BaFin warnt vor Betrugs-Plattformen Bankcircle.io und Stratberghills
17.01.2026 - 21:39:12Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht schlagen Alarm: Die Online-Plattformen Bankcircle.io und Stratberghills ködern Anleger mit unseriösen Renditeversprechen. Die deutsche BaFin hat bereits eine offizielle Warnung für Stratberghills ausgesprochen. Betroffene berichten von hohen Verlusten, nachdem Auszahlungen verweigert wurden.
Stratberghills: BaFin warnt vor unerlaubten Geschäften
Die Plattform Stratberghills lockt mit hohen Gewinnen aus dem Handel mit Wertpapieren und Kryptowerten. Die Masche ist bekannt: Nach ersten, kleinen Einzahlungen sehen Anleger scheinbar schnell wachsende Gewinne in ihrem Konto. Das soll zu weiteren Investitionen verleiten.
Der Betrug fliegt auf, sobald eine Auszahlung beantragt wird. Die Betreiber erfinden dann plötzliche Hindernisse wie angebliche Steuern oder Verifikationsgebühren. Die BaFin warnte am 16. Januar ausdrücklich vor den Angeboten. Der Betreiber verfügt nicht über die in Deutschland notwendige Erlaubnis.
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Bankcircle.io: Betrug durch Identitätsdiebstahl
Besonders hinterhältig agiert Bankcircle.io. Die Plattform missbraucht den Namen der seriösen europäischen Bank “Banking Circle”, um Vertrauen zu erschleichen. Ein professionelles Webdesign unterstützt den falschen Eindruck, es handele sich um ein legitimes Institut.
Rechtsexperten betonen: Es besteht keinerlei Verbindung zur echten Bank. Die Plattform suggeriert zudem fälschlicherweise eine Lizenz der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA. Solche Falschangaben dienen allein der Täuschung. Werden ohne Erlaubnis Finanzdienstleistungen angeboten, kann der Tatbestand des Kapitalanlagebetrugs erfüllt sein.
Die wachsende Gefahr des Cybertrading-Betrugs
Die beiden Fälle sind Teil eines besorgniserregenden Trends. Aufsichtsbehörden wie die BaFin und ihre österreichische Schwester FMA veröffentlichen regelmäßig Warnungen vor solchen Plattformen. Die Betrüger agieren international und nutzen die Anonymität des Netzes.
Experten weisen auf das psychologisch geschickte Vorgehen hin: Die Täter bauen persönlichen Kontakt auf, erzeugen durch gefälschte Gewinne Sicherheit und setzen unter Druck. Die Professionalität der Auftritte macht es Laien schwer, den Betrug zu erkennen. Besonders alarmierend ist die Zunahme über soziale Medien und Messenger wie WhatsApp.
So können sich Anleger schützen
Die Zahl betrügerischer Plattformen wird voraussichtlich weiter steigen. Anleger sollten daher höchste Vorsicht walten lassen. Diese einfachen Checks bieten Schutz:
- Lizenz prüfen: Vor jeder Investition in der Unternehmensdatenbank der BaFin nachsehen, ob der Anbieter eine gültige Erlaubnis hat.
- Versprechen hinterfragen: Unrealistisch hohe und schnelle Gewinne ohne Risiko sind immer ein Alarmzeichen.
- Druck widerstehen: Sich niemals zu schnellen Investitionsentscheidungen drängen lassen.
Im Fall eines bereits erlittenen Schadens ist schnelles Handeln gefragt: Betroffene sollten umgehend rechtlichen Rat einholen und Anzeige bei der Polizei erstatten.
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