Banken starten digitale Jahresabrechnung für 2025
03.01.2026 - 04:14:12Die ersten digitalen Jahreskontoauszüge für 2025 sind da – und markieren einen Wendepunkt hin zur vollständig digitalen Kommunikation. Millionen Deutsche erwarten ab diesem Wochenende ihre Jahressteuerbescheinigungen und Kontoumsätze direkt im E-Banking. Dieser Rollout unterstreicht den strategischen Schwenk der Finanzbranche zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit.
Gestaffelte Veröffentlichung bei den großen Instituten
Die technische Jahresendverarbeitung lief zwar bereits über die Feiertage. Die konkrete Verfügbarkeit der PDF-Dokumente in den Kundenportalen folgt jedoch einem gestaffelten Zeitplan. Die großen Player haben konkrete Zeitfenster kommuniziert.
ING Deutschland macht die Jahresabrechnungen 2025 ab Mittwoch, 7. Januar 2026 verfügbar. Kunden mit aktivierter digitaler Postbox erhalten sie zuerst. Die BHW Bausparkasse kündigt einen Rollout zwischen dem 6. und 30. Januar an.
Bei Wertpapierdepots, etwa der FNZ Bank (ehemals ebase), dauert es länger. Die Jahresdepotauszüge sollen bis Mitte Januar online sein. Die steuerlich relevanten Jahressteuerbescheinigungen folgen erst bis April 2026 – hier hat die korrekte Berechnung Vorrang vor Geschwindigkeit.
Die Postbank beginnt den postalischen Versand ab 20. Januar. Wer auf das „Digitale Postfach“ setzt, könnte die Dokumente deutlich früher einsehen und spart sich die inzwischen bei vielen Banken wieder erhobenen Portogebühren für Papier.
Digital First wird zur neuen Compliance-Pflicht
Die Auslieferung 2026 zeigt: Die digitale Zustellung ist kein Bonus mehr, sondern der neue Standard. Banken nutzen das elektronische Postfach, um regulatorische Vorgaben effizient zu erfüllen und Kosten zu senken.
Für börsennotierte Unternehmen verschärft sich der Druck durch die Vorgaben zum European Single Electronic Format (ESEF). Für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2025 müssen Jahresfinanzberichte in einem speziellen Digitalformat (XHTML mit XBRL-Tags) erstellt werden. Diese Digitallisierungswelle erreicht auch KMU und Privatkunden.
IT-Dienstleister wie Finanz Informatik (für Sparkassen) und Atruvia (für Volksbanken) haben ihre Systeme für die Massengenerierung von Millionen PDFs optimiert. Die Stabilität der E-Banking-Portale an diesem ersten Januarwochenende beweist die Leistungsfähigkeit der Cloud-Infrastruktur im deutschen Finanzsektor.
Vorsicht vor Phishing-Mails zur „Jahresabrechnung“
Mit der legitimen Flut an „Neues Dokument verfügbar“-E-Mails der Banken rechnen Cybersicherheitsexperten mit einer parallelen Welle an Phishing-Angriffen. Betrüger nutzen die erwartete Ankunft der Jahresabrechnungen für gefälschte Benachrichtigungen.
Passend zum Thema Phishing: Sicherheitsforscher warnen, dass gefälschte Bankbenachrichtigungen besonders zur Jahresabrechnung stark zunehmen. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket erklärt in vier klaren Schritten, wie Sie gefälschte Mails erkennen, CEO‑Fraud abwehren und Mitarbeiter sowie Geräte schützen. Mit praktischen Checklisten und sofort anwendbaren Maßnahmen können Privatanwender ihr Online‑Banking deutlich sicherer machen. Auch Unternehmen und IT‑Verantwortliche finden praxisnahe Anleitungen zur Mitarbeiterschulung. Anti-Phishing-Paket jetzt kostenlos anfordern
Die Jahreskontoauszüge enthalten hochsensible Daten wie IBAN, Adressen und Kontobewegungen – ein lukratives Ziel für Identitätsdiebe. Banken betonen: Offizielle Benachrichtigungen leiten nur ins sichrte interne Postfach weiter und fordern nie zur sofortigen Eingabe von PIN oder TAN per E-Mail auf.
Kunden sollten daher:
* Nie direkt auf Links in entsprechenden E-Mails klicken.
* Manuell über die Browser-URL auf das Online-Banking zugreifen.
* Den Absender prüfen.
Steuererklärung und Finanzplanung 2026
Der pünktliche Eingang der Dokumente ist für die Steuererklärung 2025 entscheidend. Viele Neobanken und Fintechs werben erstmals mit „Echtzeit“-Generierung von Steuerbescheinigungen und wollen so die etablierten Institute übertrumpfen.
Für komplexe Produkte wie Bausparverträge oder Depots sind präzise Berechnungen der Vorabpauschale und Kapitalertragsteuer jedoch aufwendig. Geschwindigkeit tritt hier hinter Genauigkeit zurück.
Für Immobilienbesitzer liefert der Jahresauszug essentielle Daten zu Restschuld und gezahlten Zinsen. Das ist gerade 2026 wichtig, da viele Darlehen aus der Niedrigzinsphase auslaufen und eine Anschlussfinanzierung ansteht. Die Jahresübersicht ist der empfohlene erste Schritt für alle, deren Zinsbindung endet.
Ausblick: KI und interaktive Echtzeit-Berichte
Das statische PDF als Jahresabrechnung könnte schon bald ein Auslaufmodell sein. Branchenkenner erwarten, dass große Banken bis 2027 zu interaktiven, KI-gestützten Jahresreviews übergehen. Kunden könnten dann ihre Ausgabendaten abfragen, Trends visualisieren und Daten direkt an Steuer-Software exportieren – ohne auf ein finales PDF warten zu müssen.
Aktuell konzentrieren sich die Institute auf die reibungslose Auslieferung der Abrechnungen für 2025. Kunden sollten ihr E-Banking-Postfach aktivieren und die Kontaktdaten prüfen, um die Dokumente sofort nach Freigabe durch ihre Bank zu erhalten.
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