BaFin, Krypto-Plattform

BaFin warnt vor unerlaubter Krypto-Plattform wefi(.)co

03.02.2026 - 18:25:12

Die Finanzaufsicht stuft die Plattform Wefi als illegalen Anbieter ein und warnt Anleger vor finanziellen Verlusten. Ein undurchsichtiges Firmengeflecht erschwert die Verfolgung.

Die Finanzaufsicht BaFin warnt Verbraucher vor der Website wefi(.)co. Die Plattform bietet illegal Bank- und Kryptodienstleistungen in Deutschland an – ohne die erforderliche Lizenz. Die Behörde will Anleger so vor schweren finanziellen Verlusten schützen.

Die Aktivitäten der Plattform verstoßen gegen das Kreditwesengesetz. In Deutschland benötigt jeder Anbieter von Finanzdienstleistungen eine Erlaubnis der BaFin. wefi(.)co hat diese nicht. Experten raten generell davon ab, nicht regulierten Anbietern Geld anzuvertrauen.

Ein undurchsichtiges Firmengeflecht im Hintergrund

Hinter der Plattform verbirgt sich ein internationales Netzwerk aus mehreren Unternehmen. Dazu gehören:
* Wefi Payments Limited mit Sitz in Calgary, Kanada
* Eine Firma in San José, Costa Rica
* Nordpal Holding Limited und Quantum Capital Holdings Limited, beide in Hongkong registriert

Solche Offshore-Konstrukte verschleiern oft die wahren Verantwortlichen. Sie erschweren Regulierern und geschädigten Anlegern den Zugriff. Die Betreiber von wefi(.)co haben in der Vergangenheit gezielt Werbeveranstaltungen in Deutschland genutzt, um neue Kunden zu gewinnen.

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Typische Warnsignale erkennen

Der Fall wefi(.)co zeigt klassische Merkmale unseriöser Trading-Plattformen. Das fehlende BaFin-Lizenz ist das größte Alarmsignal. Verbraucher können die Zulassung jedes Anbieters online in der Unternehmensdatenbank der Behörde prüfen.

Weitere rote Flaggen sind:
* Intransparente Betreiber und Firmensitze
* Unrealistische Gewinnversprechen
* Druck zu schnellen, hohen Einzahlungen
* Verzögerte oder an neue Bedingungen geknüpfte Auszahlungen
* Ein schlecht erreichbarer Kundenservice

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer bereits Geld bei wefi(.)co investiert hat, sollte umgehend handeln. Experten raten dringend davon ab, weitere Zahlungen zu leisten – egal welche Versprechungen oder Drohungen kommen.

Stattdessen gilt: Alle Beweise sichern. Dazu zählen Kommunikationsverläufe per E-Mail oder Chat, Screenshots der Plattform und alle Transaktionsbelege. Der nächste Schritt ist eine Anzeige bei der Polizei. Spezialisierte Anwälte für Kapitalmarktrecht können rechtliche Schritte einleiten.

Die BaFin selbst erstattet kein Geld zurück, geht aber mit den gesammelten Hinweisen gegen illegale Anbieter vor. Vorsicht ist auch vor sogenannten „Recovery Scams“ geboten: Dabei bieten Betrüger an, verlorenes Geld wiederzubeschaffen – und schädigen ihre Opfer ein zweites Mal.

@ boerse-global.de