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BaFin warnt vor neuer Welle professioneller Anlagebetrüger

22.01.2026 - 08:56:12

Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor einer neuen Generation von Betrügern, die Identitäten seriöser Banken klonen. Sie nutzen KI und soziale Medien für perfide Anlagefallen.

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin schlägt Alarm: Eine neue Generation von Betrügern nutzt die Identitäten seriöser Banken, um Anleger um ihr Erspartes zu bringen. Diese sogenannten Klon-Firmen erstellen täuschend echte Webseiten und setzen auf aggressive Lockrufe über soziale Medien.

So funktioniert der Identitätsdiebstahl

Die Betrüger kopieren das komplette Erscheinungsbild echter, bei der BaFin registrierter Finanzinstitute. Vom Logo bis zum Webdesign – alles wirkt seriös. Doch diese Firmen agieren ohne jede Erlaubnis der Aufsicht. Das bedeutet: Anlegergelder sind völlig ungeschützt.

Konkrete Beispiele, die die BaFin nennt:
* Die Website advanziagroup(.)io nutzt die Namensnähe zu einem etablierten Institut aus.
* Die Plattform Rostock24(.)com behauptete fälschlich, im britischen Handelsregister zu stehen.

Lockrufe: Hohe Zinsen und Krypto-Versprechen

Die falschen Angebote zielen auf zwei verlockende Bereiche:
1. Festgeld mit überhöhten Zinsen: Die Versprechen liegen oft weit über dem Marktniveau – ein klares Warnsignal.
2. Krypto-Trading mit schnellen Gewinnen: Hier wird zunächst eine professionelle Handelsplattform vorgegaukelt. Sobald eine Auszahlung beantragt wird, brechen die Betrüger den Kontakt ab oder fordern plötzlich hohe Gebühren.

Ein aktueller Fall: Angebote, die über die E-Mail-Adresse bancosantander.es-kundenservice@outlook.com verbreitet und zur Plattform PETROBAS locken sollten.

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Soziale Medien als perfides Einfallstor

Der Erstkontakt findet immer häufiger über WhatsApp, Telegram oder gezielte Werbung in sozialen Netzwerken statt. Eine besonders hinterhältige Masche gewinnt an Bedeutung: “Pig Butchering” (Schlachten des Schweinchens).

Dabei bauen die Täter über Wochen oder Monate eine persönliche, oft romantische Beziehung zum Opfer auf. Erst wenn genug Vertrauen geschaffen ist, kommt das Gespräch auf die “todsichere” Investition. Gefälschte Werbeanzeigen mit Prominenten-Gesichtern verleihen dem Ganzen einen zusätzlichen seriösen Anstrich.

KI macht Betrug fast unerkennbar

Die Professionalität der Betrüger hat massiv zugenommen. Sie setzen heute Werkzeuge ein, die die Erkennung extrem schwierig machen:
* KI-Textgeneratoren erstellen fehlerfreie, überzeugende Inhalte.
* Deep-Fake-Technologien bergen Potenzial für täuschend echte Video- oder Audioaufnahmen.
* Caller-ID-Spoofing zeigt bei Anrufen die Nummer einer echten Bank an.

Experten sprechen von einer industriellen Skalierung des Betrugs. Ganze Serien von Klon-Websites werden mit identischen Bausteinen hochgezogen.

So können sich Anleger schützen

Die BaFin rät zu äußerster Wachsamkeit und gibt konkrete Handlungsempfehlungen:
* Immer die BaFin-Datenbank prüfen: Vor jeder Investition muss die Lizenz des Anbieters verifiziert werden.
* Misstrauen bei unaufgeforderten Kontakten: Angebote aus sozialen Medien, E-Mails oder Telefonanrufen sind hochriskant.
* Übertriebene Renditeversprechen als Alarmzeichen sehen: Extrem hohe Zinsen ohne Risiko gibt es nicht.
* Keinem Zeitdruck nachgeben: Seriöse Anlagen brauchen keine sofortige Entscheidung.

Wer den Verdacht hat, Opfer geworden zu sein, sollte sofort den Kontakt abbrechen, keine weiteren Zahlungen leisten, alle Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.

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