BaFin, Krypto-Plattform

BaFin warnt vor Krypto-Plattform Wefi.co

03.02.2026 - 09:52:12

Die deutsche Finanzaufsicht stuft die Krypto- und Banking-Plattform Wefi.co als unerlaubt ein und warnt vor dem Risiko eines Totalverlusts für Anleger.

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat die Website wefi.co als unerlaubt eingestuft. Damit reagiert die Behörde auf eine aggressive Marketingkampagne der Plattform in Deutschland.

Netzwerk aus vier internationalen Firmen

Hinter dem Angebot stehen laut BaFin vier Unternehmen ohne deutsche Lizenz. Wefi Payments Limited aus Kanada, ein S.R.L. aus Costa Rica sowie die Hongkonger Firmen Nordpal Holding Limited und Quantum Capital Holdings Limited bieten Banking und Krypto-Dienstleistungen an. Die Aufsicht betont, dass keines dieser Unternehmen eine Erlaubnis nach deutschem Recht besitzt.

Besonders alarmierend für die Behörde: Die Betreiber haben bereits physische Werbeveranstaltungen in Deutschland durchgeführt. Diese direkte Ansprache von Verbrauchern vor Ort hat das Eingreifen der BaFin beschleunigt.

Anzeige

Viele Android-Nutzer übersehen fünf einfache Schutzmaßnahmen – gerade wenn Betrüger über WhatsApp-Gruppen oder vermeintliche Trading‑Apps Kontakt aufnehmen. Unser kostenloser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Smartphone so einrichten, dass WhatsApp-Nachrichten, Zahlungs-Apps und Browser-Links nicht zur Eintrittspforte für Betrug werden. Mit konkreten Einstellungen, empfohlenen Prüf-Tools und einer praxisnahen Checkliste, die hilft, typische Social‑Engineering‑ und Phishing‑Tricks zu erkennen. Jetzt kostenlosen Android-Schutzratgeber sichern

Gesetzesverstoß mit hohem Risiko für Anleger

Rechtlich stützt sich die Warnung auf das Kreditwesengesetz (KWG) und das neue Kryptomärkteaufsichtsgesetz. Beide Gesetze schreiben eine behördliche Genehmigung vor. Fehlt diese, entfallen zentrale Schutzmechanismen wie Kapitalanforderungen und Geldwäschekontrollen.

„Jeder Verbraucher sollte den Genehmigungsstatus prüfen“, so die BaFin. Eine Abfrage ist über die öffentliche Datenbank der Behörde möglich. Anlagen bei nicht gelisteten Anbietern bergen das Risiko eines Totalverlusts.

BaFin startet großangelegte Offensive

Die Maßnahme gegen Wefi.co ist Teil einer koordinierten Aktion. Erst am Montag hatte die Aufsicht vor den Plattformen Verto und PCAM gewarnt. Letztere wirbt sogar über WhatsApp-Gruppen und eine eigene App.

Diese Häufung von Warnungen innerhalb weniger Tage ist kein Zufall. Sie spiegelt die neue Strategie der BaFin für 2026 wider. In ihrem aktuellen Risikobericht stuft die Behörde unregulierte Krypto-Angebote und Social-Media-Spekulationen als größte Gefahren ein.

Finfluencer und Events im Visier der Aufsicht

BaFin-Präsident Mark Branson warnte vergangene Woche vor der Rolle von Finfluencern. Diese treiben unerfahrene Anleger in hochspekulative Geschäfte. Die Marketing-Events von Wefi.co passen genau in dieses Muster aggressiver Akquise.

Die Aufsicht nutzt ihre neuen Befugnisse aus dem Kryptogesetz für schnelle Warnungen. So kann sie die Öffentlichkeit schon während laufender Ermittlungen informieren. Das Ziel: Verluste für Verbraucher in Echtzeit minimieren.

Was Verbraucher jetzt wissen müssen

Experten rechnen mit weiteren Warnungen in den kommenden Wochen. Die BaFin durchleuchtet derzeit intensiv den digitalen Finanzmarkt. Die genaue Nennung internationaler Firmengeflechte zeigt – die Aufsicht geht hinter die Kulissen der Webseiten.

Für Anleger bleibt die wichtigste Regel: Vor jeder Transaktion die BaFin-Datenbank konsultieren. Die Liste unerlaubter Geschäfte wird täglich aktualisiert. Die Betreiber von Wefi.co haben auf die Warnung bisher nicht reagiert. Typischerweise folgen auf solche öffentlichen Hinweise aber Unterlassungsverfügungen und mögliche Webseiten-Sperren.

Anzeige

Übrigens: Bevor Sie Links aus Chat‑Gruppen anklicken oder neue Zahlungs‑Apps installieren, sollten Sie Ihr Smartphone absichern und verdächtige Kontakte prüfen. Der Gratis‑Report fasst die fünf wichtigsten Maßnahmen zusammen, ergänzt um eine Prüf‑Checkliste für fragwürdige Apps, Gruppen und Werbeereignisse – so reduzieren Sie das Risiko, Opfer von Plattformen wie Wefi.co zu werden. Tipp 3 schließt eine oft genutzte Lücke bei Berechtigungen und Konto‑Zugriffen. Jetzt Gratis‑Sicherheitspaket für Android anfordern

@ boerse-global.de