BaFin, Trade-Republic-App

BaFin warnt vor gefälschter Trade-Republic-App auf WhatsApp

10.02.2026 - 22:31:13

Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor einer Betrugsmasche, die den Namen des Neobrokers Trade Republic missbraucht. Kriminelle locken Anleger über WhatsApp-Gruppen und eine gefälschte App namens 'TRB'.

Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor einer Betrugsmasche, die den Namen des Neobrokers Trade Republic missbraucht. Kriminelle locken Anleger in gefälschte WhatsApp-Gruppen und fordern sie auf, eine App namens „TRB“ zu nutzen. Die BaFin stellt klar: Diese Angebote stammen nicht vom lizenzierten Institut.

So gehen die Betrüger vor

Die Masche beginnt oft mit Werbung in sozialen Medien, die schnelle Gewinne verspricht. Interessenten landen in WhatsApp-Gruppen wie „A20 DAX Experten Alliaz“, in denen anfangs scheinbar seriöse Tipps geteilt werden. Das Ziel ist Vertrauen.

Danach folgt der Zugriff auf das Geld:
* Es werden exklusive, zeitlich befristete „Chancen“ angeboten, oft für Krypto-Token.
* Die Nutzer werden gedrängt, Geld auf von Betrügern kontrollierte Konten zu überweisen.
* Die angebotene „TRB“-App ist gefälscht. Die Betreiber haben keine Erlaubnis für Bankgeschäfte.

Phishing-Welle trifft Trade-Republic-Kunden

Parallel warnen Polizeibehörden vor einer massiven Phishing-Offensive. Betrüger schicken täuschend echte E-Mails und SMS, die angeblich von Trade Republic stammen. Sie fordern dazu auf, Passwörter zu ändern oder Dokumente hochzuladen.

Anzeige

Phishing-Mails, gefälschte SMS und fingierte Wallet-Angebote führen immer wieder zu hohen Verlusten – wie im aktuellen Fall. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket erklärt in einer klaren 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie betrügerische Nachrichten erkennen, Beweise sichern und sich vor Überweisungen an fremde Konten schützen. Mit branchenspezifischen Erkennungsmerkmalen, CEO-Fraud-Checks und einer praktischen Checkliste für den Notfall. Jetzt Anti-Phishing-Paket kostenlos herunterladen

In einem besonders dreisten Fall gaben sich Täter am Telefon als Mitarbeiter des Brokers aus. In stundenlangen Gesprächen überredeten sie Opfer, ihr gesamtes Guthaben auf ein angeblich sicheres „Wallet“ zu transferieren – angeblich zum Schutz vor Hackern. Allein in Mittelfranken entstand so ein Schaden im hohen sechsstelligen Bereich.

Trade Republic betont: Das Unternehmen fordert niemals per SMS oder E-Mail zur Passworteingabe über einen Link oder zur Überweisung auf externe Wallets auf.

Warum Neobroker im Visier stehen

Der Erfolg von Anbietern wie Trade Republic hat Millionen neue, oft unerfahrene Anleger an die Börse gebracht. Diese große Zielgruppe ist für Cyberkriminelle besonders attraktiv. Die Betrugsmaschen werden immer ausgeklügelter und kombinieren technische Tricks mit psychologischer Manipulation.

Die BaFin und Verbraucherschützer weisen auf ein entscheidendes Kriterium hin: die staatliche Erlaubnis. Nur zugelassene Institute unterliegen der Aufsicht und bieten damit einen gesetzlichen Schutz. Alle Angebote außerhalb dieses Rahmens sind hochriskant.

Wie Sie sich schützen können

Die Bedrohung wird vorerst bleiben. Für Anleger ist Wachsamkeit das wichtigste Mittel.
* Klicken Sie nie auf unaufgeforderte Links in Nachrichten.
* Geben Sie sensible Daten niemals per Telefon oder in zweifelhaften Apps preis.
* Nutzen Sie für die Kommunikation mit Ihrem Broker ausschließlich die offizielle App oder Website.
* Bei Verdacht: Brechen Sie den Kontakt sofort ab, sichern Sie Beweise wie Chatverläufe und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.