BaFin warnt vor neuer WhatsApp-Betrugswelle
02.02.2026 - 22:09:12Die Finanzaufsicht BaFin verschärft heute ihre Warnung vor Anlagebetrug in WhatsApp-Gruppen. Im Fokus stehen nun die sogenannten „PCAM“-Gruppen, die den Namen des US-Unternehmens Polen Capital Management LLC missbrauchen. Es ist bereits der zweite große Fall binnen eines Monats.
Die Masche folgt einem bewährten Muster. Über Werbung in sozialen Medien locken die Täter Interessenten in geschlossene Chat-Gruppen. Dort geben sie sich zunächst als seriöse Finanzexperten aus und bauen Vertrauen auf. Anschließend drängen sie auf Investitionen über gefälschte Handelsplattformen wie „PCAU pro“.
- Anfangs werden oft kleine Gewinne ausgezahlt.
- Bei größeren Einzahlungen verweigern die Betreiber dann die Auszahlung und brechen den Kontakt ab.
Identitätsdiebstahl als Erfolgsrezept
Bereits im Januar warnte die BaFin vor der „Baird Capital“-Masche. Dabei gaben sich Betrüger als das renommierte US-Investmenthaus Robert W. Baird & Co. aus. In den Gruppen warb eine fiktive Person namens „Thomas Becker“ für ein angebliches Kapitalinvestitionsprogramm.
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Die Aufsicht betont: In beiden Fällen besteht keinerlei Verbindung zu den echten Unternehmen. Die Täter nutzen den guten Ruf etablierter Namen gezielt aus, um Seriosität vorzutäuschen. Ihre Aktivitäten sind ohne Erlaubnis der BaFin illegal.
BaFin beobachtet „Finfluencer“ schärfer
Angesichts der steigenden Fallzahlen kündigt die Behörde ein schärferes Vorgehen an. BaFin-Präsident Mark Branson erklärte Ende Januar, man nehme die Risiken sehr ernst. Besonders im Blick hat die Aufsicht sogenannte Finfluencer auf Plattformen wie Instagram oder TikTok.
Sobald diese Anlagebetrug begehen oder unerlaubte Empfehlungen aussprechen, können auch sie unter die Aufsicht fallen. Der kaum regulierte Kryptobereich gilt als besonders anfällig für unseriöse Versprechen.
Warum die Masche so gut funktioniert
Der Erfolg der Betrüger basiert auf psychologischer Manipulation. Exklusive Chat-Gruppen erzeugen ein Gemeinschaftsgefühl und schalten die gesunde Skepsis aus. Die Kombination aus Identitätsdiebstahl und hohen Renditeversprechen nutzt gezielt die Gier und die Angst, etwas zu verpassen (FOMO).
Experten raten zu größter Vorsicht bei unaufgeforderten Angeboten in Messenger-Diensten. Die Seriosität jedes Anbieters sollte vorher in der Unternehmensdatenbank der BaFin überprüft werden.
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