Banken setzen auf biometrische Passwörter gegen KI-Betrug
22.01.2026 - 18:53:12Die globale Finanzbranche verabschiedet sich im Eiltempo von Passwörtern und SMS-Codes. Stattdessen setzen Banken weltweit auf Fingerabdruck und Gesichtserkennung – eine direkte Reaktion auf raffinierte KI-Betrugsmethoden und schärfere Regulierungen.
CIMB Bank hat diese Woche biometrische Freigaben in ihrer Banking-App eingeführt. Kunden können Überweisungen jetzt per Gesichts- oder Fingerabdruckscan autorisieren. Das ersetzt manuelle Bestätigungen bei riskanten Transaktionen. Es ist Teil eines branchenweiten Trends hin zu passwortfreier, gerätegebundener Authentifizierung.
KI-Betrug zwingt zum Umdenken
Hinter dem Biometrie-Boom steckt mehr als nur Komfort. Es ist eine strategische Abwehr gegen eine neue Welle hoch entwickelter Cyberangriffe. Betrüger nutzen zunehmend Künstliche Intelligenz, um täuschend echte Deepfakes und personalisierte Scams zu erstellen. Diese überlisten traditionelle Sicherheitsmaßnahmen.
Sogar versierte Nutzer erkennen solche Betrugsversuche kaum noch. Herkömmliche Methoden wie SMS-TANs gelten daher als zunehmend angreifbar. Die Branche setzt deshalb auf Technologien wie FIDO-Passkeys. Diese kryptografischen Schlüssel sind an ein Gerät gebunden und werden per Biometrie freigegeben.
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Experten sehen darin die entscheidende Brücke, um die Sicherheitslücken durch KI-Betrug zu schließen. Gleichzeitig dient KI auch der Verteidigung: Sie kann Betrugsmuster erkennen und Deepfakes in Echtzeit identifizieren. Die Zukunft der Banksicherheit gehört intelligenten, adaptiven und nahezu unsichtbaren Authentifizierungsmethoden.
Vom Banking bis zu nationalen Zahlungssystemen
Die Umstellung läuft auf mehreren Ebenen. Neben Einzelbanken wie CIMB rüsten ganze nationale Zahlungsinfrastrukturen auf. In Indien erhält das Unified Payments Interface (UPI) eine dynamische zweite Verifikationsstufe. Ab bestimmten Beträgen reicht die UPI-PIN nicht mehr aus – ein biometrischer Check per Fingerabdruck oder Gesichtsscan wird Pflicht.
Die Regulierung treibt den Wandel global voran. Die indische Zentralbank (RBI) hat Banken verpflichtet, bis zum 1. April 2026 eine risikobasierte Zwei-Faktor-Authentifizierung einzuführen. Ausdrücklich erlaubt sind dabei moderne Methoden wie Geräte-Identifikation und biometrische Checks. Solche Vorgaben setzen Finanzinstitute unter Zeitdruck, unsichere Verfahren abzuschaffen.
Passkeys werden zum neuen Standard
Den Weg in die passwortfreie Zukunft ebnet eine Allianz aus Tech-Giganten und Standardisierungsgremien wie der FIDO Alliance. Passkeys entwickeln sich zum neuen Industriestandard. Verbraucher, die ihre Smartphones bereits mit Biometrie entsperren, erwarten diese Bequemlichkeit nun auch beim Banking.
Sicherheitsunternehmen passen ihre Angebote an. Der Anbieter Keeper ermöglicht jetzt die automatische Umstellung von Logins auf sicherere Passkeys im Hintergrund. Diese kryptografischen Schlüssel, geschützt durch Biometrie oder eine PIN, gewinnen rasant an Bedeutung – im Privatkundengeschäft ebenso wie in Unternehmen.
Die Bankenbranche priorisiert solche intelligenten Lösungen, einschließlich verhaltensbasierter Biometrie. Das Ziel: Reibung verlieren und Kunden sorgenfreie Transaktionen ermöglichen. Die Ära des umständlichen Passwort-Managements neigt sich dem Ende zu.
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