BaFin warnt vor Welle gefälschter Investment-Angebote
22.01.2026 - 20:24:12Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schlägt Alarm: Verbraucher in Deutschland sind einer wachsenden Flut betrügerischer Investment-Angebote ausgesetzt. Die Täter nutzen immer raffiniertere Methoden des Identitätsdiebstahls, um seriöse Banken und Finanzdienstleister zu imitieren und Anleger um ihr Geld zu bringen.
Gefälschte Festgeld-Angebote im Namen seriöser Firmen
Im Zentrum der aktuellen Warnungen stehen vor allem fingierte Festgeld-Anlagen mit angeblich hohen, risikofreien Renditen. Die Betrüger erschaffen täuschend echte E-Mails und Websites, auf denen sie Namen, Logos und Firmendaten bekannter Institute missbrauchen. So warnte die BaFin am heutigen Donnerstag vor Angeboten der Absenderadresse info[at]vcgmanagement.de, die sich als das legitime Unternehmen VC Germany Management GmbH ausgeben.
Bereits in der vergangenen Woche hatte die Aufsichtsbehörde vor ähnlichen Machenschaften gewarnt. Unter anderem wurde die E-Mail-Adresse bancosantander.es-kundenservice[at]outlook.com genutzt, um im Namen der spanischen Großbank Banco Santander aufzutreten. Die BaFin betont: Das echte Institut hat nichts mit diesen Angeboten zu tun.
Die Methoden werden immer dreister. Die Täter klonen ganze Unternehmensauftritte, wie im Fall der Website fidelity-ag.com, die die Schweizer Fidelity Treuhand und Verwaltungs AG nachahmte. Sogar das sogenannte Caller ID Spoofing kommt zum Einsatz: Dabei erscheinen die Anrufe der Betrüger auf dem Display des Opfers mit der Rufnummer eines echten, aber unbeteiligten Finanzdienstleisters.
Betrug wandert zu Messenger-Apps und App-Stores
Die Betrüger weiten ihr Aktionsfeld aus. Neben E-Mails nutzen sie zunehmend Messenger-Dienste wie Telegram, um potenzielle Opfer anzusprechen. In einer aktuellen Warnung beschreibt die BaFin ein Szenario, bei dem sich Kriminelle als US-Investmentfirma MacKay Shields ausgeben.
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Über Telegram werden deutsche Anleger dazu gebracht, Trading-Apps mit den Namen “NYLI” oder “NYLIPLUS” aus offiziellen App-Stores herunterzuladen. Diese Apps sind nicht zugelassen und haben keinerlei Verbindung zum echten Unternehmen. Diese Taktik ist besonders tückisch, denn sie nutzt das Vertrauen der Verbraucher in die vermeintlich sicheren Plattformen der App-Stores aus.
Zudem listet die BaFin mehrere nicht autorisierte Websites auf, darunter ubpmanagement.co und commerzglobal.com, die über Identitätsbetrug Finanz- und Krypto-Dienstleistungen anbieten.
Warum die Masche so gut funktioniert
Das Geschäftsmodell der Betrüger nutzt geschickt zwei Schwachstellen: den guten Ruf der Finanzbranche und die Suche der Anleger nach attraktiven Renditen. Gerade in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten wirken vermeintlich sichere Festgeld-Anlagen mit überdurchschnittlicher Verzinsung verlockend.
Die Täter erzeugen gezielt Druck und Exklusivität, um schnelle Entscheidungen zu erzwingen. Die BaFin und das Bundeskriminalamt betonen daher immer wieder: Jedes Investment, das ungewöhnlich hohe Renditen bei angeblich null Risiko verspricht, ist mit äußerster Skepsis zu betrachten.
So schützen Sie sich vor den Betrugsmaschen
Angesichts der immer professionelleren Methoden ist die Wachsamkeit der Verbraucher die wichtigste Verteidigungslinie. Die BaFin rät zu konkreten Schutzmaßnahmen:
- BaFin-Datenbank prüfen: Immer zuerst in der offiziellen Datenbank der Aufsichtsbehörde checken, ob ein Anbieter für Geschäfte in Deutschland zugelassen ist.
- Kontaktdaten eigenständig verifizieren: Nicht die Links oder Telefonnummern aus einer verdächtigen E-Mail nutzen. Stattdessen die offizielle Website des Unternehmens über eine Suchmaschine finden und dort anfragen.
- E-Mail-Adressen und Domains genau prüfen: Oft verraten sich Betrüger durch kleine Tippfehler oder ungewöhnliche Domain-Endungen (wie
.costatt.com). - Druckausübung als Alarmzeichen sehen: Seriöse Finanzinstitute setzen Kunden selten unter Zeitdruck. Vorsicht bei Aussagen wie “Angebot nur heute gültig”.
- Sensible Daten schützen: Nie auf unerwünschte Anrufe oder E-Mails hin persönliche oder finanzielle Details preisgeben.
Die Aufsichtsbehörde kündigte an, den Markt weiter intensiv zu beobachten und bei neuen Betrugsversuchen umgehend zu warnen. Der beste Schutz bleibt jedoch die gesunde Skepsis der Anleger selbst.
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