Banken, Phishing-Wellen

Banken warnen vor neuen Phishing-Wellen am Wochenende

18.01.2026 - 08:04:12

Cyberkriminelle attackieren Kunden deutscher Banken mit gefälschten System-Updates und Steuererstattungen, um Zugangsdaten zu erbeuten und Überweisungen zu initiieren.

Kunden deutscher Banken werden aktuell mit perfiden Betrugsmaschen per E-Mail und Telefon attackiert. Die Täter zielen auf Zugangsdaten und unautorisierte Überweisungen ab.

Das Wochenende ist für viele Verbraucher die Zeit, Bankgeschäfte in Ruhe zu erledigen – und für Cyberkriminelle ein bevorzugter Zeitpunkt für Angriffe. Aktuell häufen sich Warnungen von Sparkassen, Verbraucherzentralen und anderen Instituten vor raffinierten Phishing-Kampagnen. Die Betrüger nutzen gefälschte System-Updates oder angebliche Steuererstattungen als Köder.

System-Updates und Steuerrückzahlungen als Lockvogel

Eine der aktuellsten Warnungen der Sparkassen vom 12. Januar 2026 betrifft gefälschte E-Mails. Diese täuschen notwendige Systemaktualisierungen vor und leiten Kunden auf täuschend echte Phishing-Seiten. Dort werden Login-Daten, PINs und TANs abgegriffen. Besonders perfide: Den Opfern wird ein Rückruf innerhalb von 24 bis 48 Stunden in Aussicht gestellt.

Dieser Anruf erfolgt tatsächlich – allerdings von den Betrügern selbst. Mit den bereits erbeuteten Daten bauen sie Vertrauen auf und fordern die Freigabe von Überweisungen oder die Registrierung neuer Geräte per TAN. Eine parallele Masche nutzt angebliche Steuererstattungen des Bundeszentralamts für Steuern als Vorwand.

Anzeige

Viele Phishing-Angriffe nutzen genau dieses Muster – gefälschte System‑E‑Mails plus ein rückrufender Anrufer – und führen so zu unautorisierten Überweisungen. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket erklärt in einer praxisorientierten 4‑Schritte‑Anleitung, wie Sie gefälschte E‑Mails und Social‑Engineering‑Rückrufe erkennen, verdächtige Links prüfen und Ihre Kontodaten schützen. Enthalten sind Checklisten für Telefon‑Verifikation und Sofortmaßnahmen bei Verdacht. Anti-Phishing-Paket jetzt herunterladen

Das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale listet für Januar 2026 ähnliche Warnungen für Kunden der Consorsbank, Targobank und Volksbanken auf. Gemeinsam ist allen Maschen: Sie erzeugen Zeitdruck, etwa durch Androhung von Kontosperrungen, um unüberlegte Handlungen zu provozieren.

Online-Banking meist stabil – Wartung wird kommuniziert

Trotz der akuten Betrugsgefahr sind die Online-Systeme der meisten Banken am Wochenende regulär verfügbar. Planmäßige Wartungsarbeiten, die für Sicherheit und Stabilität essenziell sind, finden meist nachts statt.

Institute wie die ING führen solche Wartungen mehrmals jährlich durch, um technische Updates einzuspielen. Größere Arbeiten oder unvorhergesehene Störungen kommunizieren Banken typischerweise direkt auf der Login-Seite oder in der Banking-App. Bei Login-Problemen sollten Kunden daher zuerst diese offiziellen Kanäle prüfen.

So schützen Sie sich effektiv vor Betrug

In der aktuellen Lage ist die Eigenverantwortung der Nutzer entscheidend. Ein regelmäßiger Sicherheits-Check und grundlegende Verhaltensregeln minimieren das Risiko erheblich.

Der wichtigste Schritt: Prüfen Sie stets die Adresszeile im Browser. Die Verbindung muss verschlüsselt sein („https://“ und Schloss-Symbol). Banken fordern Kunden niemals per E-Mail zur Eingabe von Passwörtern oder TANs auf externen Seiten auf.

Weitere essentielle Sicherheitsmaßnahmen:
* Sichere Netzwerke nutzen: Kein Online-Banking über öffentliche WLANs.
* Einzigartige Passwörter: Verwenden Sie für Banking ein komplexes, nur dort genutztes Passwort.
* Kontobewegungen prüfen: Überwachen Sie regelmäßig Umsätze auf unbekannte Abbuchungen.
* Daten geheim halten: Geben Sie PIN, TAN oder Passwörter niemals an Dritte weiter.
* Software aktuell halten: Aktualisieren Sie Betriebssystem, Browser und Virenschutz regelmäßig.

Wachsende Professionalität der Cyberkriminellen

Die aktuellen Wellen zeigen: Die Methoden der Täter werden immer ausgefeilter. Die Kombination aus E-Mail und Folgeanruf erhöht den psychologischen Druck deutlich. Banken und Sicherheitsexperten passen ihre Abwehr zwar kontinuierlich an, doch die ultimative Verteidigungslinie bleibt der wachsame Kunde.

Die goldene Regel lautet: Geben Sie eine TAN nur für Transaktionen frei, die Sie selbst zweifelsfrei initiiert haben. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie Ihre Bank ausschließlich über die offiziell bekannten Telefonnummern oder die sichere Nachrichtenfunktion im Online-Banking – niemals über Links oder Nummern aus verdächtigen E-Mails.

Anzeige

PS: Schützen Sie sich proaktiv – der Gratis-Guide geht tiefer als allgemeine Hinweise und beleuchtet die psychologischen Tricks hinter CEO‑Fraud, gefälschten Steuererstattungen und System‑Update‑Meldungen. Mit konkreten Schritt‑für‑Schritt‑Checks fürs Verhalten am Telefon, Vorlagen für sichere Verifizierungsfragen und einer kurzen Anleitung für die sichere Reaktion bei verdächtigen Nachrichten verhindern Sie unautorisierte Überweisungen effektiv. Jetzt Anti-Phishing-Guide sichern

@ boerse-global.de