BaFin, Betrugsmaschen

BaFin warnt vor neuen Betrugsmaschen im Mobile Banking

05.02.2026 - 09:14:12

Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor ausgefeilten Betrugsangriffen wie Recovery Scams und betrügerischen Messenger-Angeboten. Neue Finanzprodukte wie BNPL bergen zusätzliche Risiken für Verbraucher.

Die Finanzaufsicht BaFin warnt Verbraucher vor raffinierteren Betrugsangriffen. Die Methoden der Kriminellen werden immer ausgefeilter und zielen gezielt auf Nutzer von Banking-Apps ab. Das digitale Briefing der Behörde heute rückt die Sicherheit im mobilen Zahlungsverkehr erneut in den Fokus.

Recovery Scam: Betrüger geben sich als Helfer aus

Eine besonders perfide Masche ist der sogenannte „Recovery Scam“. Dabei kontaktieren Betrüger Personen, die bereits Opfer eines Anlagebetrugs wurden. Sie geben sich als Mitarbeiter von Behörden wie der BaFin aus und versprechen, die verlorenen Gelder zurückzuholen. Als Voraussetzung fordern sie jedoch angebliche Gebühren oder Spesen – und nutzen so die Verzweiflung der Geschädigten erneut aus.

Parallel warnt die Aufsicht vor betrügerischen Anlageangeboten in Messenger-Gruppen. In geschlossenen Chats bei WhatsApp oder Telegram locken angebliche Experten mit exklusiven Tipps und hohen Gewinnversprechen. Oft werden dabei Namen bekannter Banken missbraucht. Die Opfer werden zum Download dubioser Apps gedrängt, was häufig zum Totalverlust führt.

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Cyber-Angriffe bleiben auf hohem Niveau

Die Bedrohung durch Cyber-Vorfälle im Finanzsektor bleibt hoch. Kriminelle nutzen zunehmend künstliche Intelligenz und setzen auf:
* Gefälschte Bank-Webseiten (Phishing)
* Schadsoftware, um PINs und TANs zu stehlen
* Gezielte Phishing-Wellen gegen Kunden bestimmter Banken

Zwar schützt die verpflichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung grundsätzlich. Doch der Faktor Mensch bleibt eine Schwachstelle. Experten raten: Niemals auf Links in unerwarteten Nachrichten klicken und Zugangsdaten nur in der offiziellen Bank-App eingeben.

Neue Finanzprodukte bergen Risiken

Nicht nur externe Angriffe sind gefährlich. Auch neue, vermeintlich bequeme Finanzprodukte bergen Risiken. Besonders „Buy Now, Pay Later“-Dienste (BNPL) stehen in der Kritik. Die einfache Verfügbarkeit der Kleinkredite verleitet vor allem junge Verbraucher dazu, mehr auszugeben als geplant.

Fast ein Viertel der unter 30-jährigen BNPL-Nutzer hat laut einer Umfrage bereits den Überblick über offene Raten verloren. Eine regulatorische Lücke, die viele dieser Angebote bisher schützt, soll durch eine neue EU-Richtlinie geschlossen werden.

Eigenverantwortung wird immer wichtiger

Die heutige Ankündigung der BaFin zu ihren Schwerpunkten für 2026 unterstreicht den Handlungsbedarf. Für Verbraucher nimmt die Eigenverantwortung weiter zu. Sichere Passwörter, aktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung und gesundes Misstrauen gegenüber unaufgeforderten Kontaktversuchen sind die Grundpfeiler der digitalen Sicherheit. Der Kampf gegen Betrug im Mobile Banking bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe.

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