Banken setzen auf Biometrie gegen KI-Kriminalität
21.01.2026 - 07:13:12Finanzinstitute weltweit rüsten ihre Online- und Mobile-Banking-Systeme mit biometrischer Sicherheit auf. Hintergrund ist eine neue Welle KI-gestützter Cyberangriffe, die traditionelle Passwörter und SMS-Codes aushebeln.
Die Branche reagiert damit auf alarmierende Berichte vom Jahresbeginn 2026. Diese zeigen einen klaren Konsens: Künstliche Intelligenz macht digitale Betrugsmethoden immer raffinierter und häufiger. Während Kunden mehr denn je auf mobile Banking-Dienste angewiesen sind, erweitert sich die Angriffsfläche für Kriminelle dramatisch.
Biometrie ersetzt SMS-Codes als neuer Standard
Das Ende der klassischen Einmalpasswörter per SMS scheint besiegelt. Als neuer Sicherheitsstandard etablieren sich biometrische Verfahren, die die Identität direkt am Nutzer überprüfen.
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Ein klares Signal sendete diese Woche die malaysische CIMB Bank. Sie führte für ihre OCTO-App eine verpflichtende biometrische Verifikationsschicht ein. Kunden müssen nun Transaktionen zusätzlich per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck freigeben. Die Maßnahme folgt Richtlinien der nationalen Bankenaufsicht und soll Finanzbetrug bekämpfen.
DerTrend ist global. Auch die Bank of Ireland rollt derzeit einen neuen 6-stelligen Passcode für ihre App aus, der mit bestehenden Biometrie-Funktionen kombiniert wird. Branchenexperten sehen darin den entscheidenden Schritt zur Zukunft des sicheren Bankings. „Die biometrische Identitätsprüfung wird zum globalen Standard“, analysierten Fachleute der Mashreq Bank kürzlich. Sie vereine höchste Sicherheit mit intuitiver Bedienung.
Notwehr gegen KI-gestützte Angriffsformen
Die neuen Sicherheitsvorkehrungen sind keine Komfort-Frage, sondern elementare Notwehr. Eine Mehrheit der Bankprofis erwartet für 2026 noch ausgeklügeltere Betrugsschemata. Viele sehen in der eskalierenden Cyberkriminalität sogar ein systemisches Risiko für den gesamten Finanzsektor.
Die größte Gefahr geht nach wie vor von Angriffen aus, die das menschliche Verhalten ausnutzen. Phishing und Social Engineering bleiben das Einfallstor Nummer eins. KI verstärkt diese Bedrohung massiv: Sie ermöglicht hochgradig personalisierte und täuschend echte Betrugsnachrichten. Parallel bleibt Ransomware eine Hauptgefahr – Angreifer legen kritische Banksysteme lahm, um Lösegeld zu erpressen.
Passkeys: Die Vision vom passwortfreien Banking
Während Biometrie in Apps bereits heute Sicherheit erhöht, arbeitet die Industrie an einer radikaleren Lösung: der Abschaffung von Passwörtern altogether. Der Schlüssel dazu sind Passkeys.
Diese Technologie basiert auf dem FIDO2/WebAuthn-Standard und nutzt kryptografische Schlüsselpaare. Ein öffentlicher Schlüssel liegt auf dem Server, ein privater sicher auf dem Gerät des Nutzers. Die Authentifizierung erfolgt über die Biometrie des Geräts. Der entscheidende Vorteil: Die Zugangsdaten werden nie übertragen und können nicht aus Datenbanken gestohlen werden.
Nach Tech-Giganten und Zahlungsdienstleistern wie PayPal zogen 2025 erste Banken nach. Analysten prophezeien 2026 als Durchbruchsjahr für Passkeys im Bankensektor. Sie gelten als beste Verteidigung gegen jene Angriffe, die mit gestohlenen Zugangsdaten arbeiten.
Die Gratwanderung zwischen Sicherheit und Nutzererfahrung
Der Sicherheitspivot der Finanzbranche ist gleichermaßen Reaktion auf regulatorischen Druck und auf die wachsende Bedrohungslage. Die Herausforderung: Stärkere Sicherheit darf nicht zu umständlichen Prozessen führen.
Hier bieten Biometrie und Passkeys einen Ausweg. Sie ermöglichen ein „unsichtbares“ Sicherheitsmodell, das kontinuierlich und adaptiv arbeitet. Durch die Analyse von Verhaltensbiometrie – etwa Tipprhythmus oder Gerätehandhabung – können Banken ein Nutzerprofil erstellen und Anomalien in Echtzeit erkennen. So wächst der Schutz, ohne den Kunden zu belasten.
Ausblick: Intelligente, adaptive Sicherheitssysteme
Die Richtung ist vorgegeben: Weg von wissensbasierten Methoden (Passwörter, PINs), hin zu besitz- und biometriebasierten Faktoren. 2026 dürften weitere Institute biometrische Verifikation für sensible Transaktionen zur Pflicht machen.
Die breitere Einführung von Passkeys wird zum Schlüsselereignis. Sie stellt die tiefgreifendste Veränderung der Authentifizierung seit Jahrzehnten dar. Das Ziel ist ein Sicherheitsrahmen, der nicht nur robuster, sondern auch nahtloser ist. In einer zunehmend digitalen Welt müssen die Abwehrmaßnahmen mit der Intelligenz der Bedrohungen Schritt halten.
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