basische Ernährung setzt auf viel Gemüse und Obst, um den Körper im Gleichgewicht zu halten. Ihr zentrales Versprechen: mehr Vitalität und weniger Beschwerden durch eine bewusste Lebensmittelauswahl. Doch wie viel steckt wirklich in der Theorie vom Säure-Basen-Haushalt?
Die Theorie hinter dem Trend ist einfach erklärt. Sie geht davon aus, dass eine moderne Ernährung mit viel Fleisch, Zucker und Weißmehl den Körper übersäuert. Diese „säurebildenden“ Lebensmittel sollen bei der Verstoffwechslung saure Abbauprodukte hinterlassen.
Um sie zu neutralisieren, muss der Körper angeblich Puffersysteme aktivieren – eine Dauerbelastung. Befürworter führen Müdigkeit, Hautprobleme oder Muskelverspannungen auf diese latente Übersäuerung zurück. Die Lösung? Eine Kost, die vorwiegend basisch verstoffwechselt wird.
Die Grundpfeiler der basischen Ernährung:
* Basisch wirken: Die meisten Obst- und Gemüsesorten, Kartoffeln, Kräuter, Pilze, Sprossen sowie Mandeln und Walnüsse.
* Sauer wirken: Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, die meisten Getreidesorten, Hülsenfrüchte, Zucker, Kaffee und Alkohol.
Ein populärer Ansatz ist die 80/20-Regel: 80 Prozent der Ernährung sollten aus basischen, 20 Prozent aus (gesunden) säurebildenden Lebensmitteln bestehen. Es geht also um eine Schwerpunktverschiebung, nicht um radikalen Verzicht.
Ab 50 verliert der Körper bemerkbar Muskulatur — gerade wer auf eine nährstoffreiche, pflanzenbetonte Ernährung setzt, profitiert zusätzlich von gezieltem Krafttraining. Ein kostenloses E‑Book stellt 6 einfache Übungen vor, die Sie ohne Geräte zu Hause durchführen können, um Kraft, Stabilität und Schlaf zu verbessern sowie Rücken- und Gelenkbeschwerden vorzubeugen. Praxisnah erklärt von Fachleuten und direkt als PDF per E‑Mail. Gratis-Ratgeber mit 6 Kraftübungen anfordern
Wissenschaftlicher Konsens: Der Körper puffert selbst – aber die Ernährung ist gut
Aus Sicht der Wissenschaft sieht die Lage differenzierter aus. Eines ist klar: Bei gesunden Menschen kann die Ernährung den pH-Wert des Blutes kaum beeinflussen. Lunge und Nieren halten diesen Wert in einem engen Bereich konstant und scheiden überschüssige Säuren zuverlässig aus. Eine ernährungsbedingte Übersäuerung des Blutes ist daher nicht zu befürchten.
Warum berichten dann so viele Anwender von positiven Effekten? Experten führen das vor allem auf die generell hohe Qualität dieser Ernährungsweise zurück.
Der Fokus auf Obst, Gemüse und unverarbeitete Produkte sorgt automatisch für eine gute Versorgung mit:
* Vitaminen und Mineralstoffen
* Ballaststoffen
* Sekundären Pflanzenstoffen
Gleichzeitig werden stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker und übermäßiger Fleischkonsum reduziert. Diese Prinzipien decken sich mit den allgemeinen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung, etwa denen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Unklare Studienlage und der unbestrittene Vorteil
Die konkreten Gesundheitsversprechen der Basen-Diät sind wissenschaftlich schwer zu fassen. Einige Studien deuten an, dass eine geringere Säurelast der Nahrung die Knochengesundheit unterstützen oder den Muskelabbau im Alter verlangsamen könnte. Die Ergebnisse sind jedoch nicht eindeutig.
Der größte Vorteil liegt ohnehin auf der Hand: Die basische Ernährung fördert einen bewussten Lebensstil mit nährstoffreicher, pflanzenbetonter Kost. Ob mit oder ohne pH-Wert-Messung – dieser Ansatz hat sich als gesundheitsfördernd erwiesen. Die Debatte um die „Übersäuerung“ mag also weitergehen. Die praktischen Tipps des Trends sind jedoch kaum umstritten.
PS: Wenn Studien auf einen möglichen Schutz vor Muskelabbau hinweisen, ist gezieltes Krafttraining der praktische Hebel. Der kostenlose 6‑Übungen‑Plan für Zuhause zeigt Schritt für Schritt, wie Sie in wenigen Minuten täglich Kraft und Stabilität aufbauen, Beweglichkeit erhalten und typische Rückenbeschwerden reduzieren — ganz ohne teure Geräte. Empfohlen von Fachleuten für alle ab 50; der Guide kommt bequem als PDF per E‑Mail. Jetzt kostenlosen 6‑Übungen‑Plan anfordern


