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Barrick Gold Corp.: Aktie im Höhenflug nach Hemlo-Deal und Branchenboom

29.11.2025 - 14:28:03

Barrick Gold Corp. erlebte in den letzten drei Monaten einen beeindruckenden Kursaufschwung. Wie viel Potenzial steckt nach dem Hemlo-Deal und frischen Analystenstimmen noch in der Goldmine-Aktie?

Barrick Gold Corp. hat in den vergangenen drei Monaten eine beeindruckende Kursrally hingelegt: Der Aktienkurs explodierte um etwa 60 Prozent und markierte nach jahrelanger Seitwärtsphase neue Mehrjahreshochs. Nach einer kurzen Phase relativer Ruhe im Spätsommer führte der erneute Goldpreis-Boom zu kräftigen Kursaufschlägen. Besonders spannend: Mitten im Aufwärtstrend sorgte ein milliardenschwerer Minen-Deal für Aufsehen. Ist das nur eine Zwischenetappe auf dem Weg zu neuen historischen Höchstständen?

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Schaut man auf die zurückliegenden 90 Tage, führt kaum ein Weg an Barrick Gold Corp. vorbei: Ein Zuwachs von rund 60 Prozent – von knapp über 36 CAD Mitte August auf jetzt über 58 CAD – schürte den Optimismus der Anlegergemeinschaft. Insbesondere Ende November setzte der Titel zu einem rasanten Zwischenspurt an und stieg innerhalb von wenigen Wochen über 30 Prozent. Auffällig: Solche Bewegungen gingen stets mit starken Goldpreisschwankungen und wichtigen Unternehmensmeldungen einher. Doch was steckt hinter dem Boom?

Im Fokus der jüngsten Nachrichtenlage steht vor allem der Verkauf der kanadischen Hemlo-Goldmine. Am 26. November verkündete Barrick Gold Corp. offiziell den Abschluss des Hemlo-Minenverkaufs an Carcetti Capital – ein Deal, der mehr als 1 Milliarde US-Dollar in die Kassen spült. Fast zeitgleich gab das Unternehmen personelle Veränderungen im Vorstand bekannt: Ben van Beurden, bisheriger Lead Independent Director, verlässt das Gremium. Experten sehen das einerseits als Schritt zu mehr strategischer Flexibilität, andererseits bestehen Unsicherheiten, wie die Integration der neuen Strukturen gelingen wird.

Parallel dazu sicherten sich Wheaton Precious Metals und Orion Resource Partners wichtige Goldstream-Rechte an der Hemlo-Mine und sorgten für frische Liquidität. Dies nahm der Markt sehr positiv auf, die Aktie setzte ihren Höhenflug unmittelbar fort. Ein weiteres Signal: Mehrere große Investmenthäuser, darunter Raymond James und Bank of America, hoben in den letzten Tagen Kursziele und Ratings für die Barrick-Aktie an. Die mittelfristigen Perspektiven sehen sie angesichts des direkten Goldmarktbezugs und der verbesserten Bilanzstruktur als attraktiv.

Doch damit nicht genug: Auch regulatorisch blieb Barrick zuletzt im Fokus. In Mali wurde Ende November ein Vergleich erzielt, bei dem Barrick 430 Millionen US-Dollar zahlt, um langjährige Streitigkeiten um Goldminen beizulegen. Solche Einigungen helfen, Unsicherheiten aus dem operativen Geschäft zu nehmen und ermöglichen es dem Management, den Blick stärker auf die verbleibenden Kernminen und künftigen Expansionsprojekte zu richten.

Hinter alldem steht ein Unternehmen, das weit mehr als nur eine Goldmine betreibt. Barrick Gold Corp. zählt zu den weltweit größten Produzenten von Gold und Kupfer und besitzt Beteiligungen an Minen von Chile bis Sambia, von Argentinien bis Kanada. Besonders prominente Assets: die Nevada Gold Mines in den USA, das riesige Kupferprojekt Reko Diq in Pakistan und das Joint Venture Kibali in der Demokratischen Republik Kongo. Schätzungen zufolge lag der Konzernumsatz im abgelaufenen Jahr bei rund 15,8 Milliarden US-Dollar, der Gewinn bei über 3,8 Milliarden US-Dollar – ein echter Goldschatz.

Barrick profitiert dabei vom wiedererstarkten Goldpreis, aber auch von strategischen Weichenstellungen in den Bereichen Partnerschaften und Technologie. Mit der Fokussierung auf margenstarke Projekte – wie die jüngsten Hemlo-Desinvestition und Wachstumsschübe bei Kupfer – will Barrick die Zyklik der Branche gezielt nutzen. Gleichzeitig bleiben politische Risiken, volatile Rohstoffpreise und hohe Erwartungen der Analysten als Unsicherheitsfaktoren bestehen.

Was bedeutet das alles für Investoren? Auf kurze Sicht bleibt die Aktie auf der Überholspur, getragen von soliden Fundamentaldaten, verbesserten Margen und der Hoffnung auf weiter steigende Goldnotierungen. Doch wie immer im Goldgeschäft gilt: Plötzliche Kurskapriolen liegen im Bereich des Möglichen – sei es durch geopolitische Ereignisse, Wechselkurse oder überraschende Kostensteigerungen großer Minenprojekte. Spannend bleibt, ob das Management die Transformation zu noch mehr Effizienz und Innovation schafft – erste Zeichen stimmen viele institutionelle Investoren bereits optimistisch.

Interessierte sollten die kommenden Quartalszahlen im Februar gut im Blick behalten – und sowohl den globalen Goldmarkt als auch die Entwicklung der Kernprojekte weiterverfolgen.

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